Trinkraum in der Nordstadt auch im Sommer viel genutzt
04.07.2012 | 19:31 Uhr 2012-07-04T19:31:00+0200
Dortmund. Auch wenn endlich Sommer ist und die meisten Menschen lieber draußen als drinnen sitzen – der Trinkraum wird gut genutzt. Zwischen 45 und 50 Menschen besuchen das Café Berta im Schnitt jeden Tag.
Auch wenn endlich Sommer ist und die meisten Menschen lieber draußen als drinnen sitzen – der Trinkraum wird gut genutzt . Zwischen 45 und 50 Menschen besuchen das Café Berta im Schnitt jeden Tag. Am Montag zählte Einrichtungsleiter Thomas Thanscheidt zum Beispiel 49 Gäste, am Freitag 42. „Es läuft super gut“, ist Thanscheidt überzeugt.
Die Gästezahlen schwankten allerdings – mal nutzen mehr als 60 Trinker den Raum an der Herold-straße, mal sind es 30 Menschen, die dort Alkohol konsumieren. „Wir haben einige Stammkunden“, sagt Thanscheidt. Aber es zeigten sich auch immer wieder neue Gesichter.
Baumscheibenpatenschaft
Konflikte mit Anwohnern seien weiter ausgeblieben . Stattdessen setzt sich das Café Berta dafür ein, dass die Nordstadt schöner wird – indem die Mitarbeiter eine Baumscheibenpatenschaft übernommen haben. Das heißt, sie kümmern sich um die Bepflanzung und Pflege der Scheiben. „Unsere Gäste helfen fleißig mit“, sagt Thanscheidt.
Auch die Möglichkeit, von Sozialarbeiterin Viktoria Kuhl Hilfe zu bekommen, werde gut angenommen. „Seit Eröffnung hat sie 86 Fälle betreut“, informiert Thanscheidt. Die Probleme der Gäste seien vielfältig. „Zum Beispiel hat unsere Sozialarbeiterin einem Mann geholfen, dessen Frau gestorben war“, erzählt der Einrichtungsleiter. Sie half, Kontakt zum Bestatter aufzunehmen.
Ärger mit Gästen gab es bislang nur wenig. „Seit April gar nicht mehr, da hat sich herumgesprochen, dass wir durchgreifen “, meint Thanscheidt. Zwei Hausverbote seien seit Januar erteilt worden.
23:54
Wenn man bedenkt, dass die Stadt kein Personal hat, um bspw. Ämter in Eving zu besetzen, würde ich mir mehr Infos über messbare Erfolge wünsche.
- Wie viele Menschen kommen ohne den Genuß von Alkohol in der Öffentlichkeit aus?
- Gab es Erfolge in der Suchtbekämpfung?
Überall wird gekürzt, da finde ich es immer sehr bedenklich, wenn in Dortmund die immer höheren Besucherzahlen von Drogenkonsumräumen als Erfolg bewertet werden. Hier muss doch dringend ein neues Denken eingeführt werden. Aber wenn es keine Süchtigen mehr gibt, gibt es auch keinen Bedarf an Kümmerern. Gibt es dort einen Interessenskonflikt?
Ihr Vorwurf ist absurd. Genauso könnten Sie einem Polizisten vorwerfen, er sei daran interessiert, dass Verbrechen geschehen, weil ja sonst eventuell bei der Polizei Stellen gekürzt werden könnten.
Oder einem Arzt, dass er sich kranke Menschen wünscht. Überlegen Sie einmal, wieviele Berufsgruppen von Leid und Missständen abhängen. Bei weitem nicht nur das Themenfeld Sozialarbeit und Suchttherapie.
13:31
..werden alle Steuerzahler dazu gezwungen solche Aktionen zu finanzieren?