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Müllverbrennung

Krefeld kämpft um Müll

14.02.2010 | 18:07 Uhr
Krefeld kämpft um Müll

Rheinhausen/Krefeld. Die Erweiterung der Müllverbrennungsanlage kurz hinter der Stadtgrenze stieß in Duisburg erfolglos auf Gegenwind. In Krefeld sorgt man sich jetzt um die Zukunft der Anlage. Die Auslastung sei laut Stadt „nicht mehr sicher".

Seit anderthalb Jahren haben Anwohner in Rumeln-Kaldenhausen die Baukräne an der Müllverbrennungsanlage in Krefeld im Blick. Sie wird erweitert, mit einem fünften Kessel, der drei Altkessel aus den Jahren 1975 und 1982 ersetzen soll. Am Jahresende soll der neue Kessel in Betrieb gehen. Die Modernisierung sei notwendig, weil sonst die Abfallentsorgung in der Region nicht mehr gesichert sei.

Jetzt könnte sich die Abfallentsorgung in der Region allerdings gravierend ändern – und die Anlage in Krefeld womöglich am Ende nicht mehr genug Müll haben.

Denn während die Entsorgungsgesellschaft Krefeld (EGK) rund 100 Millionen Euro in den Neubau investiert, soll sich jetzt die Gesetzeslage ändern. Wie groß die Sorgen um die Zukunft der Anlage in Krefeld ist, lässt sich einer Mitteilung der Stadt entnehmen. Die Auslastung der Krefelder Müllverbrennung sei nicht mehr sicher, heißt es.

Nicht mehr vorgesehen

Hintergrund ist der neue „Abfallwirtschaftsplan” des NRW-Umweltministeriums. In dem Entwurf ist die Zuweisung von Abfall-Beseitigungspflichtigen zu bestimmten Verbrennungsanlagen nicht mehr vorgesehen. Das bedeutet, dass sich Städte und Kreise, die vertraglich nicht an bestimmte Müllverbrennungsanlagen gebunden sind, in Zukunft aussuchen können, wo sie ihren Müll verbrennen lassen. Und das muss nicht mehr in Krefeld sein.

Bisher wurden die Kommunen den Anlagen von der Bezirksregierung zugewiesen. Bald könnte die Verbrennung

im freien Wettbewerb stehen, die Krefelder Grünen befürchten gar einen Mülltourismus.

2008 wurden in Krefeld 104 470 Tonnen aus der eigenen Stadt verbrannt, aus Viersen kamen 80 750, aus Mönchengladbach 20 760 und aus Neuss 114 740 Tonnen. Mit 39 070 Tonnen Abfälle ergab das einen Gesamtdurchsatz von knapp 360 000 Tonnen. Die Kreise Viersen und Neuss sowie die Stadt Mönchengladbach liefern rund 60 Prozent des in Krefeld verbrannten Mülls. Noch laufen die Verträge, ab 2015 würde für die EGK dann der Kampf um die Kunden beginnen. Denn nur den Müll aus Krefeld zu verbrennen, dafür wäre die Anlage deutlich überdimensioniert.

Grenzwert doppelt so hoch

In Duisburg hatten Stadt, Politik und Anwohner die Erweiterung der Anlage ohnehin kritisch gesehen. Vor allem, weil der beantragte Grenzwert für das hochgiftige Stickstoffoxid doppelt so hoch liegt wie bisher und die Schadstoffe sich durch eine enorm höhere Abgasgeschwindigkeit weiträumiger verteilen. Der Gegenwind aus Duisburg blieb jedoch folgenlos, die Bezirksregierung hat die Genehmigung im Herbst 2009 erteilt.

Am Ende könnten auf beiden Seiten der Stadtgrenze die Bürger zum großen Verlierer werden. Während sich die Duisburger um ihre Luftqualität sorgen, müssen die Krefelder höhere Kosten zahlen, falls die Anlage nicht ausgelastet sein sollte.

Ingo Blazejewski

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Kommentare
20.02.2010
17:52
Blockierter Kommentar.
von Matthias.Kiesel | #11

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

16.02.2010
13:08
Krefeld kämpft um Müll
von Moers Sued | #10

Mein Mitleid ist ebenfalls in Grenzen. Ich mag den stinkenden Klotz nicht und er hat mir den Elfrather madig gemacht, als Kind fiel mir der Klotz nicht so auf, aber heute schon.

@Mühlenberger
So was nennt man Lichtverschmtuzung. Tun sie was dagegen http://www.lichtverschmutzung.de/

15.02.2010
21:30
Krefeld kämpft um Müll
von Brain_ | #9

Jawoll! Jeder Gemeinde ihre Kläranlage! Jeder Gemeinde ihre Müllverbrennungsanlage! Jeder Gemeinde ihren Bischof! Jeder Gemeinde ihre Altpapier-Sammelstelle! Jeder Gemeinde ihre eigene Gelbe-Sack-Müll-Sortier-Anlage! Jeder Gemeinde ihre eigene Strassenmeisterei! Jeder Gemeinde ihre eigene [insert @ will]!

Es kostet ja nicht unser Geld, doch nur das des Steuerzahlers... und davon haben wir ja genug.


Und wenn nicht? Erhöhen wir die Preise.... von Pille, Kondonen und Spiralen! Kinder kommen, Kinder gehen. Steuerzahler bleiben.

Bürger kommt von bürgen, schon vergessen?

Der einzige Grund, wieso es in Deutschland noch keine französischen Verhältnisse gibt ist der, weil es verboten ist, den Rasen zu betreten.

15.02.2010
12:18
Krefeld kämpft um Müll
von Rumelnerin | #8

@4 Den Depp verbiete ich mir! Und Ihr Kommentar bringt übrigens auch keinem was.

15.02.2010
12:08
Krefeld kämpft um Müll
von dietmar fotzke | #7

Wahrscheinlich warst du der Pfosten der die aufgehangen hat was? Mach dich erstmal schlau bevor du dein Maul hier aufreißt. Mich blenden se auch.

15.02.2010
10:00
Krefeld kämpft um Müll
von Manin | #6

Mit anderen Worten, es ist jetzt schon klar dass die Krefelder Müllmühle zu teuer sein wird. Andere Öfen sind also auf jeden Fall günstiger!

14.02.2010
21:05
Blockierter Kommentar.
von exnachbar | #5

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

14.02.2010
20:58
Krefeld kämpft um Müll
von Dietmar Moltke | #4

@2 Dann zieh doch ne Sonnenbrille auf du Depp, wie sollen die denn wen am Mühlenberg Blenden?

Das hier immer solche Kommentare kommen, die keinem was bringen

14.02.2010
19:46
Krefeld kämpft um Müll
von geblendet | #3

Welcher IDIOT hat eigentlich die Strahler an den Baukränen ausgerichtet? War der besoffen?
Die blenden wie sau bis zum Mühlenberg!!!
Man kann nachts nicht mehr schlafen mit offenem Rollo!
Ging sonst immer!
Sollen die nicht eigentlich die Baustelle beleuchten?

14.02.2010
19:21
Krefeld kämpft um Müll
von Rumelnerin | #2

Mein Mitleid hält sich in Grenzen!

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