Neuer Dienstmercedes bringt Duisburgs GfB-Chef in Kritik
19.12.2009 | 11:00 Uhr 2009-12-19T11:00:00+0100Duisburg. Der ehrenamtliche Chef der städtischen Beschäftigungsgesellschaft GfB, Ralf Hörsken, ist in die Kritik geraten. Während die Mitarbeiter der städtischen Beschäftigungsgesellschaft GfB nicht die volle Jahresprämie erhalten, bekommt ihr Chef ein edles Büro und einen teuren Dienstwagen.
Es nennt sich „Plünderfest” mit „vielen Überraschungen für Kinder”, was die städtische Beschäftigungsgesellschaft GfB da jetzt, frei nach Astrid Lindgren, zum erstenmal in der City gefeiert hat. Doch die echten Überraschungen kurz vor Weihnachten – weniger für Kinder und auch nicht aus dem Märchenbuch von Astrid Lindgren – haben die Gesellschafter der GfB, in trauer Runde, zwei Tage zuvor aus dem Sack geholt.
250 statt 500 Euro "Anerkennung" für die Mitarbeiter
Die ca. 130 Beschäftigten der städtischen Gesellschaft für Beschäftigungsförderung (GfB) bekommen für das zurückliegenden Jahr nicht, wie vom Aufsichtsrat vorgeschlagen, eine Sonder-Anerkennungsprämie von 500 Euro, sondern nur die Hälfte, nämlich 250 Euro brutto ausgezahlt. Dafür bekommt aber der ehrenamtlich agierende Geschäftsführer der GfB, Ralf Hörsken, einen schmucken Dienstwagen der Mercedes-Oberklasse spendiert. Zum Vergleich: Der hauptamtliche Chef der städtischen Firma fährt eine Klasse bescheidener, einen Audi A4.
Haupt-Gesellschafter der städtischen Beschäftigungsfirma, die im vergangenen Jahr ihr 10-Jähriges Bestehen feierte, ist bekanntlich die Stadt Duisburg, die mit dieser sozialen Unternehmung derzeit rund 3000 Menschen in eine überbetriebliche Ausbildung, in berufliche Weiterbildung wie auch in den ersten Arbeitsmarkt (zurück-)bringt. Daneben stehen die IHK wie auch die Kreishandwerkerschaft als Minderheitsgesellschafter.
Edles Büro für den Chef
Somit bestimmt die Stadt, in Person von OB Adolf Sauerland, über den Jahresabschluss und den Wirtschaftssplan der GfB. Und überraschenderweise auch über einen Dienstwagen für Hörsken. Wer aber ist Ralf Hörsken? Er ist seit Februar 2008 der Geschäftsführer der städtischen Bildungs-Holding, wo der mit der vergleichbaren Gehaltsstufe B2 ausgesprochen gut dotierte städtische Angestellte seitdem nicht weiter durch bildungspolitische Großtaten aufgefallen wäre. Seit August 2008 ist er zudem ehrenamtlicher Geschäftsführer der GfB. Zum Jahresanfang überraschte Hörsken, kein Jahr in städtischen Diensten, mit seiner CDU-Kandidatur für das Bürgermeisteramt von Wesel. Nachdem die Bürger von Wesel anders entschieden haben, ist der Doppel-Geschäftsführer auf seine Arbeit in Duisburg zurückgeworfen.
Hier indes zeigt Hörsken nicht nur in der Auswahl von Dienstwagen, die es vorher nicht gab, Geschmack. Auch das Büro für den Chef der Bildungs-Holdings wurde veredelt: Seit Mai residiert Hörsken mit einem Teil seiner Stabsstelle nicht mehr in der bescheidenen Memelstraße, sondern in der 17. und 18. Etage des Hoist-Hauses am Hauptbahnhof. Jährliche Zusatzkosten für die Stadt: Ein sechsstelliger Betrag.

12:07
Schützt uns etwa Wachtmeister Dimpfelmoser?
.Wer spielt in dieser Geschichte den Petrosilius Zwackelmann? Ein SpitzenB2Mann, der auf einmal so schweigsam ist?
Vielleicht sollten wir jede Nacht die Kiste mit der Aufschrift Vorsicht Gold aufstellen!
In Großmutters Heimatstadt regiert ein König, dem die Sparopfer egal sind und die er schutzlos allein lässt.
12:46
Zitat:
Jetzt schon 104 Leserbriefe und kein einziges Wort dieser Selbstbedienerbande!
104 ist schon beeindruckend, aber leider nicht für Sauerland. Adolf tritt endlich ab.
Es hat schon eine gewisse Tragik. Ausgerechnet der Kandidat, der angetreten ist, um den Filzstall aufzuräumen, wird zum Oberfilzer.
Das er dabei locker alle christsozialen Grundsätze mit den Füssen tritt, macht diese Handlungen nur noch schlimmer.
Er hat sogar bisher jegliche Wirtschaftskompetenz vermissen lassen.
Es bleibt nur noch die Frage, wen soll der Duisburger Konservative Wähler zur Landtagswahl seine Stimme anvertrauen?
Wüst hat ja deutlich gezeigt, dass in Düsseldorf auch der Filz und Korruptionsgedanke Urstände feiert.
Ich für meinen Teil werde entweder bewußt verweigern, oder einen radikalen Denkzettel verteilen!
19:29
Sauerland ist der Pate! Er muss als Godfather endlich den Hut nehmen.
21:21
Keine höhere Zuwendung für Fraktionsgeschäfte
„Die Stadt Duisburg muss 175 000 Euro weniger ausgeben, und die im Stadtrat vertretenen Fraktionen gucken in die Röhre: Der Regierungspräsident hat den Beschluss der Politiker kassiert“
Ich hätte nie gedacht, dass die Bezirksregierung mal meine volle Billigung finden würde! Vielleicht kümmert sie sich auch mal um Dienstwagen, Luxussuiten und Geldermissbrauch außerhalb der KonjunkturpaketII Vergaberichtlinien.
Das wäre mein kommunaler Weihnachtswunsch.
Das ich dazu nichts in meiner WAZ gefunden habe, finde ich sehr bedenklich.
17:49
Die einzige Partei, die offen mit uns Bürgern umgeht ist Die Linke!
Das hätte ich absolut so nicht gedacht. Danke Konkret!
Die Damen und Herren der anderen Parteien, die immer mit dem demokratischen Rechthaberschild rumlaufen: sie sollten sich den Umgang der Linken mit dem mündigen Bürger zum Beispiel nehmen.
Wenn ich diese Selbstbediener so sehe, wird mir manchmal schlichtweg übel!
12:31
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
10:41
Na ja: Aufsichtsratsvorsitzender der GfB ist Ralf Jäger von der SPD !! Und der soll nichts gewußt haben? Und warum hat der das nicht verhindert? Oder hat er im Aufsichtsrat dafür gestimmt?
Fragen über Fragen....
Ich schreib auch nix über die 40 jahre lang ertragene Selbstbedienungsmentalität der Ruhrgebiets-SPD an Posten, Geld und sonstigen Vergünstigungen. Das sind übrigens die Städte, wo die Kämmerer jetzt auf die Strasse gehen, weil sie finanziell am Ende sind.
08:30
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
08:15
Adolf Sauerland hat sich um unsere Stadt verdient gemacht, aber leider auch bereits mehrfach in der Vergangenheit unserer CDU geschadet.
Die einsamen und teueren Amigogeschenke kann heute niemand mehr dulden.
Adolf, lass das sein und nimm dich dort zurück. Hörsken ist schon lange ein Teil des Problems .und nicht die Lösung! Der kennt nur sich selbst.
04:40
Die 100 werden noch voll? Aber eigentlich haben wir schon längst die Schnau... voll, von dem Gehuddel im Rathaus!