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Nur noch ein Schlusslicht

11.09.2008 | 19:11 Uhr

Umwelt: Wie die Stadt ihre Vorreiter-Rolle verspielte.

Regierungspräsident Jürgen Büssow zeigt seine Muskeln. Erst verweigert er seine Zustimmung für die Wohnbebauung im Hafen, gleichzeitig beharrt er auf einem Fahrverbot für alte Dieselautos in der Innenstadt. Den Zeitpunkt dafür hat er bestimmt: 1. Januar 2009.In Sachen Hafen will die Stadt hart bleiben. Aber ob OB Dirk Elbers wegen des Streits um die Umweltzone gegen Büssow in den Ring steigen wird, scheint eher unwahrscheinlich. Bisher kamen jedenfalls keine Signale aus dem Rathaus, einen Rechtsstreit mit der Bezirksregierung zu wagen. Die Blamage, ihn zu verlieren, wäre auch zu groß.Peinlich ist das ganze Hin und Her längst. Düsseldorf wollte vor Jahren eine Vorreiterrolle übernehmen und kündigte als eine der ersten Metropolen an, die Innenstadt zur Tabuzone für Diesel-Stinker zu machen. Große Worte, auf die aber keine Taten folgten. Während im Rathaus vor "Schnellschüssen" gewarnt wird, sind die Vorbereitungen rund um Düsseldorf in vollem Gange. Die Stadt sollte sich einen Ruck geben - und mit den anderen mitziehen.

m.muecke@nrz.de

MICHAEL MÜCKE


Kommentare
12.09.2008
14:25
Nur noch ein Schlusslicht
von Das Rote-U | #2

Wer die EU-Vorgaben gelesen hat sollte auch mal einen Blick auf das Erstllungsjahr werfen 1998.
Tja, und was hat die damalige Bundesregierung daraus gemacht, ich würde sagen Heiße Diskusionsluft nichts.
Die Messwerte waren auf der Corneliusstraße bis 2004 eigentlich ganz Inordnung, nur sie passten damals nicht in das Wahlkampfkonzept des Regierungspräsidenten und seiner Partei, darum wurde der Messcontainer auf die andere Straßenseite (Stadtauswärts) gestellt unter Bäumen und im Windschatten, also braucht man sich nicht zu Wundern wenn dann die Werte schlechter werden.
Es wurden dann Erfolgreiche Massnahmen eingerichtet u.a. LKW Durchfahrtsverbot, es ist nur Erstaunlich das dass seit einigen Zeit nicht mehr Kontrolliert wird und aufeinmal kommt der Herr Regierungspräsident will der Stadt die Umweltzone aufs Auge drücken.
Ich bin Überzeugt wenn wieder regelmässige Kontrollen stattfinden, dann werden die Überschreitungs Tage zurück gehen.
Auch mal ein Appel an die Bürger, man muss nicht alles mit dem Kfz fahren, Rücksicht auf die Umwelt heißt auch öfters mal den ÖPNV nutzen.

11.09.2008
21:09
Nur noch ein Schlusslicht
von Uschisas | #1

Die Umweltzone in Düsseldorf ist durch nur eine möglichst großräumige Umfahrung der Messstelle an der Corneliusstr.
Keiner der Politiker und Journalisten scheint die entsprechenden EU-Vorgaben gelesen zu haben, denn schon im ersten Abschnitt steht (nicht wörtlich, aber sinngemäss: Die Situation zu verbessern wo es nötig ist, und zu bewahren wo sie gut ist.
Eine Verlagerung des LKW Verkehrs auf die Achse Hennekamp, Kopernikusstr., Merowinger Str. hat hier zu einer Verschlechterung der Situation geführt. Die Umweltzone in der geplanten Form würde die Situation im Grenzbereich weiter verschlechtern.
Aber vielleicht kommt ja wirklich irgendwann einmal eine Kontrolle der LKWs die jetzt über die Merowinger Str. in die Innenstadt fahren, denn laut Beschilderung dürfte eigentlich nur zu den Anlieger geliefert werden, wobei fraglich ist ob die Friedrichstr., Bachstr. und Elisabethstr. noch zu Anliegern zählen...

Das die überhöhten Messwerte am Mörsenbroicher Ei und der Ludenbergstr. keine Auswirkung auf die Umweltzone haben erscheint fragwürdig

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