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Beschneidung

Urteil zu Beschneidung trifft "ins Herz der jüdischen Tradition"

28.06.2012 | 07:18 Uhr
Urteil zu Beschneidung trifft "ins Herz der jüdischen Tradition"
Die Beschneidung von männlichen Neugeborenen am achten Tag nach der Geburt gehört seit 4000 Jahren zu den festgelegten Regeln jüdischen Glaubens.

Dortmund  "Entsetzt und bestürzt" ist die Jüdische Kultusgemeine Dortmund über das Kölner Gerichtsurteil zur Strafbarkeit der Beschneidung von Jungen. Für Rabbiner Avichai Apel trifft die Entscheidung "ins Herz der jüdischen Tradition".

Wie empfinden Sie die Entscheidung des Kölner Gerichtes, dass die Beschneidung von Jungen eine Körperverletzung darstellt?

Die Entscheidung ist absolut unvernünftig und widerspricht dem Grundgesetz auf Religionsfreiheit. Die Beschneidung von männlichen Neugeborenen am achten Tag nach der Geburt gehört seit 4000 Jahren zu den festgelegten Regeln unseres Glaubens. Das Ritual erinnert an den heiligen Bund, den Gott mit dem Stammvater Abraham geschlossen hat. Dieses Urteil trifft ins Herz der jüdischen Tradition. Die Jüdische Kultusgemeine Dortmund ist entsetzt und bestürzt über diese Entscheidung.

Wird sich jetzt etwas ändern am Beschneidungsritual?

Eine Änderung an dieser Jahrtausende alten Regel ist nicht möglich. Mir ist auch kein Fall bekannt, dass Kinder in späteren Jahren ihre Beschneidung als Körperverletzung angesehen haben. Ganz im Gegenteil weiß man schon seit langen Jahren, dass die Beschneidung auch aus medizinischer Sicht sinnvoll ist, da sie Krankheiten verhüten kann. Übrigens sind rund 25 Prozent der Männer weltweit beschnitten. Das sind viele hundert Millionen.

Wie oft kommen in der jüdischen Gemeinde in Dortmund Beschneidungen vor?

Im Moment sind es etwa zehn pro Jahr, die in den meisten Fällen durch einen speziell hierfür ausgebildeten Heilpraktiker, den Mohel, durchgeführt werden. (HBS/PiLi)

Kommentar: Recht und Religion



Kommentare
16.07.2012
23:55
Urteil zu Beschneidung trifft
von HalloAusDemPott | #89

Tradition hat also mehr Gewicht als Körperverletz
Für Ärzte fällt nur ein lukrativer Geschäftszweig weg, besonders wenn man bedenkt, dass religiöse Beschneidungen nur PRIVAT abgerechnet werden können.

Also ist man dafür und schmeißt alle ethischen Grundsätze über Bord.

Eine Beschneidung, egal ob Jungen oder Mädchen, ist und bleibt eine Körperverletzung, zumal die Beschnittenen nicht selbst entscheiden können und der Vorgang unumkehrbar ist.

Liebe Ärrzte, habt Ihr Euren ärztlichen Eid vergessen ???

Liebe Politiker, stellt Ihr neuerdings religiösen Wahn über das Grungesetz ???

Stimmt Frau Merkel, wir machen uns zur Komikernation, aber nur weil soche Komiker wie ihr, kein Rückrat habt, kein Respekt vor dem Grundgesetz habt und ihr euch mittlerweile über die Rechtsprechung erhebt.

Ihr seid genau so eine Schande für dieses Land, wie diese idiotischen religiösen Rituale.

Politiker, Befürworter und Kriecher aller Couleur, lasst euch doch verstümmeln, mal sehen wieviel Spass ihr habt.

05.07.2012
14:10
Kein Bestand
von BenDoNord | #88

Das Urteil hat eh keinen dauerhaften Bestand, da eine unzureichende Rechtsgüterabwägung vorgenommen wurde.
Das Bundesverfassungsgericht wirds klären, und nach einem gesetzlichen Rahmen rufen. Das letzte Wort wird daher das Parlament haben.

04.07.2012
14:46
Urteil zu Beschneidung trifft
von drengler | #87

... zu Recht! Wer so ein Tier behandelt, der macht sich in der BRD srafbar (!) und wer Kinder aus religiösen und traditionellen Gründen verstümmelt, der hat ein "Recht" darauf? Wie krank ist das denn?

Das Urteil entspricht einer konesquenten deutschen Rechtstradition und stellt das Recht der körperlichen Unversehrtheit von wehrlosen Kindern höher als die Religionsfreiheit. Wer als Anhänger orientalischer Wüstenreleigionen das hier in Deutschland nicht ertragen kann und es anders will, der soll die Koffer packen und ind die gelobten Länder ziehen und sich und seinen Kindern dort abschneiden was und wie er es will!

04.07.2012
12:50
Urteil zu Beschneidung trifft
von en_macker | #86

Komisch, bei Welpen verstößt das Coupieren gegen das Tierschutzgesetz, Jungen sollen aber im Namen eines imaginären Oppas coupiert werden dürfen? Das ist Perversion pur.

29.06.2012
00:13
Urteil zu Beschneidung trifft
von HellsAngels | #85

Amüsierend finde ich das es hier scheinbar Trolle gibt, die anscheinend mehr über den Islam zu wissen glauben als über Ihre eigene.
Beschäftigt euch mal mit wichtigen Dingen im Leben.

29.06.2012
00:12
bayou | #83
von dummmberger | #84

Ist das nur bei muslimischen Junge "eine abscheuliche archaische Sitte"?

28.06.2012
20:26
körperliche Unversehrtheit muss vor Religionsfreiheit stehen. Eine richtige Entscheidung
von bayou | #83

.....Die Beschneidung muslimischer Jungen ist eine ebenso abscheuliche archaische Sitte wie die Genitalverstümmelung bei kleinen Mädchen. Sie ist ein Unterdrückungsinstrument und gehört geächtet.....
http://www.welt.de/debatte/kommentare/article107288230/Die-Beschneidung-ein-unnuetzes-Opfer-fuer-Allah.html

28.06.2012
17:35
Nur Barbaren
von meigustu | #82

schnippeln an kleinen Kindern rum. Wenn die mit 18 sich frei entscheiden sich solchen masoistischen Praktiken zu unterwerfen ist das ihre Sache

-

oder auch nicht wenn man an die ganzen Kreuzzüge gegen Drogen denkt. Sonst dürfen sich demnächst die Anhänger diverser Religionen härteres reinpfeifen als Weihrauch.

28.06.2012
17:32
Urteil zu Beschneidung trifft
von EU-lenspiegel | #81

Und wenn die Kinder später gar nicht diesen Glauben führen wollen.
Ich glaube die sind dann gezeichnet für ihr ganzes Leben.
Das hat doch nichts mit Freiheit zu tun. Zusätzlich sieht es auch nicht schön aus.
So ............

28.06.2012
17:19
Urteil zu Beschneidung trifft
von Tiroler2012 | #80

Ach so, dannheißt es noch als Argument sinngemäß, Säuglinge würden ja im Grunde keine Schmerzen empfinden und das auch deshalb kein Problem. Das zeigt die ganze Unkenntnis, Verbortheit oder emotionale Kälte der alten Männer des Zentralrats. Das erinnert mich an die uralte und längst widerlegte Aussage, Tiere könnten keine Schmerzen empfinden. Jetzt heißt es also Babies empfinden keine Schmerzen.
Sehr interessant dazu: http://www.bundesaerztekammer.de/downloads/Praenatalpdf.pdf

Wer weiß, vielleicht ist diese Eiseskälte ja auch auf das frühkindliche Trauma der Beschneidung zurück zu führen. Eltern müssen beschützen, nicht verletzten.

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