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Sport-Gipfel am Montag

Grüne: Eine Million für die Giants

30.01.2010 | 04:00 Uhr

Düsseldorf. Der Basketball-Bundesligist „Giants” sieht einer weiteren zuverlässigen Unterstützung durch die Stadt Düsseldorf entgegen. Die Grünen können sich, so ihr Fraktionssprecher Günter Karen-Jungen, eine jährliche Förderung des Profisports von einer Million Euro vorstellen.

Das wäre eine Verdoppelung des Sonderzuschusses für 2010, den der Aufsichtsrat der Sport-Agentur im Dezember hinter verschlossenen Türen beschlossen hatte - was für eine Riesen-Aufregung sorgte.

Am Montag geht es ans Eingemachte

Montag kommen die Spitzen der Ratsfraktionen zum Gipfeltreffen bei Christina Begale zusammen, der Geschäftsführerin der Sport-Agentur. Thema: Wie viel Profisport kann sich Düsseldorf leisten?

Extraspitze von 480 000 Euro

Durchaus überraschend haben sich die Sportpolitiker der Grünen im Grundsatz dafür entschieden, dass die „Big Five” weiterhin unterstützungswürdig sein können. Ohne Frage sind dies Fortuna, die DEG und Borussia. Zweifel kamen im letzten Jahr auf, ob die chronisch klammen „Giants” und die HSG noch auf Jahre die Gunst des Rathauses haben werden. Sie gelten nicht als heimische Vereine.

Auch nach sportlichen Misserfolgen scheinen die „Giants” nur zu überleben, wenn sie neben der garantierten Förderung von 90 000 Euro pro Jahr jetzt eine Extra-Spritze von 480 000 Euro erhalten. Karen-Jungen ist dafür: „Der Verein nimmt eine gute Entwicklung, er etabliert sich langsam in Düsseldorf. Nachweisbar gut ist die Kinder- und Jugendarbeit. In 24 Schulen wird Basketball betrieben. Es ist zu erwarten, dass die Giants auf Dauer nicht am Tropf der Stadt hängen werden.” Und weiter: „Bei dieser Entwicklung wäre es okay, eine Million Euro zu zahlen.”

Diese Position seiner Sportpolitiker muss Karen-Jungen noch in der Gesamtfraktion abstimmen. Er sieht es als gerechtfertigt an, wenn bei einem Gesamthaushalt für den Sport von 23 Millionen Euro eine Million dauerhaft in den Profisport investiert wird.

Dies könnten auch indirekte Zuschüsse sein, etwa bessere Konditionen für Spiele im Reisholzer Castello, wenn die Stadt diese Halle jetzt in Eigenregie übernehme. Bedingung: Die Förderhöhe sei „angemessen”, wenn der Anteil der Eigenfinanzierung des Vereins über 50 Prozent liege und auf Sicht Sponsoren geworben werden, die den städtischen Anteil verringern.

Ökologische Kriterien und Geschlechterparität

Die Grünen fordern von den Profi-Vereinen ökologische Kriterien und mehr Geschlechterparität. So drängt Karen-Jungen auf Mädchenfußball bei Fortuna.

Die finanzielle Entwicklung der DEG will er erst nach Saisonende bewerten. Mit den HSG-Handballern haben die Grünen nicht gesprochen: „Die HSG hat nichts angemeldet.”

Dieter Schneider

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