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HarryLand in der Warteschleife

19.05.2009 | 19:00 Uhr
HarryLand in der Warteschleife

Ein Kölner will am kleinen Toeppersee sechs Millionen Euro in einen Freizeitpark samt Strandbad investieren. Er war der einzige Bewerber in dem Verfahren der Stadt, das Mitte Februar endete. Allerdings wartet er nach wie vor auf eine konkrete Reaktion aus dem Rathaus.

Eigentlich wollte Harry Keller gestern seinen 50. Geburtstag am Toeppersee feiern. In seinem neuen Abenteuerland, vielleicht auch an der schmucken Beachbar am Naturfreibad. So hatte er sich das zumindest noch Ende Februar gedacht. Doch die Party ist geplatzt. Denn so schnell wird nichts aus seinen großen Plänen. Harry Keller kommt aus Köln und will am kleinen Toepper stolze sechs Millionen Euro investieren. In einen Familienfreizeitpark, der gemessen an dem ehrgeizigen Konzept seines Gleichen sucht. Die Chancen dafür stehen eigentlich nicht schlecht. Denn bei der Ausschreibung für ein Naturstrandbad samt weiteren Freizeitanlagen war Keller der einzige Investor, der seinen Hut in den Ring geworfen hatte. Doch auf eine konkrete Reaktion aus dem Rathaus wartet er bis heute.

Harry Keller, Investor aus Köln.

Dabei war es die Stadt selbst, die Druck gemacht hatte. Als Ausgleich für die Schließung des Wellenbads, die den Unmut vieler Rheinhauser und letztlich einen Bürgerentscheid nach sich zog, hatte die Stadt plötzlich eine Machbarkeitsstudie des Regionalverbandes Ruhr aus dem Hut gezaubert. Demnach sollte ein solches Naturfreibad an der Tegge schnell umsetzbar sein. Es folgten die üblichen Verzögerungen, zum Jahreswechsel hatte es Duisburg-Sport schließlich geschafft, ein so genanntes „Interessenbekundungsverfahren” in die Wege zu leiten. Eine der Anforderungen an Investoren: Sie sollten Konzepte einreichen, nach denen das Strandbad bereits im Juni öffnen könnte. Das Verfahren endete am 18. Februar. Einziger Interessent: Harry Keller aus Köln und sein Familien-, Spiel-, Sport- und Abenteuerpark namens „HarryLand”.

Stadt: Offene Fragen zur Wirtschaftlichkeit

„Da ich der einzige Bewerber war, hatte ich mir schon erhofft, dass alles deutlich zügiger geht”. Vor allem bedauert Keller, dass er sein Konzept bisher noch nicht einmal persönlich vorstellen konnte – weder der Politik, weder der Öffentlichkeit, noch Duisburg-Sport.

„Wir sind noch immer im laufenden Verfahren”, sagte Stadtsprecher Frank Kopatschek. „Es gibt noch Nachfragen zum wirtschaftlichen Konzept, die Anfang nächster Woche in einem Gespräch geklärt werden sollen”.

Für den Investor drängt die Zeit. „Selbst wenn ich im März 2010 den Park eröffnen will, muss ich dieses Jahr anfangen zu bauen”, sagt Keller. Lieferanten und Hersteller stünden in den Startlöchern.

Beachclub, Skateranlage, Gocart-Bahn, 200 Spielgeräte und ein Wolkenschloss

Modellzeichnung der Skater-Arena

Auf dem sechs Hektar großen Gelände sollen neben dem Strandbad und einem Beachclub diverse Themeninseln entstehen. Die Palette reicht von Kletter- und Hüpfburgen über Skaterarena und Gocart-Bahn bis zu Großspielgeräten wie einem Wolkenschloss, in dem sich 200 Kinder gleichzeitig aufhalten können. „Für jedes Alter soll etwas dabei sein, die Bewegung steht immer im Vordergrund. Die meisten Freizeitparks sind ab 14 Jahren uninteressant”, sagt Keller.

Insgesamt 200 Spielgeräte will er installieren, dazu eine Gastronomie mit „gesundem Essen zu Kantinenpreisen”. In weiteren Bauabschnitten plant er eine Indooranlage und eine Sauna-Landschaft für Erwachsene, während sich die Kinder unter Betreuung austoben können. Laut Keller soll der Eintritt „sozial verträglich” zwischen acht und zehn Euro liegen. „Phantasialand oder Movieworld, die sind doch unbezahlbar. Da ist eine Familie schon am Eingang 100 Euro los.” Mit monatlich bis zu 14 000 Besuchern zwischen März und Oktober rechnet Keller im ersten Jahr, später sollen es laut Businessplan bis zu 28 000 sein. In den Spitzenzeiten will der Kölner bis zu 50 Mitarbeiter gleichzeitig auf der Anlage beschäftigen.

"Das passt eins zu eins"

Auch einen Wasserspielplatz plant der Kölner.

Zufahrt und Parkplätze hält er für ausreichend. „Gerade wegen der Infrastruktur ist unsere Wahl auf Rheinhausen gefallen. Ich habe mein Konzept in 15 Städten in NRW vorgestellt. Die waren zwar begeistert, aber die Standorte waren nicht so gut erschlossen wie am Toeppersee.”

Auch einem Protest von Anwohnern will er frühzeitig den Wind aus den Segeln nehmen. Sie bräuchten keine Partys bis in die Nacht zu fürchten, der Park sei für Familien ausgelegt. „Um 21 Uhr ist Schluss.” Wenn an Ferientagen der Besucherstrom besonders groß sein sollte, dann will er eine Fläche in der Nähe als Parkplatz anmieten und einen Pendelbus organisieren. „Bei der Fläche bin ich auf die Hilfe der Stadt angewiesen. Aber wenn man so ein Projekt will, dann gibt es doch für alles Lösungen”, sagt Keller. Im Übrigen decke sich sein Konzept mit der Machbarkeitsstudie. „Das passt eins zu eins.”

Ingo Blazejewski

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Kommentare
30.05.2009
21:38
HarryLand in der Warteschleife
von huhans | #34

Ich finde das gut!!

26.05.2009
09:01
HarryLand in der Warteschleife
von Rheinhausenerin | #33

Wer braucht denn sowas?

25.05.2009
09:20
HarryLand in der Warteschleife
von Hans Rainers | #32

Schade das du nicht der Investor bist, dann dürftest du gerne deinen Bogen machen :-) Ich will meine Ruhe behalten. Mit Wasserskianlage und dem Wellenbad was die SPD verkackt hat sind wir schon gut genug aufgestellt. Und Freibad Kruppsee haben wir auch noch. Biergärten haben wir das Fährhaus, das Stellwerk Hof was endlich wieder auf hat, den alten Dorfkern in Friemersheim, Wasserskianlage, Schröders etc... Das reicht doch wohl oder? Da brauch man kein Superduperübertrieben Harryschrott...

24.05.2009
20:30
HarryLand in der Warteschleife
von Politbeobachter | #31

Die Kommentare zeigen in der Mehrzahl, dass das eigentliche Problem in Rheinhausen der Rheinhauser selbst ist. Hat er nix, meckert er. Soll er etwas Attraktives bekommen, meckert er auch. Getreu dem Motto: Wascht mich, aber macht mir den Pelz nicht nass. Wäre ich der Investor in dieser Sache, ich würde einen großen Bogen um diesen Stadtbezirk voller Reichsbedenkenträger schlagen, nachdem ich die Einträge in diesem Forum gelesen habe.

24.05.2009
13:47
HarryLand in der Warteschleife
von Firmenzerstörer | #30

Die Anlage soll so bleiben, wie sie ist, der König reicht da

24.05.2009
01:52
HarryLand in der Warteschleife
von R Malter | #29

Der König muss klagen!

24.05.2009
01:46
HarryLand in der Warteschleife
von Fred Feuerstein | #28

Bei den schlechten Zufahrtswegen? Das ist ein Armutszeugniss für die Stadt Duisburg. Das da nicht mal jemand was unternimmt

23.05.2009
20:53
HarryLand in der Warteschleife
von Schwanzuslongus | #27

@26 so lange die Gastronomie über das Stellwerk Hof läuft, wäre es egal, da könnte so was zum Kruppsee kommen, der Parkplatz wäre dann an der Gärtnerei oder? gegen Gebühr natürlich

23.05.2009
18:33
HarryLand in der Warteschleife
von Jan der Heizungsdieb | #26

Kommt ins Janland. Wir bauen das Janland direkt am Kruppsee. Bier gibts dann genug

22.05.2009
23:05
HarryLand in der Warteschleife
von Jürgen Ortmann | #25

Die Idee ist super, so was sollte wirklich gebaut werden aber nicht am Töpper, so was sollte zum Lohheider See oder in Kamp-Lintfort neben der A 57 gebaut werden, da wird niemend genervt und es ist gut erreichbar

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