Denkmalschutz für Gaslaternen
21.12.2009 | 11:00 Uhr 2009-12-21T11:00:00+0100Düsseldorf. Die Bürgerinitiative „Pro Gaslicht” hat einen weiteren Etappensieg errungen. Unter der Schirmherrschaft der Kunstmäzenin Gabriele Henkel kämpfen Anwohner und Prominente für den Erhalt und Betrieb der rund 16 500 Gas-Laternen in der Stadt.
Und für die Aufnahme in die Unesco-Liste als Weltkulturberbe. Jetzt haben die engagierten Streiter Rückenwind vom Landeskonservator in Pulheim bekommen. Das Amt für Denkmalpflege im Rheinland rät dazu, die Düsseldorfer Gaslaternen unter Denkmalschutz zu stellen. Der städtische Kulturausschuss wird sich in seiner nächsten Sitzung im Januar mit dieser Frage beschäftigen.
„Eine Chance ür Düsseldorf”
Axel Föhl, ausgewiesener Experte für Industriedenkmäler beim Landschaftsverband Rheinland, macht sich für die Düsseldorfer Beleuchtung stark. Das noch weitgehend intakte Netz der Gaslaternen nehme „im internationalen Vergleich” eine „Spitzenstellung” ein. Düsseldorf besitze ein „Alleinstellungsmerkmal”, betont der Fachmann. Etwas, was weltweit „weitestgehend nicht mehr vorhanden ist.”
Föhl schreibt weiter in seiner Stellungnahme: „Ganze Straßenbilder repräsentieren ein technik-, urbanistik- und sozialgeschichtlich relevantes Erscheinungsbild. Die Erhaltung dieses Zustandes stellt somit eine denkmalpflegerisch wertvolle Zielsetzung dar.” Der Bestand sei „einzigartig” und „umfangreich”. Diesen zu erhalten, sei eine Chance für Düsseldorf - und für das Image der Stadt.
Gespräche mit
den Fraktionen
„Wir freuen uns, dass wir eine Bestätigung von einem hochkarätigen Fachmann haben”, erklärte gestern Georg Schumacher. Die Initiative will die nächsten Wochen dafür nutzen, die Rathaus-Fraktionen auf ihre Seite zu ziehen und, die Gaslaternen unter Denkmalschutz zu stellen und bereits auf Strombetrieb umgerüstete wieder ans Gasnetz anzuschließen.
Dass heute noch so viele Gaslaternen funktionieren, ist übrigens ein Verdienst der Stadtwerke. Trotz der Umstellung von Kokerei- auf Erdgas vor einigen Jahrzehnten schafften es die Techniker damals, dass die Anpassung nicht zu teuer wurde. Die Gas-Leuchten waren immer noch wirtschaftlich günstiger als Strom-Laternen.
22:57
Die Rechtschreibefehler von Nachdenker 2727 zeigen, wessen Geist er ist.
11:54
Gaslaternen zu erhalten finde ich historisch gesehen als gute Idee, aber irgendwann ist jeder Sache Zeit abgelaufen.
PS: Jeder, der ernsthaft den Tausendfüßler als Denkmal oder gar als Weltkulturerbe ansieht, dem ist aus meiner nicht nicht zu helfen.
Dann müsste man auch die komplette DDR als Weltkulturerbe ansehen, denn sie war auch typisch für den ozialismus in den 60/70er Jahren.
13:00
Wozu eine Gaslaterne retten? Diejenigen, die genau dieses wollen haben zuhause sicher auch noch einen Kohleherd, ein Bakalitttelefon mit Wählscheibe und einen kugelrunden Schwarzweiß-Fernseher. Ihre Korrespondenz schreiben sie bei Petroliumlicht mit einer Feder.
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Als Industriedenkmal wären die Laternen natürlich geeignet, dann aber mit allem Drumherum, sprich Menschen die diese Abends ein- und in den Morgenstunden ausschalten.
12:28
Hallo liebe Gaslampenfreunde
Wir Menschen reden viel zu viel über Dinge die wir dann doch nicht machen, weil wir der Meinung sind ich kann doch sowieso nichts machen ich bin alleine, aber das stimmt nicht.
Dank eine kleine Gruppe ( der ich auch mit angehöre ), machen wir was und reden nicht nur !!!
Seit Sontag Abend haben wir eine eigene Homepage
www.Düsseldorf-Gaslicht.de
informiert Euch doch einfach mal und
MACHT EINFACH MIT
die Gaslaternen zu retten !!!!
Roland Rösch
08:48
Wenn man bedenkt, wie die Stadt mit dem Baudenkmal Tausendfüßler umgeht, ist der Denkmalschutzstatus nur noch ein Hohn. Ich möchte Cappucino nur zustimmen und hoffe, daß sich trotz der Ignoranz unserer Stadtführung noch etwas bewegt. Ansonsten verliert Düsseldorf mal wieder ein Stück Identität. Und die war einige Jahrzehnte internationalgerade durch das angesprochene Ensemble bestimmt. Die vorliegenden Planungen zeigen nur den Weg in die Verwechselbarkeit.
Denkmalschutz, welche Bedeutung hat er in Düsseldorf? Hat dieser Status wirklich nur eine Bedeutung, wenn ein Privatmann eine neue Haustür einbauen will?
00:01
Das groessere Klimaproblem duerften wohl die Heizpilze sein, dennoch wird mehr CO2 emittiert als mit LEDs, das sollte irgendwo kompensiert werden.
Als Weltkulturerbe fiele mir trotz alledem immer noch der Tausendfuessler ein, da er einerseits epochentypisch fuer die 1950er/60er Jahre und die Idee der autogerechten Stadt ist, andererseits aber durch seine filigrane Gestaltaus anderen vergleichbaren Bauwerken seiner Epoche heraussticht, Zudem ist das Ensemble aus Drei-Scheiben-Haus, Schauspielhaus und Tausendfuessler zugleich zeittypisch und einmalig, also der klassische Unesco-Kandidat!