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Prozess

Strafanzeige gegen Chefin der Dortmunder Westfalenhalle gestellt

01.03.2012 | 15:00 Uhr
Strafanzeige gegen Chefin der Dortmunder Westfalenhalle gestellt
Sabine Loos während eines Interviews im Dezember 2011. Foto: Franz Luthe

Dortmund.   Die Westfalenhallen-Chefin Sabine Loos hat eine Strafanzeige wegen versuchten Prozessbetrugs erhalten. Der Vorwurf: Im Rechtsstreit mit einer Dortmunder Maklerin wegen angeblich nicht gezahlter Provisionen für ein Haus soll Loos ihren Anwalt zu falschen Aussagen vor Gericht angestiftet haben.

Gegen die Hauptgeschäftsführerin der Westfalenhalle Dortmund, Sabine Loos, ist am Mittwoch bei einem Zivilprozess vor dem Landgericht Dortmund Strafanzeige gestellt worden. Der Vorwurf lautet auf „versuchten Prozessbetrug“. Loos soll ihren Anwalt dazu gebracht haben, vor Gericht eine falsche Aussage zu tätigen. Der Richter nahm die Anzeige zu Protokoll, der Prozess wurde unterbrochen.

In dem Zivilprozess geht es um eine angeblich nicht gezahlte Käuferprovision für ein Haus in Lücklemberg. Eine Dortmunder Maklerin hat die neue Chefin der Dortmunder Westfalenhalle verklagt. Der Streitwert beläuft sich auf circa 18.000 Euro, wie der Rechtsanwalt der Klägerin, Ralph-Heinz Müller, am Donnerstag gegenüber DerWesten angab. Loos hatte Haus und Grundstück Ende Juni 2011 gekauft.

Eskalation um E- Mail

Im Prozess ließ Loos erklären, sie habe nicht gewusst, dass sie als Käuferin eine Provision übernehmen müsse. Es existiere dafür keine vertragliche Grundlage. Dem allerdings widerspricht die Maklerin. Am 14. Juni habe Loos eine E-Mail mit allen für den Hauskauf relevanten Informationen erhalten, so die Klägerin.

Loos’ Anwalt Dirk Schmitz erklärte jedoch, die Anlage der E-Mail habe sich nicht öffnen lassen. An diesem Punkt eskalierte das Verfahren, denn Loos habe nur einen Tag später den Erhalt der E-Mail bestätigt, wie Rechtsanwalt Müller erklärte. Der mutmaßliche Wortlaut der Empfangsbestätigung: „Vielen Dank für die Übersendung der Unterlagen.“

Der Richter nahm die anschließende Anzeige der Klägerseite gegen Loos wegen „versuchten Prozessbetrugs“ entgegen. Diese soll nun der Staatsanwaltschaft übermittelt werden. Solange die Strafanzeige läuft, wird der Prozess unterbrochen. Der eigentlich für den 25. April anberaumte Termin, um den Provisions-Streit weiter zu verhandeln, werde wahrscheinlich nicht gehalten werden können, sagte Rechtsanwalt Müller gegenüber DerWesten.

Der Anwalt von Sabine Loos war am Donnerstag nicht zu erreichen.

Timo Baudzus



Kommentare
01.03.2012
21:59
Es sind ja nur 18.000 EUR :-)
von xxyz | #1

KOmisch

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