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Gerritschen-Mühle in Elten öffnet die Pforten

19.05.2010 | 11:09 Uhr

Elten. Pfingstmontag ist Mühlentag. Bundesweit. Und auch am westlichen Rande der Nation, nämlich in Elten, öffnete eine Mühle für die Öffentlichkeit ihre Pforten. Der Mühlen- und Verkehrsverein stellt die Gerritschen-Mühle an der Stokkumer Straße von 10.30 bis 16 Uhr (je nach Wetterlage) vor.

„Wenn der Wind mitspielt, zeigen wir die Mühle im Betrieb“, schildert Ludger Zbrug, der Vereinsvorsitzende. Er ist es auch, der Führungen für die Gäste leitet. „Ich werde erklären, wie der Berg-Holländer funktioniert“, so Zbrug. Auch Historisches zu Mühlen allgemein und der Mühle am Möllenbölt, wie die Eltener Mühle auch heißt, werden in der Führung behandelt.

Bis etwa 1950 wurde die Gerritschen-Mühle noch gewerblich genutzt. Allerdings wurde sie im Zweiten Weltkrieg von einer Fliegerbombe an der Kappe, also im oberen Gehölz, erwischt. „Die Mühle brannte ein Stückweit aus“, schildert Zbrug. Deshalb wurde das Mahlwerk danach mit einem Traktor (Lanz-Bulldog) angetrieben. Heute ist die Anlage wieder voll funktionstüchtig.

Noch weiter zurück in der Geschichte gab es einen Mühlenzwang. „Die Landwirte konnten sich nicht aussuchen, welche Mühle sie belieferten. Das entschieden Clerus und Adel. Es hatte den Vorteil, dass sie so die Steuerabgaben leichter kontrollieren konnten“, verrät Ludger Zbrug.

Der Verein bietet am Mühlentag außer den Führungen auch Kaffee und Kuchen an. Interessierte sind willkommen.

Marco Virgillito



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