Grundsolide und erfolgreich
17.07.2008 | 17:53 Uhr 2008-07-17T17:53:00+0200Die Genossenschaft Rheinpreußen-Siedlung macht kaum Gewinn. Aber um die Zukunft ist ihr nicht bange.
Das Erfolgsmodell Rheinpreußen-Siedlung bleibt auf Kurs: Die 216 in den 70-ern vor dem Abriss geretteten Hochheider Zechenhäuschen sind seit 1985 vollständig vermietet, für frei werdende Wohnungen gibt es eine lange Warteliste, und die dafür zuständige Genossenschaft ist finanziell gesund. Das alles offenbart der Geschäftsbericht für das vergangene Jahr. 403 Wohnungen gehören zur „Wohnungsgenossenschaft Rheinpreußen-Siedlung”. In ganzen zehn davon wechselte im abgelaufenen Geschäftsjahr der Mieter - und zwei dieser Umzüge fanden eigentlich nur auf dem Papier statt: Das Mietverhältnis ging von den ursprünglichen Mietern auf deren inzwischen erwachsene Kinder über, die mit ihrer eigenen Familie die Wohnung der Eltern übernahmen.„Das kommt häufig vor und ist durchaus gewollt”, erzählt die Geschäftsführerin der Genossenschaft, Brigitte Fath. „Immerhin ist das hier eine gewachsene, funktionierende Nachbarschaft.” Deren Möglichkeiten aber auch ihre Grenze haben: „Dass Wohnungen wegen Mietrückstand zwangsgeräumt werden, weil Schicksalsschläge den Mieter aus der Bahn geworfen haben, kommt leider auch immer wieder vor. Wir bieten in solchen Fällen als Genossenschaft auch Hilfe an, aber das klappt nicht immer.” Die zwei Fälle von 2007 seien allerdings ein trauriger Ausreißer: „Normalerweise gibt es so etwas alle zwei Jahre.” Wohnungsleerstand hat es in den 23 Jahren, die die Genossenschaft besteht, höchstens für die Dauer der Rennovierung gegeben. Fehlende Anschlussvermietung: seit der Gründung Fehlanzeige. Die Häuschen mit Garten im Schatten der „Weißen Riesen” sind begehrt. Ende 2007 standen über 100 Bewerber auf der Warteliste für einen Wohnsitz im Industriekultur-Denkmal.
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Die Genossenschaft ist eines der Hihlights im Duisburger Westen und wird von Duisburgs Politikern zu wenig beachtet und geehrt.