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Küppersmühle-Bau bringt Gebag in Finanznöte

15.08.2010 | 14:24 Uhr
Küppersmühle-Bau bringt Gebag in Finanznöte

Duisburg. Weil die Kosten beim Museum Küppersmühle im Duisburger Innenhafen explodieren drohen der städtische Wohnungsbaugesellschaft Gebag ernsthafte Schwierigkeiten. Das Unternehmen ist mit mehreren Millionen Euro in Vorlage gegangen.

Marianne Wolf-Kröger, Vorstandsmitglied bei der „Duisburger Gemeinnützigen Baugesellschaft” (Gebag) und hier zuständig für den Bau der Küppersmühle, hat es gewusst: „Das wird ein ganz tolles Ding, ein wirkliches Highlight”, sagte sie vergangene Woche stolz der örtlichen Presse. Doch die Projektbeauftragte für den Erweiterungsbau des Museums Küppersmühle im Innenhafen verschwieg, dass sich „das tolle Ding“ auch auf die Kosten bezog. Denn die gehen durch die Decke: Von zusätzlichen acht Millionen Euro ist die Rede. Damit wird das Gesamtprojekt mindestens 48 Millionen Euro kosten. Das bedeutet, dass sich das Projekt von seinen ursprünglichen 25 Millionen Euro Kosten in der Planungsphase mal so eben verdoppelt, ohne dass ein Ende abzusehen ist.

Gebag könnte sogar Ruin drohen

Zumindest nicht für die „Duisburger Gemeinnützige Baugesellschaft“, eine städtische Tochtergesellschaft und Bauherrin des Erweiterungsbau, der durch den „Schuhkarton“ gekrönt wird – die spektakuläre Kubus-Konstruktion als Aufsatz für die alten Getreidesilos. Denn das Projekt droht die Gebag nach NRZ-Informationen in ernsthafte finanzielle Schwierigkeiten zu bringen.

Damit kann eines der Lieblingsprojekte von Oberbürgermeister Adolf Sauerland die städtische Gesellschaft teuer zu stehen kommen, ja sogar in den Ruin treiben. Deswegen gab es diese Woche bereits eine Sondersitzung des Aufsichtsrates.

Bekannt wurde, dass die Gebag mit Millionen-Summen in Vorlage getreten ist. Dies war nötig, weil versprochene Sponsorengelder bisher nicht eingegangen sein sollen. Die Rede ist von mehr als fünf Millionen Euro, die noch ausstehen. Wann das Geld fließt, ist ungewiss. Damit das operative Geschäft der Gebag nicht beeinträchtigt wird, wird sogar überlegt, die Bauarbeiten an der Küppersmühle einzustellen. Und mehr noch: Der Vorstand der Gebag plant, die hoch profitablen Anteile an der Wohnbau Dinslaken zu verkaufen, damit das Unternehmen wieder flüssig wird.

Haftungsfrage wird geklärt

Nach NRZ-Informationen blieben für den Aufsichtsrat viele Fragen rund um die Finanzierung und die Konsequenzen für die Gebag offen. Deshalb soll ein unabhängiger Gutachter die für den Aufsichtsrat undurchschaubaren Finanzkonstruktionen untersuchen und ihm zur Information vorlegen. Pikanterweise soll der Gutachter dem Vernehmen nach auch die Haftungsfrage für den Gebag-Vorstand (Dietmar Cremer, Marianne Wolf-Kröger) wegen der Kostenüberschreitung prüfen.

Götz Middeldorf

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Kommentare
17.08.2010
13:38
Gebag gerät in Finanzstrudel
von duisboy | #71

...und schon haben die Mieter eine Mieterhöhung im Briefkasten

17.08.2010
07:31
Gebag gerät in Finanzstrudel
von eiwoisserden | #70

59 von Anne1986 , am 16.08.2010 um 08:01

was stimmt denn daran nicht das ihnen die traenen kommen
gehen sie alle projekte durch
vergleichen die startsummen
mit den echten endsummen!!!!

ich schreibe extra echten endsummen damit sie auch die kosten dazu rechnen die ueber andere kanaele
zu fertigstellung beigetragen haben!!

und die realitaet ist nun einmal anders als mann sie sich wuenscht ! ;o(

16.08.2010
21:00
Gebag gerät in Finanzstrudel
von miamigirl | #69

@ #68 von CaptainWillard

...beliebtesten Redakteure?

Ich liebe deine Ironie!

16.08.2010
18:29
Blockierter Kommentar.
von CaptainWillard | #68

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

16.08.2010
18:15
Gebag gerät in Finanzstrudel
von Rodina | #67

http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/Gebag-Sind-zahlungsfaehig-id3569767.html
Für mich kann diese verfilzte Stadt einfach nicht mit Geld umgehen.
Stadt, Parteien und städtische Gesellschaften sind für mich ein einziges Filkunstwerk, auf das Beuys stolz sein könnte. Das bei 1500000000 € Stadtschulden
Der Blaumilchkanal pur, nur nicht lustig.
Als Mieterin werde ich wohl bald durch irgendeine Gebühr zur Kasse gebeten, um diesen Filz am Leben zu halten.

16.08.2010
15:21
Gebag gerät in Finanzstrudel
von kersten | #66

#65
Und wer verdient daran ?
Die GEBAG gehört noch den Duisburgern. Und meiner Meinung nach sollte das auch so bleiben.

16.08.2010
15:07
Gebag gerät in Finanzstrudel
von baernullskoni | #65

na und ?
dann heisst gebag nächstes jahr gagfah
und der vorstand geht in rente,
verantwortung war gestern

16.08.2010
11:31
Gebag gerät in Finanzstrudel
von Humanist | #64

Mich stört, dass hier alle Lehrer in Haft genommen werden. Das ist heutzutage ein schwerer Beruf. Die meisten machen den gut. Die, die daran scheitern, scheitern auch in der Politik. Aber das hat mit dem Beruf an sich nichts zu tun. Also lasst die Lehrer aus dem Spiel. Es sind Individuen, die hier Mist bauen.

16.08.2010
10:56
Gebag gerät in Finanzstrudel
von duisblog | #63

#62 stimmt genau, und beim nächsten mal können wir nicht mal mehr das wählen, was wir immer gewählt haben, das kleiner Übel, weil es inzwischen auch so groß geworden ist, dass man es nicht mehr tolerieren kann. :-(

16.08.2010
10:34
Gebag gerät in Finanzstrudel
von Nomenklaturagegnerin | #62

Was könnenwir Bürger gegen so eine Politik unternehmen?
Ich fürchte nichts.
Wir können doch in Duisburg nur zwischen neueren Filzund älteren Filz wählen.
Egal wie es kommt, am Ende steht dann ein/e LehrerIN, ohne Bezug zu den Duisburger Lebenswirklichkeiten.

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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