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"Spezialeinheit Bergung" der Feuerwehr übte in Dortmund

17.08.2012 | 11:30 Uhr
"Spezialeinheit Bergung" der Feuerwehr übte in Dortmund
Die Spezialeinheit Bergung der Berufsfeuerwehr bei einer Übung.Foto: Ralf Rottmann

Dortmund.   Die "Spezialeinheit Bergung" der Feuerwehr Dortmund war gestern im Einsatz. Die Retter mussten einen eingeklemmten Unfallfahrer befreien - zum Glück nur als Übung. Und auch die Taucher der Truppe kamen zum Einsatz.

Wie eine Kanonenkugel katapultiert sich der Kleinwagen die Böschung an der Seilerstraße herunter. Der Fahrer wird aus dem Wagen geschleudert und unter dem Fahrzeug schwer verletzt eingeklemmt. Ein Fall für die „Spezialeinheit Bergung“ der Feuerwehr Dortmund. Zum Glück nur eine große Übung, zu der die Spezialeinheit, ein Löschzug samt Rettungsdienst, ins Ausbildungszentrum der Feuerwehr in Eving gestern ausrücken musste.

Während die ersten Feuerwehrleute die Lage sondieren, wird schon der große Kranwagen in Stellung gebracht. Bis zu 40 Tonnen kann der Koloss heben, der 1994 in Dienst gegangen ist und eigentlich „schon zum alten Eisen“ gehört. „Heute sind Kranwagen Standard, die bis zu 60 Tonnen heben können“, berichtet Feuerwehrchef Dirk Aschenbrenner. Der Vorgänger schaffte lediglich 16 Tonnen.

Doch seien die Anforderungen heute ganz anders. Und immerhin rolle der Kran mindestens zwei Mal die Woche zu Einsätzen raus. Ein neuer ist schon im Bedarfsplan aufgeführt. Kosten: 1 Mio. Euro. Doch noch, so scheint es, scheut sich die Politik vor den hohen Anschaffungskosten.

Die „Goldene Stunde“

Die Feuerwehrleute haben derweil den Wagen durch ein Seil an der Seilwinde eines Löschfahrzeuges gesichert. Die ersten Untersuchungen des Verletzten beginnen, der mit einer Aludecke zugedeckt wird. „Nach acht Minuten sind die ersten Einsatzkräfte vor Ort, nach etwa zwanzig Minuten der Kranwagen“, erklärt Aschenbrenner. „Bis der Patient dann im Krankenhaus ist, soll nicht mehr als eine Stunde vergangen sein, eine Stunde, die wir die ,Goldene Stunde’ nennen.“

Um die Frontpartie des Autos haben die Beamten ein großes Stahlseil gespannt, das im Haken des Kranwagens festgezurrt wird. Und dann koordiniert der Einsatzleiter die weiteren Maßnahmen. Denn auf der einen Seite soll der Wagen die Böschung hinaufgezogen werden, auf der anderen Seite vom Kran angehoben werden. Da ist Fingerspitzengefühl gefordert. Zentimeter für Zentimeter bewegt sich so der Wagen, bis der Notarzt den Verletzten dann versorgen kann.

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17.08.2012
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