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Prozess um Tote im Hotel:

Gefälschte Mail wirft Fragen auf

25.07.2012 | 07:00 Uhr
Gefälschte Mail wirft Fragen auf

Düsseldorf. Was hat zum Tod von Cristina B. (25) im Hotel Radisson Blu geführt? Weil der Angeklagte Arif D. (42) schweigt, muss das Landgericht versuchen, den Fall mit Indizien zu klären. Dazu zählen zahlreiche elektronische Spuren. Einige E-Mails machte der Vorsitzende Richter gestern besonders zum Thema.

Es handelt sich um einen Schriftverkehr zwischen dem Angeklagten und einem Bank-Mitarbeiter, den die Ermittler in den Mails des Angeklagten fanden. Arif D. bittet darin, 500 000 Euro auf ein bestimmtes Konto zu überweisen. So viel soll der Angeklagte Cristina B. versprochen haben, wenn sie aus der Prostitution aussteigt. Das Geld sollte auf das Konto ihres Vaters gehen. Deshalb soll sie bereit gewesen sein, in ihre Heimat Rumänien zurückzukehren.

Davon hatte unter anderem ihre Freundin berichtet. Cristina habe ihr gesagt, dass sie eine Bestätigung der Überweisung gesehen habe. Das war möglicherweise die Antwort-Mail des Bankers. Darin bestätigt er, den Transfer ausgeführt zu haben. Das Geld sei spätestens am Freitag auf dem Konto des Vaters.

Das Problem: Es gibt keinen „Sparkassen-Verband Rheinland“, bei dem der angebliche Banker gearbeitet haben soll. Richter Rainer Drees hielt dem Angeklagten vor, dass das einer Erklärung bedürfe: „Ihnen muss klar sein, dass das eine gewisse Bedeutung hat.“

Am Tatort hatten die Ermittler Schnipsel eines zerrissenen Zettels gefunden. Darauf soll etwas über die Überweisung gestanden haben. Das könnte auf mögliche Motive für die Bluttat hinweisen: Hatte Cristina B. entdeckt, dass Arif D. ihr die Überweisung nur vortäuschte und war es deshalb zum Streit gekommen?

Der Angeklagte kann nun länger überlegen, ob er etwas zu dem Täuschungsmanöver sagt: Der Prozess geht erst am 10. August weiter.

Katharina Rüth



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