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Düsseldorf ist Deutschlands sportlichste Großstadt

29.06.2011 | 19:12 Uhr
Düsseldorf ist Deutschlands sportlichste Großstadt
Düsseldorf ist laut einer Umfrage die sportlich aktivste Großstadt Deutschlands.

Düsseldorf.Düsseldorf ist eine repräsentativen Umfrage zufolge die sportlich aktivste Großstadt Deutschlands. Demnach liegt hier die „Sportaktiven-Quote“ bei 85,3 Prozent. Schlusslicht ist Köln mit 58,8 Prozent.

Dazu kann man buchstäblich sagen: gut gelaufen! Die Landeshauptstadt landete ganz oben auf dem Treppchen. Denn Düsseldorf ist die sportlich aktivste Großstadt Deutschlands.

Das ist das Resultat einer repräsentativen Umfrage. Demnach liegt hier die „Sportaktiven-Quote“ bei 85,3 Prozent. Das ergab die wissenschaftliche Auswertung der Befragung von 4634 Landeshauptstädtern durch Forscher der Uni Wuppertal. Auf den Plätzen zwei und drei im Vergleich von Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern rangieren Bremen (81,3) und Hamburg (80,3). Das Schlusslicht bildet Köln mit 58,8 Prozent.

Eine Stadt ist in Bewegung, und das in großer Bandbreite. Insgesamt 123 verschiedene Sportarten wurden bei der Befragung genannt. Im Durchschnitt werden pro Person 2,28 Sportarten ausgeübt. 77,3 Prozent gaben an, mindestens einmal pro Woche aktiv zu werden.

Die Hitliste führt das Radfahren (42,9 Prozent der Aktiven) an. Dahinter rangieren Laufen (32,2), Schwimmen (30,2), Fitnesstraining (18,8) und Nordic Walking (10,0). Dann folgt Fußball folgt als erste Ballsportart (8,5 Prozent).

Laufschuhe schnüren

Mehr als zwei Drittel der gesamten Sportaktivitäten (67,7) wird im privaten Rahmen organisiert. „Grund dafür sind unter anderem die vielen Berufstätigen, die vor oder nach der Arbeit einfach nur die Laufschuhe schnüren oder sich aufs Rad schwingen“, sagt Professor Horst Hübner von der Uni Wuppertal.

Nur 10,9 Prozent der Befragten treiben ihren Sport im Verein. 14,1 Prozent hingegen nutzen „gewerbliche Angebote“, wie die von Fitness-Studios.

Die Düsseldorfer bleiben für ihren Sport in der Stadt: Mit 84,8 Prozent ist dieser Wert im Städtevergleich besonders hoch. Das hängt auch mit der überdurchschnittlich großen Zufriedenheit mit den Sportstätten zusammen.

Fast drei von vier Aktiven bezeichnen den Zustand der Düsseldorfer Sportanlagen im Sommerhalbjahr als „gut“ bis „sehr gut“ (73,4 Prozent). Im Winterhalbjahr verschlechtert sich der Wert unwesentlich. 68,6 Prozent der Nutzer vergeben immer noch die Top-Noten.

Sportunterricht
Die „bewegte Schule“

Die FDP macht sich für das Modell der „bewegten Schule“ stark. Hier sollen Kinder und Jugendliche zu mehr Sport animiert werden. Dieses Konzept soll erst mal an einer weiterführenden Schule getestet werden. Die Liberalen wollen dort generell mehr Sportunterricht anbieten.

Zusätzlich soll es in der „Bewegten Schule“ Sport AGs mit Sportarten wie Yoga oder Klettern geben. Auch Frühgymnastik oder eine „bewegte Pause“ könnten das Angebot erweitern. Damit soll das „Düsseldorfer Modell “ ergänzt werden. Dieses existiert seit 2003. 40 000 Schüler der Klassen 2, 5 und 10 wurden bisher auf ihre Fitness getestet. Die Ergebnisse helfen, heraus zu finden, welcher Sport am besten für ein Kind ist.

Das am meisten frequentierte Schwimmbad ist der Düsselstrand (20,0 Prozent), gefolgt vom Rheinbad (11,0) und dem Sauna-Bad Niederheid (10,1). Fast 60 Prozent der Düsseldorfer sind mit den von ihnen betriebenen Sportarten so zufrieden, dass sie keine neue ausüben möchten. Etwas mehr als ein Viertel der Befragten (28,2) wollen andere Sportarten in „Schnupperkursen“ testen, überwiegend Frauen. Besonders gefragt sind dabei Yoga, Tanzen, Golf und Klettern. Zudem planen 11,7 Prozent der Befragten, künftig neue Sportarten regelmäßig auszuüben.

Masterplan Sportstätten

„Die Ergebnisse der Sport-Umfrage bestätigen die hohe Lebensqualität in Düsseldorf. Hobby- und Spitzensportler nutzen intensiv die vielen Angebote der Stadt, die auch im Rahmen des Masterplans Sportstätten kontinuierlich ausgebaut werden. Dabei wird ein Augenmerk auf generationsübergreifende Sportmöglichkeiten für Freizeit- und Breitensportler gelegt“, sagt OB Dirk Elbers.

Marathon in Düsseldorf 2011

So entsteht mit Blick auf den demografischen Wandel zum Beispiel in Benrath ein Sport-, Bewegungs- und Gesundheitszentrum. Die Umfrage war auch Thema im Sportausschuss: „Die Zahl der Hobbyradler ist extrem hoch. Deshalb sollten wir einen konsequenteren Ausbau der Radwege dringend forcieren“, sagte Wolfgang Scheffler (Grüne).

Rüdiger Hoff

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