3500 Kinder sangen in Düsseldorf gemeinsam für das Projekt "Singpause"
06.05.2011 | 17:40 Uhr 2011-05-06T17:40:00+0200
Düsseldorf. 3500 Kinder in Düsseldorf im Ausnahmezustand: Doch weder Lena, noch Justin Biber oder Robbie Williams waren der Grund dafür, sondern das Projekt "Singpause", zu dem die Schüler in den Stockumer Sportpark einluden und gemeinsam musizierten.
Es herrscht große Aufregung. Auf den Sitzen der mobilen Arena wird eifrig getuschelt. Plötzlich springt einer auf: „Da kommt er.“ Jetzt hält es niemanden mehr auf seinem Platz, großer Beifall, stehende Ovationen. 3500 Kinder im Ausnahmezustand. Doch wär ist es? Lena , das Popsternchen Justin Bieber oder sogar Robbie Williams ?
Nein, es ist der Oberbürgermeister Dirk Elbers, ja, richtig gehört. Es wird gedrängelt, gehüpft, jeder will einen Blick auf den OB erhaschen und ihm die Hand geben. Das Händeschütteln sieht schon wie bei den großen Hollywood-Stars aus - da ist wohl etwas von dem Promi-Glanz des Eurovision Song Contest auch auf den OB gerieselt.
Dabei war der gestern eigentlich nur Gast. Im Mittelpunkt standen nämlich die 3500 Schüler, die zum Konzert des Projekts „Singpause“ in die provisorische Klein-Arena im Stockumer Sportpark einluden.
Zum ersten Mal gemeinsam
Zum fünften Mal wird das Projekt an Düsseldorfer Grundschulen angeboten. Kindern soll in der Zeit musikalisches Basiswissen vermittelt werden. „Wir üben schon seit Wochen für den Auftritt. Ich habe die Klassen zwei Mal in der Woche besucht und mit ihnen nicht nur gesungen, sondern auch zum Beispiel das Notenlesen geübt“, erzählt Ulrike Eitel. Sie ist eine der 26 Singleiter, die die 34 teilnehmenden Schulen betreut haben.
Bisher probten nur die einzelnen Klassen, alle 3500 Kinder sangen dann beim Auftritt gestern zum ersten Mal gemeinsam. Kimberly und Kristin waren ganz schön aufgeregt: „Es sind so viele Leute da. Fast die ganze Welt schaut zu.“ Marvin sah das etwas gelassener: „Ich singe einfach, da muss man nicht nervös sein.“ Der Tipp des Achtjährigen: „Augen zu und durch.“ Die neunjährigen Mädchen gehen das schon mit ein wenig mehr Feingefühl an: „Man muss nur an sich glauben.“
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Dann ging es los. Eine Stunde lang wurde musiziert. Die Lieder reichten von Schunklern wie „En Düsseldorf am Rhing“ bis zur Europahymne. Dabei wurden die 3500 Goldkelchen von einem 170-köpfigen Nachwuchs-Ensemble der Clara-Schumann-Musikschule unterstützt. Die Flugzeuge, die im zehn-Minuten-Takt über die Arena brausten, waren da kaum mehr zu hören. Am Ende lautet das einhellige Urteil: Bravo, prima gemacht! Die rund 2000 Besucher, zumeist Eltern und Großeltern der Kinder, spendeten reichlich Applaus.
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