Ein Kinoheld aus dem Neandertal
04.08.2009 | 17:58 Uhr 2009-08-04T17:58:00+0200Der Film „Neander-Jin” wird zurzeit in Erkrath und Mettmann gedreht.
Erkrath/Mettmann. Er ist zurückgekehrt: der Neandertaler. Zumindest im Film. Zurzeit laufen die Dreharbeiten zu der amerikanischen Kino-Produktion „Neander-Jin – The Return of The Neanderthal Man” auf Erkrather, Mettmanner und Düsseldorfer Stadtgebiet rund um das Neandertal. Sogar im Neanderthalmuseum drehte die Crew bereits eine Szene. „Der Betrieb lief nebenher ganz normal weiter”, erklärt Jan Graefe, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Museums. Außerdem verrät Graefe: „Requisiten für den Neandertaler im Film, gab es vom Museum.”
Drei Wochen wird das Team noch vor Ort drehen, dann gehen die Arbeiten in Los Angeles weiter. Im Februar des kommenden Jahres soll der Film fertig sein. Autor und Regisseur Florian Steinbiß hat mit dem Streifen den internationalen Kinomarkt ins Auge gefasst und will sein Werk unter anderem in Cannes und bei der Berlinale präsentieren. Dass der Film dann später als deutsche Version auch hierzulande in die Kinos kommt, ist wahrscheinlich.
Zum Inhalt: Der Film ist eine Komödie, die sich um den Medienrummel dreht, den der zu seinem Ursprungsort heimgekehrte Urahn der Menschheit auslöst. Ein halbseidener Sensationsreporter, ein amerikanischer Anthropologe und ein machtgieriger Medienboss wetteifern um Ruhm und Reichtum, den die Vermarktung dieser Weltsensation verspricht.
Allein Barbara, eine 23-jährige Studentin für Umweltsoziologie, in deren Gartenhaus der Neandertaler Unterschlupf findet, versucht vorgeblich das „letzte lebende Zeugnis vergangener Menschlichkeit und Ursprünglichkeit” vor den verderblichen Einflüssen der Zivilisationsgesellschaft zu bewahren.
In „Neander-Jin” spielen unter anderem Sarah Mühlhause (Die Zeit, die man Leben nennt), Rick Zieff (Terminator 3) und Rosalind Ayres (Titanic) mit. Einen kleinen Wermutstropfen gibt es jedoch, denn einer ist nicht mit von der Partie: Die berühmte Statur des Neadertalers, der „Neandi”, wird nicht auf der Leinwand zu sehen sein. dn
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