Ärger um neuen Schimanski-Film
21.02.2008 | 18:39 Uhr 2008-02-21T18:39:00+0100
Rheinhauser befürchten Imageschaden des Stadtteils durch die Handlung der neuesten Krimi-Folge. Der WDR beschwichtigt.
Der neue „Schimanski”-Krimi mit Hauptdarsteller Götz George spielt in Rheinhausen. Seit dieser Woche wird in Köln gedreht, im März werden die Kameras in Duisburg zweitgrößtem Stadtteil aufgebaut. Doch kein Jubel, vielmehr ein eher Aufschrei ging durch Rheinhausen, als der WDR die Handlung des Fernsehfilms bekannt gegeben hatte. Stein des Anstoßes sind die Formulierungen „eine ehemalige Bergmanns-Siedlung unweit ... Duisburg” und Rheinhausen als ein „vom Niedergang bedrohter Ort”.
Solche Aussagen würden dem Image des Stadtteils schaden und vor allem im Gegensatz zu den Fakten stehen, wettern Bezirkspolitiker und schreiben Protestbriefe an den Westdeutschen Rundfunk in Köln. Dort hieß es gestern, es handele sich um ein „Missverständnis”. Der fiktive Film spiele im modernen Duisburg, Thema sei der Strukturwandel. Nur in kurzen Rückblicken werde mit Archivmaterial auf den Arbeiterkampf gegen die Krupp-Schließung und dem Wegfall tausender Jobs Bezug genommen. „Wir wollen keineswegs alte Wunden aufreißen”, sagte WDR-Sprecherin Barbara Feiereis gestern und entschuldigte sich für „unglückliche” Formulierungen.
09:31
Ich verstehe die Aufregung nicht...HALLO???das war ein Krimi...es verzichtet doch auch keiner auf die New York-Reise, nur weil in irgendeinem Spielfilm schlimme Ecken gezeigt werden...und glaubt wirklich einer, dass sich irgendein Wirtschaftsboss einen Krimi anschaut, um einen geeigneten Standort für seine Investitionen zu finden?? Wer das glaubt, der hält auch den Marienhof für eine Doku-Soap....
19:57
Rheinhausener,
ich bin oft in der Bezirksvertretung Rheinhausen.Es ist in ganz Duisburg nirgendswo so preiswert,ja völlig umsonst,politische Inkompetenz so zu erleben wie bei Euch
22:51
@Politikverdrossene
Rheinhausen erinnert mich oft an das berühmte Dorf in Gallien. Haben denn die Duisburger genauso viel Angst vor den Rheinhausern, wie die Römer vor den Galliern?
Dann noch eine Frage, bist du oft bei der Bezirksvertretungssitzung in Rheinhausen?
22:22
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21:38
Arme kleine Stadt. Bin zu Tränen gerührt. Zu Tränen vor Lachen.
http://www.ruhrbarone.de/?p=308
20:19
Rheinhausen erinnert mich oft an das berühmte Dorf in Gallien. Die Geschlossenheit in diesem Stadtteil von Duisburg ist bemwerkenswert. Ihre Vertreter wie Vüllings, Leiße, Kartoffel-Wer? und der Vorratsinterlektuelle der CDU sind sich im ungeordneten Widerstand gegen Duisburg einig.Aber letztendlich waren auch die Gallier abhängig von den Römern so wie Rheinhausen von Duisburg.Deshalb benehmt Euch endlich anständig, stellt Euch brav in die Reihe der Stadtteile und zeigt der Gesamtstadt, das auch Rheinhausen beim Zusammenkratzen rudimentärer Intelligenzen Spenden aus Duisburg verdient.
18:24
Komisch ist, dass kein Name bei Politiker steht, der unheimliche Herr Vüllings wars mal wieder. Ich habe doch schon mal hier geschrieben Nehmt ihn einfach nicht für voll.
15:42
Meine Güte, es ist doch nur ein Film! Die Herrschaften, die sich über die angebliche Negativdarstellung Rheinhausens beklagen, sind genauso realtätsfremd und hysterisch wie gewisse türkische Hetzmedien, die jeden Pups aufbauschen und eine Staatsaffäre daraus machen. Und ehrlich gesagt: Auch die Glanz-und-Gloria-Projekte in Duisburg können nicht darüber hinwegtäuschen, daß diese Stadt eine Prekariatshochburg ist. Dies filmisch umzusetzen und damit anzuprangern, ist sogar ein Muß!
11:51
Von der NRZ habe ich nichts anderes erwartet. Schimanski oder, besser gesagt, Götz George, macht doch Werbung für das Blatt. Da muss man halt dem WDR nach dem Maul schreiben...
11:21
Die letzten drei Kommentare können nur von Leuten stammen, die noch nie einen Fuss in diesen Stadtbezirk gesetzt haben.
Der Niedergang Rheinhausens hat doch erst eingesetzt, nachdem in den 70igern die großspurigen Duisburger ein Auge auf diese Stadt geworfen haben, um sich deren Gewerbesteueraufkommen zu sichern. Leider hat Krupp der Stadt Duisburg aber einen Strich durch die Rechnung gemacht. So wird jetzt einfach kein Geld mehr in den Stadtbezirk gepumpt, sondern lieber alles in Vorzeigeprojekte a la Innenhafen gesteckt. Ohne Duisburg ginge es Rheinhausen wesentlich besser! Dies gilt auch für den ganzen Westen von Neu-Duisburg.
Wer ehrlich ist, der gibt auch zu, dass ausser in der Innenstadt von Duisburg in keinem Stadtbezirk wirklich was passiert, sei es Hamborn / Marxloh / Großenbaum oder sonstwo.