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KV-Anlage

Demo gegen Terminal-Standort

18.06.2012 | 18:35 Uhr
Demo gegen Terminal-Standort
DSW21 will auf dem Gelände des ehemaligen Hafenbahnhofs eine KV-Anlage bauen. Foto: Jochen Linz

Huckarde/Deusen. DSW21 plant eine neue Container-Umschlagsanlage am alten Hafenbahnhof in Huckarde. Eine Interessengemeinschaft aus Siedlern, Anwohnern, Parteien und Gewerbetreibenden meldet große Bedenken an und läuft Sturm gegen diesen Standort. Mit einer Demonstration will sie am Donnerstag (21.) um 15.30 Uhr an der Kreuzung Parsevalstraße/Emscherallee ihren großen Unmut zum Ausdruck bringen.

Verkehr wird Huckarde belasten

Der Beauftragte des Landes NRW für die Huckarder Bezirksvertretung, Harald Hudy, werde, so Ulla Hawighorst-Rüßler von der Interessengemeinschaft, am Montag, 25. Juni, darüber entscheiden, „ob es ein Verkehrskonzept für den Hafen gibt. Und ob eine Empfehlung für die KV-Anlage (Kombinierter Verkehr Straße/Schiene) ausgesprochen wird, damit der Beauftragte der Stadt, Herr Heinze, ebenfalls darüber befinden kann.“ Die Protestler halten das Verkehrskonzept für eine Zumutung für Huckarde und sprechen sich für einen anderen Standort aus.

Einhelliger Tenor: Der Verkehr wird Huckarde in Zukunft stark belasten. Gewerbetreibende sind besorgt oder gefährdet, weil es Betriebsschließungen geben wird. Ulla Hawighorst-Rüßler, frühere Sprecherin der Bündnisgrünen in der Huckarder Bezirksvertretung, ist überzeugt davon, dass „Arbeitsplätze eher bedroht sind, als dass neue geschaffen werden. Weitere Stadtteile wie der Norden Dortmunds werden durch Züge belastet. Es gibt Alternativen, die neu geprüft werden müssen.“

Zahlreiche Bedenken und Anregungen lägen vor, ergänzte Hawighorst-Rüßler. Eine Anhörung erfolgt im Rahmen einer Erörterung am Donnerstag, 5. Juli, um 10 Uhr in der Alten Schmiede in Huckarde. „Es sind aber nur die geladen, die Einwände erhoben haben. Andere Personen haben keinen Zutritt“, klärte die Politikerin auf.

Die Interessengemeinschaft will ihren Protest durch eine Demonstration an dem Ort durchführen, der durch den Verkehr als erstes betroffen sein wird. Wenn demnächst rund 640 Lkw voll gepackt mit Containern dieses Nadelöhr passierten, nütze auch ein angedachter Kreisverkehr nichts. Ein großer Teil werde nämlich in südlicher Richtung auf die OWIIIa, also durch den Huckarder Ort, geleitet. Ziel der Interessengemeinschaft ist es nun, die Huckarder und Deu-sener Bürgerinnen und Bürger aufzufordern, sich umfassend zu informieren.

Auf einer Veranstaltung der Deu-sener Siedler vor einigen Tagen sagte Moderator Peter Strege: „Undemokratisches Verhalten kann eine Welle des Protestes hervorrufen.“ Er sollte Recht behalten.

Norbert Jacobs

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Kommentare
26.06.2012
17:35
Demo gegen Terminal-Standort
von Peso36 | #3

Wie wahr ... undemokratisches Verhalten kann eine Welle des Protests hervorrufen!
Ich hätte gar nicht gedacht, daß so etwas wie ein Protest gegen die Obrigkeit in Dortmund noch geht. Wahrscheinlich die Dortmunder Obrigkeit auch nicht...

22.06.2012
14:50
640 Lkw´s mit Anhänger + 16 Güterzüge á 700 m Länge pro Tag zusätzlich im 24 Stundenbetrieb!
von Absolutwertgeber | #2

Das ist eine Schwerindustrieanlage mit 24-Stundenbetrieb und die Zahlen kommen direkt aus den Planungsunterlagen. Die Sattelschlepper und Züge fahren auch nachts - wenn auch viel weniger. Übrigens wird eine 7-Tage-Betriebswoche angegeben.
Ich kann gar nicht verstehen, warum das Ganze so heruntergespielt werden kann. Zu den Kosten und klimatischen Nachteilen der Schallschutzfenster muß auch mal gesagt sein, daß Fenster sinngemäß eigentlich zum Öffnen - z.B. in Kippstellung zur Belüftung - angedacht sind. Das können sich die Anwohner dort wohl knicken.

18.06.2012
23:05
Es müsste heißen: "640 Lkws mit Anhänger pro Tag zusätzlich" im 24 Stunbenbetrieb!
von eksom | #1

Ferner wird bei Realisierung dieses Terminals den Bewohner/Innen der Strecken
Emscher Allee, Huckarder Strasse, Hülshof, Wengestr von den Investoren ganz offen empfohlen die Häuser und Wohnungen mit dreifachverglasten Fenstern und Türen auszugestalten. Diese Kosten werden aber nur zu 40 % (wenn auch nur auf Antrag) von den Investoren übernommen. 60 % der Kosten für die Dreifachverglasungen müssen die Betroffenen (Haus und Wohnungseigentümer oder Mieter, je nach Fall) selber tragen!
In den Sommermonaten braucht dann bei dreifachverglasten Fenstern und Türen keiner mehr Geld für die Sauna auszugeben. Vor allem nachts.

1 Antwort
Demo gegen Terminal-Standort
von jcm | #1-1

Seit wann sind nachts LKW´s unterwegens?
Und wie kommen sie darauf, dass in Wohnungen keine Saunatemperaturen herrschen, wenn Mensch heisse Luft nach innen lässt, anstatt bei starker Hitze die Fenster geschlossen und verdunkelt zu halten?

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