Frag doch mal den Dieter!
29.10.2009 | 18:38 Uhr 2009-10-29T18:38:00+0100Düsseldorf. "Nuhr so" heißt eine neue ZDF-Reihe mit dem Kabarettisten und Comedy-Preisträger Dieter Nuhr, bei der sich Zuschauer live in die Sendung einschalten können. Die NRZ verlost Karten für die Premierensendung am 3. November.
Nächste Woche geht's los. Dieter Nuhr ist dann der Mann für alle Lebenslagen. Er weiß einfach alles - naja, er kann zumindest alles kommentieren. Schweinegrippe, Schwangerschaften, Schwätzereien. Dauerwelle, Merkelwelle, Westerwelle - ja, den vor allem! „Den Dieter” kann man alles fragen, sagt seine Agentur. „Der Dieter” steht dann dienstags um 22.45 Uhr auf der Bühne der Nachtresidenz, die mindestens so cool ist wie er, und dann legt er los: „Nuhr so”, die Welt in 45 Minuten in Düsseldorf und im ZDF.
Die Themen beschert die Wirklichkeit dem Kabarettisten. Jeden Tag aufs Neue und an den Abenden, an den Dieter Nuhr noch spät auf die Bühnenbretter steigt, auch noch das Heute-Journal. So viel Zeit muss sein für die letzten aktuellen Gags. Gewiss, als Beamtenkind ging Nuhr vorgestern Abend auf Nummer Sicher und las sein Dreiviertelstunden-Werk vom Teleprompter.
Aber die Sendungen haben auch spontanen Biss. Das macht den Unterschied zwischen „Nuhr so”, Harald Schmidt und Stefan Raab: Man kann ihm per SMS eine Frage in die Sendung senden. Oder per Email, Foto, Videoclip. Dieter gibt die Antwort und die Gag-Garantie. Vorausgesetzt, man versucht die Mattscheibenpräsenz nicht zu missbrauchen. Das TV-Experiment in der Nachtresidenz muss sich also noch beweisen.
Die Sendung will so bunt sein wie die Welt und so witzig, abgründig und absurd, wie ein preisgekrönter Kabarett-Star sie finden kann. Wahrscheinlich hat Dieter Nuhr in der Testsendung auch schon die Figur gefunden, die ihn durch die nächsten Abende trägt: Guido Westerwelle, den er als bösen Buh-huh-huhmann verulkte („unter Sozialdemokraten funktioniert das”) oder wahlweise als den „umweltfreundlichsten Außenminister aller Zeiten - ausschließlich mit Windkraft angetrieben”.
Nuhr zappt durch die Sendung und findet Geschenkideen, Verbrauchertipps, überflüssige Erkenntnisse der Wissenschaft (kleine dicke Frauen pflanzen sich am besten fort), Neues aus dem Morgenland und den Dauerbrenner Bundeswehr. Klar, da kommt ihm wieder ein Minister in die Quere: Franz Josef Jung, „der uns bisher erklärt hat, warum in Afghanistan kein Krieg herrscht, und der uns jetzt als Arbeitsminister erklärt, warum Arbeitslose nicht arbeitslos sind, sondern nur ohne Beschäftigung”.
Als Dieter Nuhr dem gaggestählten Publikum um Mitternacht gerade sagen will „Einer geht noch”, lösen sich Spiegelplatten aus der Dekoration. Vieleicht klatschen sie Beifall: Nuhr spielte in seinen 49. Geburtstag herein.
Draußen warten Taxifahrer, die tags zuvor in einem bundesweiten Test Düsseldorf haben schlecht aussehen lassen. Denen will der Pointenmann eben noch mitgeben: „Deodorant ist keine unerlaubte Droge.” Und wer fährt ihn jetzt nach Hause...?
Heute, Freitag, zwischen 9.15 und 9.30 Uhr sitzt die Glücksfee nur so am NRZ-Telefon (0211-1670841) herum und wartet auf Ihren Anruf: Dreimal zwei Karten sind für die erste ZDF-Livesendung „Nuhr so” am 3. November um 22.45 Uhr in der Düsseldorfer Nachtresidenz, Bahnstraße, zu gewinnen. Wer's verpasst, kann Karten sowohl für den 3. als auch für den 10. November bei allen bekannten Vorverkaufsstellen erwerben. Oder unter http://www.nuhrso.de/
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