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Kohlekraftwerk

Belastung bleibt trotz Zugeständnissen

08.01.2009 | 17:40 Uhr

Die Kritiker-Phalanx bleibt bei ihrer Forderung für eine Gasanlage und kündigt „massenhafte Einwände” an.

Trotz der Zusage von Trianel und Bayer, die Bedingungen der Krefelder Politik für den Bau des Kohlekraftwerks zu erfüllen, lehnen die Umweltinitiativen den Bau der Anlage weiterhin ab. Die Phalanx aus lokalen Umweltvereinen, Naturschutzverbänden und Bürgerinitiativen nennt dafür mehrere Gründe. Sie fordern ein höchstens halb so großes Gaskraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung, etwas anderes sei den Anwohnern und der Umwelt nicht zuzumuten.

Der Bau eines Kohlekraftwerks würde einen „Rückfall in überkommene Formen der Energie-Umwandlung” bedeuten und den „Kampf gegen den Klimawandel über Jahrzehnte hinweg erheblich schwächen”, schreiben die Kritiker in einer gemeinsamen Erklärung.

Trotz der neuen Zugeständnisse bleibe die zusätzliche Belastung weiter bestehen. Der heutige Ausstoß von Kohlendioxid in Krefeld würde sich durch die 820-Megawatt-Anlage nahezu verdoppeln. Neben den 4,3 Millionen Tonnen CO2 verursache ein Kohlekraftwerk in der geplanten Form zudem 400 Tonnen Feinstaub im Jahr. Ein Gaskraftwerk dagegen würde im Vergleich nur ein Viertel Kohlendioxid und überhaupt keinen Feinstaub verursachen.

Steinkohle sei zudem nach der Braunkohle der schmutzigste Brennstoff, durch den Transport entstünden weitere klimaschädigende Abgase, krisitisieren die Verbände. Sie halten das Kraftwerk für „völlig überdimensioniert”, durch seine lange Laufzeit von mehr als 40 Jahren würde der Aufbau von umweltschonenden Energieformen behindert.

Die Rheinhauser Bürgerinitiative „Saubere Luft” trifft sich heute (19 Uhr, Firma Bohres, Moerser Straße 34) das erste Mal im neuen Jahr und berät über die neue Situation im Krefelder Stadtrat. „Nach den zustimmenden Signalen der CDU müssen wir uns hier in Rheinhausen darauf einstellen, dass es schon sehr bald zur Offenlegung der Antragsunterlagen der Firma Trianel kommen wird”, sagte der Vorsitzende Norbert Bömer im Vorfeld und kündigt „massenhafte Einwände” gegen die Anträge an. (ib)

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Kommentare
10.01.2009
22:33
Belastung bleibt trotz Zugeständnissen
von jojo2008 | #2

Zu Peter 133
Solche Kommentare tragen nun überhaupt nichts zur Diskussion bei. Hat der Peter irgendwas Sachliches auf der Pfanne? Na, dann raus damit!
Und: Wie verträgt sich solche (anonyme) Schmäh mit den Statuten der Online-Redaktion?
Harald Jochums / Architekt / Duisburg-Rheinhausen

09.01.2009
19:00
Blockierter Kommentar.
von daniel.otto | #1

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