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Es blüht so kunterbunt im Musikgarten

01.08.2008 | 19:18 Uhr

FRÜHERZIEHUNG. Bei Musikpädagogin Ingrid Hauser lernen Babys und Kleinkinder singend, tanzend, trommelnd - lachend.

Singende, tanzende und musizierende Musikgartenkinder und -mütter (von oben, im Uhrzeigersinn): Ida (fast 2 Jahre) mit Xenia Brouwer, Benno Brouwer (2) und Tina Reese, Cindy Außem mit Dana (fast 2) und Emilia Eikelen (2) mit Anja Naumann-Eikelen. (Fotos: Schuster)

BORGHEES. Darauf haben Blondschopf Paulina, Lockenköpfchen Dana und "Rehäuglein" Ida gewartet. Wie vier weitere Kleinkinder - sie alle sind um die zwei Jahre alt - sitzen sie mit ihren Müttern auf dem Parkettboden im Schlösschen Borghees. Die Kleinen machen große Augen und grinsen vorfreudig. Jetzt ist es soweit: Ihre Mütter nehmen sie auf den Schoß und stimmen das Lied vom Butterberg an. Das ist der Hit in der Gruppe - wohl weil der Butterberg schmilzt und die "süßen Zwerge" vom Berg fallen. Juchzend, quietschvergnügt. So viel Spaß kann musikalische Frühsterziehung machen. Sicher auch deshalb blühen Paulina, Dana, Ida und die anderen im "Musikgarten" so richtig auf.

Seit einem Jahr leitet Ingrid Hauser den "Musikgarten". Als Diplom-Klavierpädagogin darf die 43-Jährige das; aber auch erst, seit sie sich fortgebildet und eine Prüfung abgelegt hat: am Institut für elementare Musikerziehung. Klingt streng und verkopft, sieht in der Praxis aber anders aus. "Der Spaß ist das Allerwichtigste", erklärt Hauser, die vor drei Jahren von Essen nach Emmerich gezogen ist und selbst zwei Kinder hat.

Die sieben Zwerge im Schlösschen haben Spaß, jedes auf seine Weise: Emilia schmiegt sich an ihre Mutter Anja Naumann-Eikelen und grinst bis über beide Ohren, als ihr die anderen beim Begrüßungslied zuwinken; Dana tanzt und lacht zum "Ei-di-del-dei" des Elternchores klatschend im Mittelpunkt; Ida hebt die Holzschlägel des Mini-Xylophons wie ein Rockstar vor seinem Einsatz, ehe sie den Takt zum Lied vorgibt, das dann alle singen.

Für die ganzheitliche Kindes-Entwicklung

Benno hört zu, um zuhause selbst zu singen. "Mittlerweile auch englisch - My Bonnie is over the ocean", berichtet Mutter Tina Reese. Bennos Oma zahlt die Kursgebühr von 23 Euro/Monat seit September. Seither lernt Benno kinderleicht: Die Tänze, Lieder, Sing-, Echo- und Rhythmusspiele fördern die Sprach- und Bewegungsentwicklung, die Musikvorträge das Konzentrationsvermögen. "Kinder, die früh musizieren, sind sozialer, kreativer, intelligenter" - behauptet das "Musikgarten"-Institut für elementare Musikerziehung.

Was ganz sicher ist: "Alle Kinder", so Kursleiterin Hause, "haben Rhythmusgefühl". Das haben sie im Mutterleib entwickelt, den Herzschlag der Mutter im Ohr.

Auch im Musikgarten ist Benno seiner Mutter ganz nah. Er tanzt eng umschlungen mit ihr. Genau wie Xenia Brouwer und Ida. Die gibt Benno ein Küsschen. Und Benno lächelt.KURSE IN EMMERICHIm September beginnt ein neuer Musikgarten-Kurs für Babys, die ab Juli 2007 geboren sind. Treffpunkt ist freitags um 9 Uhr das Schlösschen Borghees, Hüthumer Straße180. Dort musizieren Kinder zwischen eineinhalb und zwei Jahren freitags von 10 bis 10.45 Uhr, Drei- bis Fünfjährige montags von 16.30 bis 17.15 Uhr. Näheres: Tel: 02822/915 68 72.

www.ingridhauser.de www.musikgarten.info

PHILIPP WAHL

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Es blüht so kunterbunt im Musikgarten
Es blüht so kunterbunt im Musikgarten
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http://www.derwesten.de/nrz/staedte/emmerich/es-blueht-so-kunterbunt-im-musikgarten-id1293494.html
2008-08-01 19:18
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