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Bald dürfen Ärzte in Düsseldorf Heroin verschreiben

25.03.2010 | 11:39 Uhr
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Bald dürfen Ärzte in Düsseldorf Heroin verschreiben

Düsseldorf. Die letzte Hürde ist bald genommen. Bürgermeisterin Agnes-Marie Strack-Zimmermann (FDP) zeigt sich sichtlich erleichtert. Bald soll es auch in Düsseldorf - vermutlich im Gesundheitsamt - synthetisches Heroin für schwerstkranke Abhängige geben.

Bürgermeisterin Agnes-Marie Strack-Zimmermann (FDP) zum Plan, synthetisches Heroin in Düsseldorf an schwerstkranke Abhängige abzugeben: „Wir helfen den Ärmsten der Armen, aus dem Teufels­kreis der Kriminalität zu kommen und in Würde zu leben.“ Anfang der 90er Jahre stand Düsseldorf auf der Auswahlliste für ein Pilotprojekt. Doch der damalige Oberbürgermeister Joachim Erwin hielt dies für den völlig falschen Weg. Der Staat dürfe keine Drogen verabreichen.

Heroin wird in einer Heroinabgabestelle in Frankfurt am Main auf eine Spritze aufgezogen.

In Bonn und Frankfurt wurde ein fünfjähriger Versuch gestartet. Mit Erfolg. Im Vorjahr beschloss darauf der Bundestag ein Gesetz zur Verabreichung von „Diamorphin“ an Schwerstkranke. Das synthetisch hergestellte Heroin wurde inzwischen als Arzneimittel zugelassen. Die Krankenkassen sind bereit, die Kosten zu übernehmen. Jetzt muss nur noch der NRW-Gesundheitsminister einige Verfahrensregeln mit Kommunen und Bezirksregierungen klären „Das passiert in Kürze“, so ein Sprecher. Danach erteilt der Regierungspräsident die Erlaubnisse an Ärzte, die die Auflagen erfüllen.

Abgabestelle im Gesundheitsamt eine Option

In Düsseldorf macht sich Strack-Zimmermann dafür stark, dass im Gesundheitsamt eine Abgabestelle eingerichtet wird. „Dort kann das professionell ablaufen. Das Amt ist in der Lage, das Konzept zu erstellen.“

Auf jeden Fall will die Politik bei der Umsetzung ein Wörtchen mitreden. Deshalb fragen die Fraktionen von CDU/FDP heute im Rat nach dem Stand der Dinge. „Wir wollen uns frühzeitig vorbereiten“, betont CDU-Fraktionschef Friedrich G. Conzen. Er wünscht sich, dass sich die Beschaffungskriminalität verringert. Ein Fixer benötigt bis zu 2000 Euro wöchentlich, um seine Abhängigkeit zu finanzieren. Die meisten haben dafür das Geld nicht. Sie besorgen es sich durch Prostitution, Diebstähle, Autoaufbrüche. Der volkswirtschaftliche Schaden ist enorm: etliche Millionen pro Jahr.

In Düsseldorf gibt es, so die Polizei, bis zu 4000 Heroin- und Kokainabhängige. Diamorphin werden aber nur ganz wenige erhalten: Sie müssen seit mehr als fünf Jahren abhängig und über 23 Jahre alt sein und zwei erfolglose Therapieversuche hinter sich haben.

Michael Mücke

Kommentare
04.07.2010
17:33
Bald dürfen Ärzte in Düsseldorf Heroin verschreiben
von Werner M. | #28

ahhh ewig geil gleich anmelden was geht hab ich ewig lang drauf gewartet muahauuhauha und ihr dürft alles zahlen weil ich nur hartz bekomm muahuahuahuhauhauhauhauhauha

26.03.2010
17:40
Bald dürfen Ärzte in Düsseldorf Heroin verschreiben
von Boonie Boo | #27

Manche Kommentatoren, die sich an anderer Stelle wahrscheinlich sehr darüber aufregen würden, dass es Menschen gibt, die Kinder und Jugendliche missbrauchen, vergessen an dieser Stelle, dass viele Abhängige von Opiaten, Opfer von Missbrauch wurden. Damit soll nicht gesagt werden, dass jedes Missbrauchsopfer automatisch süchtig wird, doch ist es eine Tatsache, dass es wirklich viele Süchtige mit einer derartigen Vorgeschichte gibt. Die Wenigsten werden auch wissen, dass es schon seit einigen Jahren wissenschaftlich belegt ist, dass niemand wirklich freiwillig in die Sucht geht, da im Gehirn der Betroffenen eine Dopaminfehlversorgung stattfindet. Ein Umstand der von den Medien bisher nicht verbreitet wurde. Was den Kostenfaktor betrifft: Ein riesiges legales Wirtschaftskollektiv verdient gut am Leid dieser Menschen. Anwälte, Ärzte, Apotheken, Therapeuten, Therapieeinrichtungen, Sozialarbeiter, Soziale Träger, selbst Justizangestellte etc. Und auch der Staat verdient indirekt durch die beschlagnahmten Drogengelder einen zu verachtenden Anteil daran. Von daher waren alle bisherigen Hilfsangebote auch derart strukturiert, dass sie nicht auf die wirklichen Bedürfnisse der Abhängigen abgestimmt waren. Jeder der sich nun das jahrelang erpropte Modellprojekt für die Diamorphinabgabe anschaut und dann mit dem von dem Bundesausschuss freigegebenen Konzept vergleicht, muss das Gruseln bekommen. Was zuvor schon nicht einfach umzusetzen war, ist nun absolut realitätsfremd konzeptiert und wird für alle Beteiligten zu einem Drahtseilakt. Wenn man bedenkt, dass viele Süchtige sehr intelligent sind und zudem ganz ähnliche Wünsche und Ziele wie die meisten anderen Bürger haben, verzichten Staat und Gesellschaft auf enormes Potential. Abhängige die ihre Sucht selber finanzieren können, leben unauffällig wie jeder andere Bürger. Statt Süchtige zu stigmatisieren und auszugrenzen, sollten wir Deutschen es politisch einfordern, dass auch weniger finanzstarke Abhängige (und insofern auch deren Angehörigen), Rahmenbedingungen vorfinden, die ihnen ein gleichberechtigtes und lebenswertes Leben garantieren.

26.03.2010
16:39
Bald dürfen Ärzte in Düsseldorf Heroin verschreiben
von B.Schmitz | #26

Und wer bezahlt mal wieder? Es ist eine Frechheit so mit den Geldern umzugehen, die die arbeitende Bevölkerung den Krankenkassen zahlt.Die die arbeiten werden nur noch bestraft. Wir unterstützen die Sozialschmarotzer, die Abhängigen usw.
@ 24
Wer Arbeit sucht und gewillt ist zu arbeiten, der findet auch Arbeit. Aber die meisten wollen doch viel Geld verdienen aber dafür auch nichts tun.

26.03.2010
15:29
Bald dürfen Ärzte in Düsseldorf Heroin verschreiben
von laberrababer | #25

gut das es langsam aber sicher ein umdenken in der drogenpolitik gibt.
menschen die schwerst abhängig sind und sich dafür prostituieren müssen oder klauen gehen, sollten dieses heroin bekommen.
und wenn hier manche schreiberlinge meinen sie sollten doch alle arbeiten gehen, sollen sie mal sagen wo es arbeit gibt.

26.03.2010
14:10
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Name von Moderation entfernt | #24

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26.03.2010
13:37
Bald dürfen Ärzte in Düsseldorf Heroin verschreiben
von antifaschist | #23

@21: Sie sind anscheinend ja ein richtiger Experte, aber dann sollten sie auch wissen, dass Heroin eines der verträglichsten Analgetika ist. Es gibt beim Heroin selbst bei Dauerkonsum relativ wenig Nebenwirkungen, wenn der Stoff nicht verunreinigt ist. Es löst überhaupt keine Psychosen aus. Die Kausalität ist also andersherum, Menschen mit Psychosen greifen häufiger zu Drogen.

26.03.2010
10:48
Bald dürfen Ärzte in Düsseldorf Heroin verschreiben
von der Labbecker | #22

an #2: schön dass die Leute ob ihres Heroinkonsums an diesen Folgekrankheiten leiden, aber es hat sie keiner gezwungen das Zeugs zu nehmen!

26.03.2010
10:39
Bald dürfen Ärzte in Düsseldorf Heroin verschreiben
von pollasto | #21

Der Volkswirtschaftliche Schaden, der durch Drogenhandel und -Konsum entsteht, ist um vielfaches höher, als die Kosten für eine geregelte und kontrollierte Abgabe von Drogen. Letztlich ist es auch der einzig gangbare Weg der Drogen in akzeptabler Weise Herr zu werden.
Alles andere, ob rechtsstaatliche Mittel angewandt wurden oder eher nicht, hat kläglich versagt.

26.03.2010
08:53
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Name von Moderation entfernt | #20

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

26.03.2010
06:18
Bald dürfen Ärzte in Düsseldorf Heroin verschreiben
von H_rulez | #19

auf auf junkies
ddorf ruft !

best stuff in town !

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