Das aktuelle Wetter Emmerich 19°C
Tarifverhandlung

Emmerich bleibt verschont

03.02.2010 | 18:58 Uhr
Emmerich bleibt verschont

Emmerich. Nachdem die Tarifverhandlungen in Potsdam ergebnislos abgebrochen wurden, wollen die Gewerkschaften den Druck erhöhen, rufen zu Warnstreiks auf. Sie fordern für die rund zwei Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst in den Städten und im Bund fünf Prozent mehr Gehalt.

Was die Arbeitgeberseite als maßlos und völlig unrealistisch ablehnte. Weshalb nun die Arbeitnehmervertreter bundesweit zu Warnstreiks bis zum 10. Februar aufrufen, dann steht nämlich die dritte Verhandlungsrunde an.

„Bei uns wird nicht gestreikt”, erklärt Herbert Kleipaß, Sprecher der Stadt Emmerich, kategorisch. Personalratsvorsitzender Harald Goertz ist da etwas moderater: „Als Personalrat stehen wir dem Streikaufruf neutral gegenüber.” Es sei schon eine ziemliche Zeit her, dass in Emmerich die Arbeit niedergelegt wurde, aber, so sagt er: „Wir halten uns an die Richtlinien der Gewerkschaften.”

Allerdings, schränkt er ein, mache ein Warnstreik eher in größeren Kommunen einen Sinn. Was Ulrich Silberbach, Landesvorsitzender der Kommunalgewerkschaft für Beamte und Arbeitnehmer (Komba), bestätigt: „In größeren Städten erzielen wir mehr Wirkung.” Weshalb zurzeit Krefeld, Mönchengladbach, Duisburg oder Moers von Warnstreiks betroffen seien. Und bei diesen Warnstreiks seien auch die von den Kommunen privatisierten Dienste mit eingeschlossen, da für sie ebenfalls der Tarifvertrag öffentlicher Dienst gelte. In kleineren Gemeinden wie Emmerich machten zwar Warnstreiks keinen Sinn - „das müssen letztendlich die Vertreter ganz im Sinne der kommunalen Selbstverwaltung vor Ort entscheiden” - aber Solidarität sei gefragt, betont Ulrich Silberbach. „Die Arbeitnehmer können sich ihren Kollegen in größeren Kommunen anschließen.” So hofft er, dass sich heute in Dortmund zur zentralen Kundgebung, zu der auch Verdi-Chef Frank Bsirske erwartet wird, viele einfinden.

Ulrich Wefers

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/2482213/create

Aktuelle Fotos und Videos
Oldtimer-Treffen
Bildgalerie
SPEKTAKEL
Unwetter am Niederrhein
Bildgalerie
Wetter
Grossbrand
Bildgalerie
Grosseinsatz
Rock bij de Kerk
Bildgalerie
Musik
Aus dem Ressort
780 Bürger erhoben Einwände
Betuwe
Die große Zahl der Einwände gegen die Betuwe-Planung der Deutschen Bahn AG im Abschnitt 3.3 Praest beeindruckt sogar die Bezirksregierung.
Foto
Rendezvous mit 300 Bullen
Serie: Höfetour 2012
Landwirt Karl Wigger schläft erst nach mitternächtlicher Kontrolle im Stall ruhig.