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Iron & Wine – Sam Bean solo im Zakk

16.09.2010 | 17:53 Uhr
Iron & Wine – Sam Bean solo im Zakk
Sam Bean. Foto: Emily Wilson

Düsseldorf. Ein bärtiger Zausel mit seidenweicher Stimme und akustischer Gitarre entwirft sein eigenes Universum: Auf diese entspannte Reise begleitete das Publikum „Iron & Wine“ alias Singer-Songwriter Sam Bean im Düsseldorfer Zakk gern.

Wenn man sich mit der zusehends unberechenbarer wirkenden Rheinbahn - die wartenden Fahrgäste applaudierten, als die Linie 706 endlich einfuhr - ins Zakk gekämpft hat und die Tür zum großen Saal öffnet, dann fällt der Stress in wenigen Augenblicken ab. Denn auf der Bühne steht ein bärtiger Zausel, der mit seidenweicher Stimme und akustischer Gitarre sein eigenes Universum entwirft und die Zuhörer, im bestuhlten, fast ausverkauften Zakk in seine Welt zieht.

Sam Bean heißt der Mann, besser bekannt unter dem Künstlernamen Iron & Wine. Seit 2002 bringt er wunderschöne Musik heraus, zumeist wird er da von einer Band begleitet. Diese Spannung fehlte beim Solo-Konzert, dafür gab es einen Blick auf die Wurzeln, und die liegen tief in der amerikanischen Folklore. Bean ist Teil der „invisible republic“, die andere, dunklere, mythische Seite der Vereinigten Staaten.

Singen von Liebe und Tod

„Naked as We Came“ heißt einer dieser Songs, und er handelt vom Tod. „Die Augen weit geöffnet, nackt wie wir gekommen sind“, beschreibt Bean den letzten Moment und schraubt seine Stimme in ein höchst zerbrechliches Falsett. Mit Calexico, die noch vor wenigen Tagen das Zakk ausverkauft haben, hat Bean auch musiziert, aus der Kollaboration spielt er einen behutsamen (eigentlich sind alle seine Lieder behutsam) Walzer und sagt von seinen Kollegen: „They are a bunch of jerks“ - was für Spinner. Man weiß schon, dass Bean das nicht ernst meint, aber er ist von der Sorte, die nach einem Scherz sofort sagen muss, dass es einer war.

Im Leid fühlt er sich wohler, so in dem düsteren Liebeslied für „Jezebel“, die fort ist und dorthin geht, wo die Zedern den Straßenrand säumen und die hungrigen Hunde umherstreifen. Wenn er mal etwas gelöster daherkommt, wird Beans Musik durchaus gerne für Filme oder Serien verwendet, so wie sein Cover „Such Great Heights“ in „Garden State.“ Das spielte er trotz Rufe aus dem Publikum nicht. „Dafür müsst ihr mich extra bezahlen“, meinte er. War natürlich ein Scherz.

Thomas Hag



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