Grüne Welle für Bahnen gegen Hooligan-Krawalle
12.01.2010 | 06:00 Uhr 2010-01-12T06:00:00+0100
Düsseldorf. Damit Hooligans vor Fortuna-Spielen nicht Rot sehen und die Züge der Rheinbahn demolieren, will die Politik in Düsseldorf eine Grüne-Welle für Bahnen auf dem Weg ins Stadion beschließen. Die Rheinbahn meldet vermehrt Vandalismus, wenn die U-Bahnen länger stehen.
Mit einer grünen Welle will die Politik Fußball-Randale in den Zügen der Rheinbahn verhindern. Deshalb sollen die Stadtbahnen der Linie U 78 bei Fußballspielen und Großveranstaltungen im Stadion eine Vorrangschaltung zwischen dem U-Bahnhof Kennedydamm und der Arena bekommen. So sollen Wartezeiten auf dem Weg ins Stadion - oft Auslöser von Randalen - verhindert werden.
Zwischen den Ratsfraktionen besteht in dieser Frage längst Einigkeit. Morgen wird der Antrag der SPD-Fraktion, die nötigen Gelder zur Verfügung zu stellen, wohl einstimmig im Ordnungs- und Verkehrsausschuss angenommen.
Zunehmend Vandalismus durch Hooligans
Die Sozialdemokraten argumentieren, dass es in der jüngeren Vergangenheit zunehmend Vandalismus durch Hooligans in den Stadtbahnen auf den Fahrten zur und von der Arena gegeben habe. Gerade wenn die Bahnen lange stehen und die Fans warten müssen, steigt die Gefahr von Sachschäden. Pro Jahr sind es 30.000 bis 40.000 Euro Schaden.
Auch bei Auswärtsspielen ließen die Rowdies ihrer Zerstörungswut in dieser Saison mehrfach freien Lauf. Bei der Anfahrt zum Zweitligaspiel gegen den MSV Duisburg im Wedauer Stadion randalierten Dutzende Düsseldorfer Rowdies in mehreren Stadtbahnen der Linie U 79. Sie verwüsteten drei Züge der Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG). Der Schaden: mehrere 10.000 Euro. „Ein Desaster”, so der Sprecher der DVG, Helmut Schoofs.
Nun sollen die Signale auf Grün schalten, wenn sich eine Bahn nähert. Der Umbau der Anlagen kostet rund 150.000 Euro.
05:14
Und wieder wird Chaoten entgegengekommen.
Wird Zeit Alkohol zu sanktionieren und die Verkaufsstellen dafür zu minimieren, Preise saftig rauf wie bei Zigaretten. Dann löst sich manches Problem auf. Aber ach ja, die Wirtschaft, kostet bestimmt wieder zu viele Arbeitsplätze angeblich.