Medizin und Museologie
23.07.2007 | 06:44 Uhr 2007-07-23T06:44:51+0200MUSEUM. Den Arbeitskreis Medizinhistorische Museologie zieht's immer wieder zur Itter. Hier zerbrechen sich die Fachleute gerne mal den Kopf darüber, wie sich ihr Fachgebiet in Museen zeigen lässt.
HILDEN. Professorin Dr. Dr. Christa Habrich beliebte zu scherzen: "Wir kommen immer wieder gern ins Wilhelm-Fabry-Museum, schon wegen der angrenzenden Kornbrennerei. - Nein, nein", fuhr sie eilens fort, um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen, "wir reisen gern nach Hilden wegen der Bedeutung des Museums und weil sich Museumsleiter Dr. Wolfgang Antweiler stets als Superorganisator erweist." Professorin Christa Habrich ist Direktorin des Deutschen Medizinhistorischen Museums in Ingolstadt, das treffend und wohl nicht zufällig auf der dortigen Anatomiestraße 18-20 angesiedelt ist.
Nach einer morgendlichen Besichtigung des Gartenkunst- und Naturkundemuseums in Benrath traf sich der Arbeitskreis zu einem ganztägigen Besuch in Hilden. Es war bereits der vierte Besuch des Arbeitskreises in der Itterstadt. Im Wilhelm-Fabry-Museum hieß Dr. Antweiler die 30 Teilnehmer aus der gesamten Bundesrepublik, aus Österreich und der Schweiz locker humorvoll und in nahezu familiärer Atmosphäre willkommen.
"Der Arbeitskreis Medizinhistorische Museologie", hatte zuvor Antweiler erläutert, "das sind alles Menschen, die von den bedeutendsten medizinhistorischen Museen und Instituten für Geschichte der Medizin Deutschlands kommen und die sich vorrangig einer Aufgabenstellung verschrieben haben: Wie kann man Medizingeschichte in einem Museum sichtbar und verständlich machen?"
Der Arbeitskreis ist eine lockere Verbindung, hat keine Satzung, ist kein Verein. Zur finanziellen Ausstattung befragt, antworten Prof. Dr. Schnalke vom Medizinhistorischen Museum an der Berliner Charite und Elisabeth Huwert vom Apotheken-Museum in Heidelberg: "Wir haben kein Low-Budget, wir haben ein No-Budget, das heißt, wir zahlen alles selbst." Im Mittelpunkt des dreitätigen Symposiums standen eine Vielzahl an Fachvorträgen.
In Hilden, entsprechend der Rolle, die das Thema "Kunst und Medizin" zur Zeit im Wilhelm-Fabry-Museum spielt, führte Dr. Sandra Abend die Gäste durch die Ausstellung "Sezierte Medizin" des Hildener Künstlers Joachim Uthke.
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