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Trödel, Regenschirm und Glitterrock

07.06.2009 | 17:57 Uhr
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Trödel, Regenschirm und Glitterrock

Trotz des zeitwiese miesen Wetters sind die Veranstalter des 31. Homberger Brunnenfestes zufrieden. Zum Auftakt begeisterte die Band „Glam Bam”.

Für zwei Stunden war es, als ob man wieder mit Mofa oder Moped zur Tanzschule fährt, um dann anschließend in St. Peter, Tempel oder Jugendforum abzufeiern. Beim 31. Brunnenfest in der Homberger City brachte die Coverband „Glam Bam” am Freitagabend die 70er Jahre für knapp drei Stunden zurück. Über den Fakir-Baykurt-Platz wehte ein Hauch jener Zeit, als Jungen und Mädchen eine „Matte” trugen, die Haarbürste in der Hosentasche steckte und die Plateausohlen so hoch wie die Hemdenkrägen breit waren.

Schrill, frech und fröhlich präsentierte das Quintett eine erlesene Auswahl der besten Partysongs jener Zeit, quasi Ilja Richters „Disco” Reloaded. Die fünf Rocker aus Duisburg, Moers und Rheinberg, passend knallbunt, mit Hüten und viel Pailetten ausstaffiert, reproduzierten präzise alles, was die Jukebox in den Zeiten des legendären Glitter Rocks damals so hergab.

Brunnenfest 2009 Homberg. Foto: Peggy Mendel

Der druckvolle Sound, die spaßige Bühnenshow sorgten dafür, dass der Funke auf das Publikum zwischen mehreren Bierständen schnell übersprang. Die witzige Moderation von Leadsänger Uwe Plien, der selbst damals in Homberg aufwuchs und immer wieder auf ehemalige und real existierende Fachgeschäfte rund um die Augustastraße anspielte, ließ den Auftritt von „Glam Bam” in der Stadt im Grünen zum Heimspiel werden. Auch die Vorband Mr. Klee hatte die rund dreihundert Besucher mit fetzigen Oldies in Stimmung gebracht.

Eines muss man den Hombergern wirklich lassen: Sie lassen sich auch von schlechtem Wetter nicht stoppen. Selbst am Samstag, als es ab 16 Uhr aus dunklen Wolken nur so schüttete, waren auf der Augustastraße und dem Bismarckplatz noch etliche Leute unterwegs. Nachdem OB Adolf Sauerland das Fest um 14 Uhr mit viel Freibier eröffnet hatten, besuchten viele den Trödelmarkt in der Fußgängerzone, lauschten Pop, Rock und Oldies der Homberger Newcomer-Band Combinations oder Irish-Folksongs von Liedermacher Bob Moos. Am Abend erlebten Hunderte, wie die „Giant Shadows" Alt-Homberg mit Hits der Beatles oder Beach Boys rockten.

Brunnenfest 2009 Homberg. Foto: Peggy Mendel

Am Sonntag, als es wenigstens trocken war, herrschte noch deutlich mehr Andrang. Höhepunkt waren die rund 600 Läufer des Rhein-Ruhr-Marathons, die zu den Samba-Klängen der „Marchingband Jimdo” über die Augustastraße rauschten. Nach dem ökumenischen Gottesdienst intonierte der Sänger Paolo Tonutti deutsche Schlager und italienische Canzoni. Reichlich Musik gab`s auch auf zwei kleinen Nebenbühnen vor dem Irish Pub und vor dem Kultur- und Freizeitzentrum.

Auf dem Bismarckplatz hatte der Werbering Homberg, zu dem mehr als 40 Fachgeschäfte gehören, am Sonntag für Kinder ein kleines Spielparadies aufgebaut. Jungen und Mädchen vergnügten sich auf dem Riesentrampolin, einer Bewegungsbaustelle, einem Spielparcours, der obligatorischen Hüpfburg oder bei einer Rundfahrt mit der Bimmelbahn „Paulinchen-Express”.

Werbering-Geschäftsführer Dirk Ortmann zog am Sonntag zufrieden Bilanz: „Die Besucher haben das Fest sehr gut angenommen. Die Leute sind sehr zufrieden.”

Martin Krampitz

Kommentare
08.06.2009
00:18
Trödel, Regenschirm und Glitterrock
von hef56 | #1

Am Sonntag, als es wenigstens trocken war: Wo war der NRZ Reporter? Offenbar nicht auf dem Brunnenfest in Homberg! Denn dort regnete es auch am sonntag den ganzen Nachmittag lang.

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