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Emmerich bekommt Casino

14.08.2008 | 19:46 Uhr

FREIZEIT. Investorengruppe mietet ehemaligen Nova-Komplex an der B 220 und baut ihn zu Bowling- und Entertainment-Center um.

Nicht schrill und bunt à la Las Vegas präsentiert sich die Fassade von "Bowl Arena" und "Casino" an der B 220, sondern ganz bewusst schlicht-imposant. Unten schwarze Natursteine und Keramik, oben lackiertes Goldblech. Im Frühjahr 2009 soll das Spieler-Paradies mitten im Grünen eröffnen. (Foto: Immolnvest)

EMMERICH. Duisburg hat es, Hohensyburg hat es, bald hat es auch Emmerich: das Flair eines Casinos. Zwar ohne klassische Glücksspiele wie Roulette, Black Jack, Baccara oder Poker. Aber das geplante Bowling- und Entertainment-Center auf dem alten Nova-Gelände an der B 220 kann es mit staatlichen Zockerparadiesen aufnehmen. Ohnehin, weiß Thomas Bernau von der Investorengruppe "Immolnvest" zu berichten, wird auch in vornehmen Spielbanken das meiste Geld mit Automaten erzielt.

Gestern bereitete Alex Reinhart-van Gülpen allen Spekulationen und Gerüchten ein Ende: "Ich werde ständig gefragt, was bei Euch passiert, das nervt !" Nun ist klar: Immolnvest mietet die 3 500 Quadratmeter große Fläche, um dort - baulich getrennt - eine Bowl-Arena auf 2 200 qm mit 16 modernen Brunswick-Bowlingbahnen (inklusive Darts, Billard, Gastronomie, Kinderspielräumen) sowie ein Entertainment-Center (1 300 Quadratmeter) mit 72 Spielautomaten einzurichten. Mit 20 Cent ist man dabei, Zielgruppe: die Ü-30-Generation. 120 Parkplätze sind geplant.

Die exzellente Verkehrsanbindung sei ausschlaggebend für die Standortwahl gewesen, sagte Bernau. Besucher erwartet man rund um die Uhr aus einem Umkreis von etwa 30 Kilometern, vor allem aus den Niederlanden. Investiert werden 3,5 bis 4 Millionen Euro. Annähernd 50 Arbeitsplätze entstehen, 30 bis 35 Festangestellte sind darunter. Die Bauzeit wird auf zwölf bis 16 Wochen veranschlagt. Die Eröffnung nach dem Umbau wird für Frühjahr 2009 angepeilt.

Zwar fehlt noch die Baugenehmigung aus dem Rathaus, aber das dürfte eine Formsache sein, zumal das Projekt der Sortimentsliste nicht widerspricht, weil es innenstadt-unschädlich ist. Außerdem dürften sich gerade Bürgermeister und Kämmerer über die Neuansiedlung die Hände reiben, spült sie doch allein 150- bis 250 000 Euro an Vergnügungssteuer ins Stadtsäckel - dazu noch Gewerbesteuer, wenn alles wie geschmiert läuft. "Wir haben noch keinen Standort schließen müssen", so Bernau.

Natürlich weiß auch Alex Reinhart- van Gülpen, der viele Interessenten an der Angel hatte (z.B. Aldi und Fressnapf) um gängige Vorbehalte. "Wenn es nur eine Spielstätte gewesen wäre, hätte ich gezögert. Aber so eine Bowlinggeschichte gibt es weit und breit nicht, das ist eine Attraktion für Emmerich, ein Magnet. Wenn wir's nicht machen, macht's ein anderer."

INFORMATIONEN "Immolnvest" gehören 18 Entertainment-Center, meist in Autobahnnähe, weitere sind gemietet. Seit Ende Januar 2007 ist Nova-Möbel raus. "Lensing & van Gülpen" baute die Halle 1965 als Lebensmittel-Großhandelslager.

NORBERT KOHNEN

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Das Radfahren ist in der hiesigen Region tief verwurzelt. Auf dem platten Land rollt es ja auch besonders gut. Welche Bedeutung hat das Fiets für die Reeser, Emmericher und Isselburger und wie nutzen Sie es?

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