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Sparmaßnahmen

Sparhammer wird richtig heftig

04.12.2009 | 17:30 Uhr

Bei der Stadt gibt es drastische Überlegungen zum Sparen: Die Auflösung der Musikschule, Zuschuss-Kürzungen bei Volkshochschule, Theater und Philharmonie werden in Erwägung gezogen.

Die Duisburger müssen sich spätestens ab dem Jahr 2011 auf drastische Sparmaßnahmen einstellen. Nach und nach kommen weitere Details zu den Sparvorschlägen heraus, die OB Adolf Sauerland und seine sechs Dezernenten zusammengestellt haben und derzeit überprüfen. Besonders betroffen ist der Kultur- und Jugendbereich von Dezernent Karl Janssen.

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Sparmaßnahmen

Millionen-Loch im Etat

Bereits gestern berichtet die NRZ, dass wegen des Fehlbetrages im städtischen Hauhalt 2010 das beliebte Stadtfest möglicherweise gekippt wird und die Stadtbibliothek jährlich eine Million Euro weniger erhalten soll.

Im Haushalt für das kommende Jahr sollen 300 Millionen Euro fehlen, etwa 150 Millionen Euro sollen durch Sparmaßnahmen ausgeglichen werden.

Richtig hart kann es die Musikschule treffen: Nach Informationen der NRZ ist für die kommenden Jahre die Auflösung der Einrichtung geplant. Verwaltungsintern soll geprüft werden, wie und in welchem Zeitraum die Abwicklung der Musikschule bewerkstelligt werden kann. Für das Unterrichtsmaterial der Musikschule gibt es bereits eine Lösung: Instrumente und Lehrbücher könnten den Schulen überlassen werden. Obwohl die Auflösung schon konkret angedacht wird, sollen die Besucher noch einmal zur Kasse gebeten werden. Wie die NRZ erfahren hat, sollen 2011 die Gebühren erhöht werden, so dass 300 000 Euro zusätzlich eingenommen werden.

Weitere Sparmaßnahmen, die unmittelbare Auswirkungen auf die Bevölkerung haben, werden überprüft:

Volkshochschule: Kürzung der Zuschüsse um jährlich 150 000 Euro. Ab 2011 könnte hier auch der zweite Bildungsweg wegfallen.

Schauspiel: Kürzung des städtischen Zuschusses, gleichzeitig Erhöhung der Eintrittspreise um 20 Prozent im Jahr 2011, um 30 Prozent in 2012, um 40 Prozent in 2013.

Duisburger Philharmoniker: Erhöhung der Eintrittspreise wie beim Schauspiel. Außerdem Bezahlung der Philharmoniker nicht mehr nach Musikertarif sondern nach Tarif des öffentlichen Dienstes.

Cubus Kunsthalle: Kein Zuschuss mehr ab 2011.

Komma-Theater: 2011 und 2012 nur noch 25 000 Euro Zuschuss, ab 2013 gar kein Zuschuss mehr.

Hundertmeister: 2011 und 2012 nur noch 50 000 Euro Zuschuss, ab 2013 Einstellung der Förderung.

Deutsche Oper: Ab 2013 sollen jährlich 2,5 Millionen Euro eingespart werden. Wie, soll noch erarbeitet werden.

Die Stadt wollte sich am Donnerstag zu den internen Spar-Überlegungen nicht äußern. „Wenn der Stadtrat am Montag den Sitzungsplan für das kommende Jahr beschließt, werden der Haushalt und das Haushaltssicherungskonzept mit allen Maßnahmen am 25. Januar in die Ratssitzung eingebracht”, hieß es aus dem Rathaus. Dann muss die Politik beraten – und letztlich auch entscheiden.

Götz MIDDELDORF

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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