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Kampf der Discounter

10.04.2010 | 09:26 Uhr
Kampf der Discounter

Zu den zwei bekannten wie umstrittenen Discounter-Neuansiedlungen in Rheinhausen kommt jetzt ein drittes Bauprojekt hinzu. Der Netto-Markt an der Günterstraße plant einen kompletten Neubau seiner Filiale mit 830qm Verkaufsfläche und einem zusätzlichen Drogeriemarkt mit 450qm.

Die neuen Gebäude sollen nur noch über die Günter- und nicht mehr über die Friedrich-Alfred-Straße er­reichbar sein. Die Neubaupläne könnte man auch als Kampfansage gegen die Konkurrenz verstehen, die sich in Form einer Penny-Filiale in unmittelbarer Nachbarschaft an der Ecke Rheinstraße niederlassen will. Weniger Meter weiter gibt es bereits einen Aldi-Laden.

Dass sich die Supermärkte im Verdrängungswettbewerb befinden, zeigt auch das neue und viel diskutierte Einzelhandels- und Zentrenkonzept der Stadt. Demnach hat Rheinhausen im NahversorgungsBereich 145,6 Mio Euro Kaufkraft, die bestehenden Läden machen aber jetzt schon einen Jahresumsatz von 151 Mio Euro. Kommen weitere dazu, verschärft sich die Konkurrenz. In Rheinhausen gibt es 14 Discounter, neun Supermärkte, drei Groß-Supermärkte, vier Wochenmärkte sowie weitere Lebensmittel-Fachgeschäfte. Statistisch hat jeder Rheinhauser 0,38qm Supermarkt-Fläche für sich alleine, das ist mehr als der Bundesdurchschnitt.

Das dürfte die Kritiker der weiteren Discounter-Schwemme beflügeln, allen voran die CDU, die jeden weiteren Billig-Supermarkt ebenso vehement ablehnt wie die Kaufleute in Friemersheim und auch in Hochemmerich mit ihrem Sprecher Rudi Lisken. Er fordert an der Rheinstraße Sortimente, die in Rheinhausen fehlen. Auch da spielt ihm das Zentrenkonzept in die Karten. Denn demnach vermissen Kunden in Rheinhausen vor allem Angebote im Bereich Bekleidung, Hausrat und Unterhaltungselektronik.

Die ersten Weichen stellt die Bezirkspolitik auf ihrer Sitzung am kommenden Donnerstag (16 Uhr, Bezirksrathaus). Sie entscheidet nicht nur über das neue Konzept, sondern auch über den umstrittenen Bau der Penny-Filiale auf der Kaiserstraße in Friemersheim sowie über den Neubau des Netto-Marktes inklusive Drogeriemarkt.

Auf die Frage, wieviel Discounter ein Stadtteil braucht, gibt auch das Konzept eine Antwort, die den Kritikern wiederum Wind aus den Segeln nimmt: Die Experten empfehlen in Rheinhausen-Mitte und vor allem in Friemersheim die Nahversorung durch neue, modernisierte oder vergrößerte Supermärkte zu sichern.

Ingo Blazejewski

Kommentare
12.04.2010
22:07
Kampf der Discounter
von CaptainWillard | #10

#7 & #8

Kauft Euch einen Bischof(f)

Das ist nicht doppeldeutig - das ist vierfachdeutig.

P.S. Wer eine GEBAG-Hütte gekauft hat, der kann auch in...
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2010-04-10 09:26
West