Thomas Stein und sein Leben mit den Stars
27.10.2009 | 19:11 Uhr 2009-10-27T19:11:00+0100
Düsseldorf. Er berichtet von Biker-Touren mit Peter Maffay und wie es ist, Whitney Houston Lederhosen zu schenken: Ex-BMG-Manager Thomas Stein stellte in Düsseldorf seine Autobiografie "Gesagt, getan" vor. Die ist keine Abrechnung mit der Musikbranche, sondern persönlich und bewegend geraten.
Branchenkennern ist Thomas Stein schon vor seiner Medienpräsenz als Jurymitglied bei „Deutschland sucht den Superstar” oder der „Ultimativen Chartshow” bekannt gewesen. Seit ihn Thomas Bug während einer DSDS-Sendung mal „Onkel Stein” nannte, hat der Gegenpol zu Verbalrüpel Dieter Bohlen seinen Spitznamen weg. Am Montag stellte Thomas Stein in Düsseldorf seine Autobiografie „Gesagt, getan” vor, mit der er ab November auf Lesereise geht.
Das Buch ist beides, ein Rückblick auf eine bewegte Karriere, die darin gipfelte, das zum Bertelsmannkonzern gehörende Plattenlabel BMG zu leiten, und ein Einblick in das Privatleben des Top-Managers.
Zwei Schicksalsschläge
Dabei hat Thomas Stein Privates immer aus dem Medien herausgehalten. Doch zwei Schicksalsschläge ließen ihn diese Entscheidung überdenken. Innerhalb von nur wenigen Monaten starben seine Frau Margret und seine Ex-Frau Waltraud an Krebs.
„Ich denke, wenn jemand durch eine so tiefe Talsohle geht, ist es ganz gut, ein Ventil zu haben”, resümiert der dreifache Vater. So distanziert er seine Karriere mit Anfängen im Verlagswesen beschreibt, so persönlich und bewegend sind die letzten Kapitel von „Gesagt, getan”, in denen er über seine kranke Frau, von Hoffnungen und Enttäuschungen, von unsensiblen Ärzten und Scharlatanen schreibt, denen sie begegneten. Elf Jahre währte der Kampf, den Margret Stein im Dezember 2005 verlor.
Auf die Frage, warum er so ausführlich über diese schwere Zeit schreibt, antwortet der 60-Jährige: „Es gibt so viele Menschen, die eine ähnliche Situation durchmachen. Wenn es mir gelänge, die Leute selbstbewusster zu machen, vor allem auch im Umgang mit den Medizinern, wäre das schön.”
Den Hunden ein ganzes Kapitel gewidmet
Ein Kapitel widmet der Stuttgarter seinen Hunden, die er als „wunderbarer Lebenspartner” sieht, die einen zwingen, „den Hintern hoch zu bekommen und zwei Stunden zu wandern.”
Wer gedacht hat, Thomas Stein würde in seiner Autobiografie nach seinem Rauswurf bei BMG mit der Branche abrechnen, wird enttäuscht sein. Zwar nimmt der Musikexperte kein Blatt vor den Mund, wenn er von seiner Arbeit erzählt, bleibt aber immer fair. Plaudert lieber auch mal von ausgedehnten Motorradtouren mit seinem Freund Peter Maffay und wie es ist, wenn man Whitney Houston Lederhosen schenkt.
Mit Mitte 20 in der Düsseldorfer Gastronomie beschäftigt
Düsseldorf hat Thomas Stein übrigens noch in guter Erinnerung: „Als ich Mitte 20 war, hatte ich öfter in Düsseldorf zu tun. Damals war ich zuständig für die Zeitschriften und Bücher in einem Laden der zum Hotel Interconti gehörte.”
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