Das aktuelle Wetter Duisburg 4°C
Duisburg

Da staunt der alte Steinbart

03.04.2009 | 17:44 Uhr

„Jugend forscht”: Larissa (18) vom Steinbart-Gymnasium tanzt gern und entwickelt neue mathematische Formeln.

Larissa Guntau ist hübsch, blond, 18 Jahre jung und – wen wundert's – sie tanzt gern. Freitags immer in der Diskothek Pulp, wie sie sagt. Außerdem findet die Duisburgerin schon mal gerne Lösungen für angeblich unlösbare mathematische Probleme. Tatsache.

Der 1985 verstorbene österreichische Mathematiker und Wissenschafts-Ethiker Karl Menger jedenfalls wäre wohl froh gewesen, wenn er die Steinbart-Schülerin kennen gelernt hätte. Hätte ihm viel Kopfzerbrechen erspart.

Menger brachte 1930 ein mathematisches Problem auf den Punkt, an dem sich seither Massen von Wissenschaftlern die Zähne ausgebissen haben: Das sogenannte „Problem des Handlungsreisenden”, Menger nannte es „Botenproblem”. Hintergrund: Je mehr Orte der „Bote” auf einer Rundreise besucht, desto schwieriger wird die Berechnung der kürzesten Route. Bei mehr als 33 810 Orten kapituliert weltweit jeder Computer. Unlösbar – sagt bislang die klassische Mathematik.

Vielleicht doch lösbar, dank der jungen Duisburgerin. Larissa hat tatsächlich eine völlig neue Herangehensweise entwickelt, die eines Tages das legendäre „Botenproblem” lösen könnte.

Für ihre Arbeit „Klauseln, Graphen und Matrizen” wurde sie jetzt mit dem ersten Preis des Landeswettbewerbs „Jugend forscht” im Bereich Mathematik und Informatik ausgezeichnet. Vom 21. Mai an findet in Osnabrück das Finale des Bundeswettbewerbs statt. Bis dahin, sagt Larissa, die nebenbei noch als Reiseleiterin und Radiomoderatorin jobbt, wird sie ihre Ergebnisse noch weiter ausfeilen: „Für das Finale bringe ich das Projekt auf den allerneuesten Stand”, sagt sie strahlend.

Um die Wette strahlten am Freitag auch Norbert Hülsbusch, der am Steinbart-Gymnasium Arbeitsgemeischaften für naturwissenschaftlich begabte Jugendliche leitet, und Schulleiter Peter-Michael Minnema: „In den vergangenen zehn Jahren hatten wir vom Steinbart siebenmal Sieger in Mathematik und Informatik bei ,Jugend forscht'-NRW”, sagt Schulleiter Minnema stolz.

Christian Balke



Kommentare
Aus dem Ressort
Duisburgerin hat großen Auftritt beim „Supertalent“
TV-Casting-Show
Angelika Ewa Turo aus Marxloh ist am Samstag, 29. November, in der RTL-Casting-Show „Das Supertalent“ zu sehen. Die 26-Jährige liebt Schlager und singt vor großem Publikum und der vierköpfigen Jury um den Pop-Titanen Dieter Bohlen den Helene-Fischer-Hit „Atemlos“.
38-Stunden-Woche und nur Teilzeit-Kraft? Ärger in Duisburg
Arbeitsrecht
Straßenbahnfahrer der Bus Verkehr Duisburg GmbH gelten mit einer 38 Stundenwoche als Teilzeitbeschäftigte - erst ab 39 Stunden gilt man als vollzeitbeschäftigt. Der Betriebsrat beklagt, dass dies in den Stellenausschreibungen sowie in Einstellungsgesprächen nie ausdrücklich erwähnt worden sei.
Warum der Stahl bei Thyssen-Krupp an Bedeutung verliert
Thyssen-Krupp
„Thyssen-Krupp ist kein Stahlkonzern mehr“, hat Konzernchef Heinrich Hiesinger unlängst gesagt. Schon heute trage die Stahlsparte „nur noch“ rund 30 Prozent zum Konzernumsatz bei. Betriebsratschef Wilhelm Segerath hält dagegen: „Thyssen-Krupp wäre ohne Stahl wie ein Wohnzimmer ohne Sofa.“
Arbeitslosenquote liegt weiter bei 12,4 Prozent
Arbeitsmarkt
Der Arbeitsmarkt erholt sich bundesweit, aber in Duisburg bleibt die Arbeitslosenquote auf dem Stand des Vormonats. Dabei kann der Chef der Arbeitsagentur auch von einem Rückgang der Arbeitslosenzahlen berichten – aber gleichzeitig steigt die Zahl der Hartz IV-Bezieher.
Erneut zehn Einbrüche an nur einem Tag in Duisburg
Einbrecher
Schon wieder meldet die Duisburger Polizei zahlreiche Einbrüche an nur einem Tag. Demnach haben Langfinger von Mittwoch auf Donnerstag zehn Mal versucht, in fremde Wohnungen einzusteigen. In fünf Fällen scheiterten sie, in den anderen fünf stahlen sie Geld und Laptops. Wie Sie sich schützen können.
Die Grundsteuer in Duisburg soll erhöht werden
Duisburg ist ganz schön pleite. Um die Schließung von Hallenbädern, Stadtteilbüchereien und Jugendzentren zu verhindern, dreht die Stadt an der Steuerschraube. Ist das ein legitimer Weg?

Duisburg ist ganz schön pleite. Um die Schließung von Hallenbädern, Stadtteilbüchereien und Jugendzentren zu verhindern, dreht die Stadt an der Steuerschraube. Ist das ein legitimer Weg?

 
Fotos und Videos
Sinteranlage
Bildgalerie
Stahlindustrie
Spaziergang durch Schmidthorst
Bildgalerie
Statteile im Norden
Bellydancer-WM in Duisburg
Bildgalerie
Bauchtanz
Die hohe Kunst des Bauchtanzes
Video
Bauchtanz-Festival