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Die Zukunft beginnt am 4. Juli

25.06.2012 | 17:24 Uhr
Die Zukunft beginnt am 4. Juli
Die Gneisenau-Allee ist fast fertig. Sie wird am 4. Juli um 10.30 Uhr offizielle eröffnet. Foto: Jochen Linz

Derne. Die neue Gneisenau-Allee wird am Mittwoch nächster Woche (4. Juli) eröffnet - ein Jahr und fünf Monate nach dem ersten Spatenstich.

Um 10.30 Uhr wollen Spitzen-Vertreter der RAG Montan-Immobilien und der Stadt symbolisch das Band durchschneiden. Dazu zählen u. a. RAG-Immobilien-Geschäftsführer Theo Schlüter und OB Ullrich Sierau. Ein großes Volksfest soll es nach RAG-Angaben nicht werden am 4. Juli, so Sprecher Frank Schwarz, „wir haben unsere Partner, die Politik und die Presse eingeladen.“ Dennoch seien interessierte Bürger zu der Eröffnung der 1,8 Kilometer langen Verlängerung willkommen.

Schlüssel zur weiteren Entwicklung

Die Gneisenau-Allee gilt als Schlüssel zur Zukunft des Entwicklungsgebietes Derne.

 Denn das neue Teilstück schafft die Verbindung zur B 236n und damit zu den Autobahnen A 1 und A 2. Damit verbessert sich nicht nur die Verkehrsanbindung für die Derner; auch das Gewerbegebiet mit seinen neun Hektar wird erst durch die Gneisenau-Allee attraktiv. Das ist auch deshalb wichtig, da hier vorrangig Unternehmen aus der Logistik-Branche angesiedelt werden sollen. Wie RAG-Montan-Immobilien-Sprecher Frank Schwarz unserer Zeitung berichtete, sei man aktuell mit zwei dieser Firmen in Gesprächen. Darüber hinaus verhandele man mit einem Betreiber eines Autohofes, der an dem Standort Gneisenau interessiert sei. Da es noch nicht zu Vertragsabschlüssen gekommen sei, wolle man sich zurzeit nicht näher äußern.

Das neue Teilstück der Gneisenau-Allee soll vom 4. Juli an die Hauptverkehrslast tragen und somit die Derner Straße entlasten, die langfristig von einer Durchgangsstraße zu einer Schlendermeile mit deutlich mehr Aufenthaltsqualität umgebaut werden soll. SPD-Ratsvertreter a. D. Bruno Schreurs spricht in diesem Zusammenhang gern vom „Boulevard Derne - in Anlehnung an den Boulevard Kampstraße in der City“. Gleichwohl zeigt sich Schreurs unsicher, „ob ich das noch in meiner aktiven Zeit als Kommunalpolitiker erleben werde“.

Ein Autohof auf Gneisenau beglückt nicht alle Derner. Kritiker befürchten, mit einer solchen Ansiedlung seien mehr Nachteile als Vorteile verbunden: Lärm, Dreck, Dauerlicht etc.

Pro und Contra

Doch für die Befürworter überwiegen die positiven Effekte. Sie argumentieren mit Arbeitsplätzen, weniger wilden Lkw-Parkplätzen in Wohngebieten und halten ein Hotel auch unabhängig von einem Autohof für dringend notwendig.

Alexander Ebert

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Kommentare
25.06.2012
20:09
Die Zukunft beginnt am 4. Juli
von xxyz | #1

Ein Super-Grundstück mit Anschluss an die Autobahnen.

Die Straßenführung in Richtung B236 ist schon jetzt total unübersichtlich. Das wird sich steigern lassen.

Es ist schlimm wie Derne, das schon jetzt in einigen Bereichen mit Straßenzügen aus der Dritten Welt vergleichbar ist, weiter herunterkommen wird.
Ein hervorragendes Grundstück wird zubetoniert und mit LKWs zugeparkt. Dazu gibt es fast keine Arbeitsplätze mit vernünftigen Löhnen. Wie soll sich der Norden entwickeln, wenn selbst diese Potenziale nicht genutzt werden und ganze Viertel im LKW-Verkehr ersticken.

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