Finanzierung des neuen NRW-Landesarchivs unklar
22.10.2009 | 18:39 Uhr 2009-10-22T18:39:00+0200Duisburg. Beim Bau des neuen Landesarchives NRW im Duisburger Innenhafen herrscht Stillstand. Die vorbereitenden Arbeiten wurden heruntergefahren. Noch ist nämlich nicht klar, wie das Vorhaben überhaupt finanziert werden soll. Denn offenbar wird es teurer, als zuerst gedacht.
Stillstand herrscht im Innenhafen beim geplanten Neubau für das Landesarchiv NRW. Dietmar Zeleny, Sprecher des Bau- und Liegenschaftenbetriebs NRW (BLB): „Es ist noch nicht geklärt, wie die Finanzierung aussehen soll. Deshalb haben wir die vorbereitenden Arbeiten herunter gefahren.”
100 statt 80 Millionen
Hatte es bei der Bekanntgabe des Projekts im Dezember 2007 zunächst geheißen, der Umbau des alten RWSG-Speichers plus 130 Meter langer Neubau plus 60 Meter hoher Turm sollte zunächst 80 Millionen Euro kosten, waren wenig später bereits 100 Millionen im Gespräch.
Der geplante Turm wuchs virtuell zunächst auf 80 Meter, schrumpfte dann aus Sicherheitsgründen auf 30 Meter zusammen. „Im Moment”, so Zeleny: „laufen Gespräche, wie es mit dem Projekt weitergehen soll.” Fest steht auf jeden Fall, dass der Neujahrsempfang, den Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff, 2010 auf der Aufsichtsplattform des Neubaus geben wollte, definitiv ins Wasser fällt.
Das Haus steht noch immer
Auch das Haus am Hafen, das eigentlich schon länger einem Büroneubau weichen sollte, steht noch immer. Das Diakonische Werk als Mieter betreibt in dem städtischen Gebäude weiterhin eine stationäre Einrichtung mit Platz für 40 obdachlose Männer. „Wir suchen schon länger eine Alternative. Aber es sollte schon ein Gebäude in der Innenstadt sein”, so Geschäftsführer Sieghard Schilling. Allerdings, trotz aller Bemühungen von Stadt und Immobilienmanagement, sei bisher noch kein äquivalenter Standort gefunden worden. Einer Sanierung des Hauses am Hafen gibt Schilling keine Chance: „Das Haus ist um.”

12:05
Städte wie Duisburg, Essen, Bochum und Dortmund etc. klagen zur Zeit über zweistellige Millionendefizite weil sie seit Jahren strukturell unterfinanziert sind, nicht aber weil sie zu viel Geld ausgeben. Das sollten inzwischen selbst die einsehen, die den kommunalen Haushalt gerne mit ihrem privaten Budget vergleichen. Wer sich einen Ferrari zulegt und sich ihn nicht leisten kann, der wird nicht am Essen und Urlaub sparen, sondern einfach den Ferrari zurückgeben. Die Kommunen können leider die Ferraris (z.B. Kita-Gesetz, Aufbauhilfe Ost etc.), die ihnen Bund und Land aufbürden, nicht zurückgeben. Übrigens schuldet das Land NRW seinen Kommunen noch 1,2 Mrd. Euro zu viel einbehaltener Aufbauhilfe Ost. Würde Düsseldorf das Geld endlich zahlen, sähe es in den meisten kommunalen Haushalten sehr viel entspannter aus.
Außerdem weiß ich nicht, was die Verschuldung Duisburgs damit zu tun hat, dass das Land das Landesarchiv hier nicht mehr bauen will.
10:47
Jeder Bau wird doch teurer als geplant. Trotzdem wird gebaut. Nur in DU nicht.
Duisburg wird mal wieder von Düsseldorf verar....!
09:34
@#6: Hahahaha, die SPD hat uns nicht so stark verschuldet. Oh Mann, das ist der beste Witz, den ich hier in den letzten Jahren gelesen habe.
06:43
#kikimurks
Mag richtig sein, dass jahrelang nichts passierte, als die SPD das sagen hatte.
Wenigstens hat sie uns nicht so stark verschuldet, wie es nun die CDI getan hat. Ich denke, dir ist klar, dass Duisburg längst einen Konkursverwalter hat und Ausgaben eben nicht mal so einfach gemacht werden können. (Siehe Kinderkartenbefreiung für Geschwisterkinder)
21:22
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21:16
Wieso steht in dem Artikel das Gleiche wie in dem der WAZ vom 23.07.09?
Wieso sag Herr Z. nicht, dass nicht mehr der BLB, sondern die Staatskanzlei das Projekt betreut?
Wieso erklären Sauerland und Co. das Projekt nicht zur Chefsache?
Meine These: Düsseldorf hat den Bau schon längst gekippt und versucht, das erst nach der Landtagswahl publik zu machen.
19:45
... oder es ist wieder wie damals als noch die SPD das sagen hatte und es passiert jahrelang gar nichts.
19:26
Abwarten, wenn die grünen Schwarzen nichts mehr zu sagen haben, geht es wieder aufwärts.
18:22
In dieser bekloppten Stadt klappt einfach nix - am besten abreißen!