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Mit dem Staubsauger ins kühle Nass

17.04.2010 | 11:00 Uhr
Mit dem Staubsauger ins kühle Nass

Auf den Tag haben Marcel Feldhaus und Rüdiger Di Bartolomeo lange gewartet: Dass ihr Tauchbecken endlich voll ist und dass sie erstmals den Kopf unter Wasser stecken können. Am heutigen Samstag ist es soweit.

Bereits um neun Uhr wollen sich die beiden in den sieben Millimeter dicken Neoprenanzug zwängen, und die erste genüssliche Runde durch ihre künstliche Unterwasserwelt drehen. Ein paar Gäste nehmen sie dann mit. Schließlich hat sich in der Tauchszene längst herumgesprochen, welche Attraktion in Meiderich in gut einjähriger Arbeit entstanden ist (wir berichteten). „Baustellentauchen“ nennt Di Bartolomeo das. Denn: Fertig ist die Anlage noch lange nicht.

Das 39 mal 60 Meter große Becken mit seinen 16 Millionen Litern inzwischen glasklaren Grundwassers ist zwar gefüllt, aber es gibt ein Leck. „Irgendwo im Zulauf“, vermuten die beiden Wasserfreunde. „Wahrscheinlich ist ein Absperrventil undicht, wodurch das Wasser durch den hohen Druck zurückgedrängt wird.“ Große Mengen sind es nicht, die da verschwinden, aber: Das Duo will ja nicht ständig die Pumpen anwerfen, um Wassernachschub zu bekommen. Deshalb soll der Zulauf zugeschweißt werden.

Und dann müssen die Aufenthalts- und Umkleideräume, die Toiletten und alle weiteren öffentlichen Bereiche hergerichtet werden, und zwar so, dass sie den behördlichen Auflagen genügen. Deshalb kann der Tauchbetrieb auch noch nicht starten.

Aber die Neugier treibt die beiden und ihre vielen Helfer, die sich ein Jahr lang nach der Arbeit krumm gemacht haben, um den Traum vom eigenen Tauchcenter verwirklichen zu können. Jede freie Minute haben Feldhaus und Di Bartolomeo mit ihren Familien und Freunden geopfert.

Die Mühe hat sich gelohnt: Beim Tag der Offenen Tür am letzten Märzwochenende schauten sich mehrere Hundert Menschen in den damals noch trockenen Räumen um, staunten und erlebten, wie die Schleusen aufgedreht wurden. „Das ist schon ein tolles Gefühl, endlich das Ergebnis seiner Arbeit sehen zu können“, so die Beiden.

Gregor Herberhold



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