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Immer der Nase nach

20.11.2008 | 20:16 Uhr
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WEIHNACHTSMARKT. Gestern öffneten die 250 Buden und nicht nur die Messe-Besucher fanden es schon richtig "nett hier."

Düsseldorf, 16 Uhr, neun Grad, die Sonne streikt - und das ist gut so: So schmeckt der Winter, so wärmt der Glühwein. "Völlig verrückt" seien die Menschen hier "in the old town", plärrt der Messe-Besucher von der Insel ins Handy, servieren Wein aus dem Topf und der ist auch noch richtig "great". Stimmt und wer sich jetzt auf die Suche macht: Immer der Nase nach, wenn der süßlich-saure Duft über Innenstadt und Rathaus zieht, dann ist Weihnachtsmarkt-Zeit. Angebrochen ist sie gestern und wenn jetzt auch noch der angekündigte steile Temperatursturz ansetzt, "sind wir im Geschäft", frohlockt Marco Lippert, Sprecher der Düsseldorf Marketing und Tourismus GmbH.

"Hier gibt's auch Bratwurst"

Sieben Millionen Besucher soll der Advents-Rummel bis zum 23. Dezember an den Rhein locken - und bis zu einer Milliarde Euro in die Kassen der Einzelhändler, Hoteliers, Gastronomen und Standbetreiber spülen. Letztere haben die 250 Buden zwischen Altstadt, Stadtbrückchen, Heinrich-Heine- und Gustaf-Gründgens-Platz bezogen und locken mit weit mehr als Glüh-, Winzer- oder Kirschwein: Je nach dem, ob mit Schuss oder pur, die Tasse zwischen 2,50 und 3 Euro (2 Euro Pfand). Glasgravierer (Bierkrug, 3 Euro) buhlen ebenso um die Gunst der Käufer wie Holzschnitzer aus dem Erzgebirge (Räuchermännchen, ab 15 Euro), die Floristin (Gewürz-Adventskranz, 20 Euro) oder auch der Verkäufer, der aus XXL-Reisverschlüssen Taschen zippt (ab 8 Euro). "Also", sagt Emilie Badenheim, "Ramsch hab' ich hier zum Glück noch nicht gesehen." Richtig nett sei es hier in Düsseldorf, findet die 52-Jährige Mülheimerin, "und hier gibt's zum Glück auch Bratwurst." Aber klar, "die gehört einfach auf den Weihnachtsmarkt", weiß Marco Lippert und räumt ein, dass auch der Düsseldorfer mitunter gar nicht so experimentierfreudig ist. "Die Peru-Kartoffeln, die gehen gar nicht . . ." (A.K.) Bis 23. Dezember sonntags bis donnerstags von 11 bis 20 Uhr, freitags und samstags bis 21 Uhr. Am Totensonntag bleibt der Markt geschlossen.

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