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Stadtentwicklung

Privatschule: Für Ungelsheim kein Gewinn

22.07.2010 | 19:22 Uhr
Privatschule: Für Ungelsheim kein Gewinn
Soll in Erbpacht an die St.-George-School vermietet werden: die ehemalige Hauptschule Am Neuen Angerbach. Bild: Udo Milbret/WAZ-FotoPool

Ungelsheim. Der Bürgerverein fordert die Stadt Duisburg auf, durch ein unabhängiges Gutachten den Nachweis zu führen, dass auch der Ortsteil selbst vom Umzug der privaten englischsprachigen St.-Ge­orge-School von Wanheimer­ort an die Nordhäuser Straße profitiert.

Wie Vorsitzender Stefan Lindner mitteilt, habe man zwar in Gesprächen mit der Schule die Bereitschaft zum offenen Dialog feststellen können. „Dennoch kam dabei klar zum Ausdruck, dass es der Schule in vorderster Linie um ihr Unternehmen geht und nicht um die Umgebung“, so Lindner.

Diese Aspekte hätten aber von der Stadt berücksichtigt werden müssen. Die aber hat Lindner immerhin bestätigt, dass der Rat der Stadt für das Schulgelände am 5. Juli die Be­stellung des Erbbaurechts be­schlossen hat. Lindner räumt ein, dass der Bürgerverein mit seinen Versuchen gescheitert ist, Un­gelsheimer Interessen vor dieser Entscheidung zur Geltung zu bringen. „Scheinbar konzeptlos“ habe die Verwaltung ihre „Machenschaften“ dabei durchgesetzt, schreibt er.

Es sei aber weiterhin legitim, für Ungelsheim eine Planung zu fordern, die dem Ort selbst auch Nutzen bringt. Das sei bei der Privatschule nicht zu erkennen. Insofern wundert sich Lindner darüber, wie Paul Moses, früherer Ungelsheimer und ehemaliger Sprecher vom „Umweltforum“, zu genau ge­genteiligen Einschätzungen kommt.

Bislang sei die Grundschule von Bürgern aus dem Ort ge­nutzt worden, so Lindner. „Mit der Privatschule wird der größte Teil morgens und nachmittags per Auto über den Heidberg nach Ungelsheim hinein- und wieder hinausgefahren werden.“ Insgesamt 700 Kinder würden dort unterrichtet. Bei einem Einzugsgebiet der Schule bis nach Essen, Oberhausen, Krefeld und Dins­laken sei schwer vorstellbar, dass diese Familien „durch die Verlagerung auf einmal alle hierhin ziehen wollen.“ Das gebe der örtliche Wohnungsmarkt, dessen überwiegende Mietwohnungen zu 90 % zwischen 40 und 60 Qua­dratmeter groß seien, auch gar nicht her. Eltern, die für ihre Kinder jährlich bis zu 10 000 Euro Schulgeld bezahlen würden, würden dort niemals einziehen.

Wenn die Schule einmal da sei, könnten Moses’ Behauptungen nie mehr widerlegt wer­den, so Lindner. Dass die Privatschule für ganz Duisburg ein Gewinn sei, räumt er ein - nur für Ungelsheim eben nicht.

Martin Kleinwächter

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Kommentare
16.10.2010
23:00
Privatschule: Für Ungelsheim kein Gewinn
von pro Ungelsheim | #2

@ pro st georges: Ihr Kommentar ist unsachlich und enthält nur diffamierende Behauptungen. Der Wegbruch der Schulen ist ein erheblicher infrastruktureller Einbruch und nicht mit einer Privatschule auszugleichen. Dazu kommt die ungenügende Nahversorgung, die äußerst problematisch ist. Es gebührt dem Bürgerverein viel Respekt sich solch schweren Rahmenbedindungen zu stellen. Wenn Sie wirklich Ungelsheimer sind, ist traurig, dass Sie anscheinend die ernste Lage nicht erkennen. Es gilt jetzt offen Aufeinander zugehen, Akteure zu gewinnen und gemeinsame Ziele und durchführbare Maßnahem zu beschließen, um den Stadtteil zu retten. Denn wenn sich nichts tut, ist es eine Frage der Zeit, bis die übrigen Versorgungseinrichtungen wegbrechen.

23.07.2010
22:41
Privatschule: Für Ungelsheim kein Gewinn
von pro st georges | #1

Hallo aber auch lieber Herr Lindner! Zunächst mal die Klarstellung, daß Sie und Ihr Verein nicht für die Meinung der Ungelsheimer Bürger stehen, sondern nur für eine kleine Klientel, die ihre eigenen Interessen verfolgt! Und dann machen Sie uns doch mal klar, welcher Investor denn das Schulgelände für mehrere hunderttausend EURO baureif machen soll, für was auch immer. Eigenheimbau in Ungelsheim!?! Die Lachnummer und am Grünen Hang dank Ihrer heissgeliebten Rheinwohnungsbau ein Trauerspiel zu dem Sie nicht einmal Stellung beziehen!
Und das Grundstück gehört der Stadt und nicht ihrem Bürgerverein über den man trefflich streiten könnte! Und die Stadt hat erst recht kein Geld für solche Spirenzchen. Wir wohnen seit 45 Jahren in Ungelsheim unweit des Schulgeländes. Für uns war dort immer Schule und kann und soll dieses gerne auch so bleiben. Die Kinder, die wir künftig dort antreffen, werden sicherlich ein anderes Niveau haben wie die bisherigen! Was würde denn bei einem Supermarkt denn dort an Verkehr auftreten!? Da werden aus einer linken politischen Ecke Unwahrheiten verbreitet und unnötig Öl ins Feuer geschüttet! Antworten hat Ihr Bürgerverein nicht eine! Nur unerfüllbare Forderungen! Stampfen Sie doch bitte diesen einseitig orientierten Verein so schnell wie möglich ein.

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