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Rettung für das grüne Paradies

04.07.2012 | 09:00 Uhr
Rettung für das grüne Paradies
Die Gärten der Grabelandpächter zwischen Primelstraße und Schwerter Straße sollen in eine Kleingarten-Anlage umgewandelt werden.Willi Synowzik ist einer der Ersten gewesen , die in den 1980er Jahren dort einen Garten von der Stadt gepachtet hat.Foto: Knut Vahlensieck

Sölde.   Sie genießen ihre Freiheit als Grabeländer, doch ihr grünes Paradies ist bedroht. Ende 2017 könnte das Aus für die Gärten zwischen Schwerter- und Primelstraße kommen. Dem beugen die Gartenfreunde Sölde nun vor.

Es ist ein kleines grünes Paradies genau zwischen Sölde und Sölderholz. Grabeländer haben das Dreieck im Bereich Schwerter- /Primelstraße in ein echtes Schmuckstück verwandelt – und doch tickte dort eine Zeitbombe: Die Idylle sollte es nur noch bis Ende 2017 geben. Doch jetzt haben die Gartenfreunde Sölde den Ausweg aus dem Dilemma gefunden.

Die Fläche, die seit 1982 von der Stadt als Grabeland verpachtet wird, wird sich in eine ordentliche Kleingartenanlage unter dem Dach des Stadtverbandes Dortmunder Kleingärten verwandeln. Das entschieden die Mitglieder jetzt, um ihre Gärten zu retten.

45 Parzellen zwischen 250 und 600 Quadratmetern, weiß Dirk Nusch von den Gartenfreunden, sind es mittlerweile, die von den Grabeländern seit nun 30 Jahren gehegt und gepflegt werden. Damals machten sie das Gebiet, das nach dem Abriss der alten Zechensiedlung zusehends verkam, wieder urbar. Sie bepflanzten die Gärten liebevoll mit Bäumen, Büschen und Hecken, legten kleine Hütten und befestigte Terrassen an.

Genau da liegt das Problem, erklärt Nusch: „Grabeland darf nur mit einjährigen Pflanzen bestellt werden, alle festen Aufbauten sind verboten“. Lange Jahre wurde dies zwar geduldet, doch die Gartenpächter wussten: Ein Abriss ihrer Anlagen konnte jederzeit eingefordert werden. Und nun sickerte sogar das mögliche Aus der gesamten Anlage bis Ende 2017 durch.

Deshalb begeben sich die Gartenfreunde nun auf den Weg zu einer offiziellen Kleingartenanlage. Dann gibt es eine Wasserversorgung und Wege zwischen den Gärten. Auch ein Spielplatz und ein Vereinsheim sind geplant. Das versüßt den Gärtnern den Verzicht auf ein Stückchen Freiheit auf dem Grabeland, tröstet Nusch.

Katrin Kroemer



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