OB-Wahl in Duisburg - So haben die Bürger gewählt
17.06.2012 | 19:29 Uhr 2012-06-17T19:29:24+0200
Duisburg. Die Duisburger müssen noch einmal ins Wahllokal, um ihren neuen Oberbürgermeister zu wählen. SPD-Kandidat Sören Link siegte zwar haushoch, kam aber nicht über 50 Prozent. Er tritt am 1. Juli gegen Benno Lensdorf an. Wie die Wähler in den Stadtbezirken für die 13 Kandidaten gestimmt haben.
365.492 Duisburger waren am Sonntag aufgerufen, den Nachfolger des abgewählten Oberbürgermeisters Adolf Sauerland zu wählen. 13 Kandidaten haben sich von ihren Parteien oder als Einzelbewerber aufstellen lassen. SPD-Bewerber Sören Link holte zwar mehr als 48 Prozent der Stimmen, lag damit aber unter der magischen Grenze von 50 Prozent. Das bedeutet, dass die Duisburger am 1. Juli noch einmal ins Wahllokal müssen. Bei der Stichwahl stehen dann die beiden Erstplatzierten auf dem Wahlzettel: Sören Link (SPD) und Benno Lensdorf (CDU).
Von ihrem Wahlrecht haben am Sonntag unterm Strich nur wenige Duisburger Gebrauch gemacht. Noch nicht einmal 33 Prozent gaben per Brief oder in einem der 357 Wahllokale der Stadt ihre Stimme ab. Damit war die Wahlbeteiligung im Vergleich zur Kommunalwahl 2009 noch einmal um fast 13 Prozent geringer. 119.980 Bürger (32,84 Prozent) haben den Wahlzettel ausgefüllt, davon waren noch einmal 1059 Stimmen ungültig (0,88 Prozent). Zum Vergleich: Adolf Sauerland hatten im Februar mehr abgewählt (129.626) als am 17. Juni überhaupt zur Urne gegangen sind. Das ist die niedrigste Wahlbeteiligung in Duisburg seit der kommunalen Neuordnung 1975.
Bei der Wahl zum neuen Duisburger Oberbürgermeister hat keiner der Kandidaten die erforderliche absolute Mehrheit erreicht. Der favorisierte SPD-Kandidat Sören Link scheiterte knapp an der 50-Prozent-Hürde. Am 1. Juli haben die Duisburger nun die Wahl zwischen ihm und CDU-Kandidat Benno Lensdorf.
Das beste Ergebnis hat Sören Link übrigens in Walsum geholt: 62,08 Prozent. Kein Wunder: Der gebürtige Hamborner lebt mit seiner Partnerin Sonja Bartsch in Walsum, den Walhkreis Duisburg-Nord gewann er bei den Landtagswahlen 2005 und 2010 mit deutlichem Vorsprung. Nach seinem Einzug in den Düsseldorfer Landtag war er der jüngste Abgeordnete dort. Am schlechtesten schnitt der 35-Jährige bei der OB-Wahl im Bezirk Mitte ab: Dort votierten "nur" 41,74 Prozent der Wähler für ihn. Zum Porträt Ein Link für Duisburg .
Verluste der CDU stadtweit bei 23,51 Prozent
Stadtweit hat die CDU im Vergleich zur Kommunalwahl 2009, 23,51 Prozent der Stimmen verloren. Damals wurde Amtsinhaber Adolf Sauerland mit 44,7 Prozent für weitere sechs Jahre als OB gewählt. Sein Kontrahent Jürgen C. Brandt (SPD) holte bei der Wahl am 30. August 2009 38,2 Prozent der Stimmen. Die SPD konnte bei dieser Wahl 10,09 Prozent mehr Wähler auf ihre Seite ziehen als noch 2009. Zugewinne (+1,06%) verbuchten auch die Grünen, die Linke sammelte hingegen 3,42 Prozent weniger Stimmen ein, als noch 2009.
Über den Verlauf des Wahlabends im Duisburger Rathaus haben wir außerdem in einem Live-Ticker berichtet.
Wo die Kandidaten ihre Stimmen geholt haben:
| Kandidat | Gesamt-Ergebnis |
| Ergebnis nach Stadtbezirk | |||||
Hamborn | Homberg/Ruhrort/Baerl | Meiderich/Beeck | Mitte | Rheinhausen | Süd | Walsum | ||
| Sören Link (SPD) | 48,30 % | 57,25 % | 42,12 % | 55,94 % | 41,74 % | 48,87 % | 43,40 % | 62,08 % |
| Benno Lensdorf (CDU) | 21,12 % | 19,17 % | 25,19 % | 17,97 % | 21,88 % | 17,75 % | 25,93 % | 16,43 % |
| Ingrid Fitzek (Grüne) | 5,65 % | 3,64 % | 4,84 % | 3,51 % | 7,37 % | 5,82 % | 6,72 % | 3,92 % |
| Barbara Laakmann (Linke) | 2,17 % | 2,31 % | 1,89 % | 2,24 % | 2,61 % | 2,89 % | 1,30 % | 1,72 % |
| Rudolf Kley (Bürger Union/Freie Wähler) | 0,63 % | 0,50 % | 0,45 % | 1,82 % | 0,51 % | 0,45 % | 0,53 % | 0,40 % |
| Harald Lenders | 2,33 % | 1,41 % | 6,56 % | 1,81 % | 1,53 % | 3,46 % | 1,62 % | 1,63 % |
| Ahmet Peter Siegel | 0,49 % | 0,36 % | 0,66 % | 0,31 % | 0,60 % | 0,59 % | 0,44 % | 0,36 % |
| Rolf Karling | 0,72 % | 0,90 % | 0,69 % | 0,72 % | 0,53 % | 1,22 % | 0,53 % | 0,52 % |
| Michael Rubinstein | 11,58 % | 7,99 % | 10,50 % | 8,81 % | 15,84 % | 11,83 % | 11,95 % | 7,59 % |
| Sascha Miskov | 0,74 % | 0,49 % | 0,43 % | 0,55 % | 0,53 % | 0,67 % | 1,34 % | 0,86 % |
| Frank Koglin | 1,01 % | 0,80 % | 1,10 % | 0,77 % | 1,67 % | 0,90 % | 0,74 % | 0,57 % |
| Richard Wittsiepe (BI Neuanfang Duisburg) | 3,55 % | 3,38 % | 3,24 % | 3,02 % | 3,96 % | 3,87 % | 3,89 % | 2,27 % |
| Jörg Uckermann (pro NRW) | 1,72 % | 1,80 % | 2,34 % | 2,52 % | 1,24 % | 1,70 % | 1,61 % | 1,66 % |
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| Wahlbeteiligung: | 32,84 % | 25,42 % | 32,41 % | 25,38 % | 35,63 % | 34,17 % | 42,46 % | 29,44 % |

22:14
erst schreien alle der sauerland muss wech, dann is er wech, und es gehen noch nicht mal so viele zur neuwahl wie zur abwahl und jetzt auch noch stichwahl. man was müssen wir nen geld haben. da es ja eh niemanden interesiiert hätte sauerland auch bleiben köönen hätte uns viel geld gespart mit dem man sinnvolleres machen könnte.
20:09
Da strahlt das Genossenherz.
Erstens: Der gehasste OB wurde abgewählt
Zweitens: Wir suchen einen überparteilichen OB der die Gräben zwischen den Lagern schließt.
Akt Nr. 3: Wir bekommen einen Parteisoldaten der nichts geleistet und keine Erfahrung hat außer das er ein SPD Parteibuch hat.
Armes Duisburg - wieder nichts im Rathaus mit Überparteilich und für uns Duisburger Bürger. Dann mal zurück zur Vetternwirtschaft der Zieling Zeiten.
Ich kann für mich behaupten nicht stolz auf mein Duisburg zu sein.
13:06
Die verpasste Chance :(
Die SPD und die CDU werden versuchen die niedrige Wahlbeteiligung als Wahlmüdigkeit der Duisburger zu verkaufen und somit ihren "riesen" Sieg feiern.
Dagegen kann nur ein Zeichen gesetzt werden, wenn eben möglichst viele ungültig wählen. Also nochmal kurz zur Erklärung - eben zur Wahl gehen und beide Kandidaten ankreuzen.
Es ist die einzigste Möglichkeit hier nochmal ein Zeichen zu setzen das man mit dieser Wahl unzufrieden ist.
12:20
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10:42
Tja, so kenne ich dich!
Mein Duisburg!
Schade, ich hatte gehofft die Zeit wäre langsam reif, und die Duisburger hättens gemerkt.
Jetzt können wa uns dat Spielchen noch 6 Jahre anguckn!
Viel Spass!
Und nochmal herzlichen dank an die BIs, dessen Köpfe sich aufgeführt haben, als würden sie sich im Sandkasten um ein rotes Spielzeugauto streiten!
01:42
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Richtig das Ergebnis und die Beteiligung einfach nur zum Schämen. Die Duisburger hatten es in der Hand endlich dem Parteigekungel ein Ende zu machen. Diese Chance haben die Menschen hier vertan nun geht Duisburg weiter dem Bach runter. Jetzt sitzt im Hintergrund Jäger im Rathauis und der kleine Sören ist die ausführende Kraft nach Ansage.
23:48
Es bleibt nur die Wahl zwischen politischer Scheixx und Kaxxe!