Warum nicht mehr Salz?
08.01.2010 | 06:30 Uhr 2010-01-08T06:30:00+0100Düsseldorf. Über Konsequenzen wird die Politik nach diesem Winter noch zu diskutieren haben. Es ist nur ein schwacher Trost, dass dieser Kälteeinbruch landauf und landab die meisten Städte kalt erwischt hat.
Es bleibt die Tatsache, dass hier viele Straßen und Haltestellen nicht mehr gestreut werden können, weil das Salz ausgeht. Eigentlich unvorstellbar.
Die Awista hat nur noch eine eiserne Salz-Reserve, die Rheinbahn nicht mal mehr eine Lkw-Ladung. Zwar waren die Silos zu Winterbeginn gut gefüllt. Aber wenn wegen der plötzlich starken Nachfrage Nachbestellungen nicht mehr möglich sind, kann der einzige logische Schritt nur sein, künftig die Lagerkapazität in den Betriebshöfen der Stadtreinigung und des Verkehrsbetriebes deutlich zu erhöhen.
Die Rheinbahn scheint aus einigen Fehlern gelernt zu haben. Sie will bei extremen Wetterbedingungen für freie Fahrt sorgen. Sie will die Fahrgäste nicht im Stich lassen und möglichst schnell über Änderungen im Linienverkehr informieren. Es wird sich bald zeigen, ob sie dieser Aufgabe gewachsen ist.
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