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Klinikum Dortmund erstmals seit zehn Jahren mit Gewinn

05.07.2012 | 18:18 Uhr
Das Dortmunder Klinikum hat erstmals seit zehn Jahren einen positiven Jahresabschluss geschafft.Foto: Knut Vahlensieck

Dortmund.  Das Klinikum Dortmund hat zum ersten Mal seit zehn Jahren einen positiven Jahresabschluss geschafft. Bei einem Umsatz von 262 Mio. Euro im abgelaufenen Jahr blieben unter dem Strich 1,15 Mio. Euro in der Kasse.

Das Klinikum Dortmund hat zum ersten Mal seit zehn Jahren einen positiven Jahresabschluss geschafft. Bei einem Umsatz von 262 Mio. Euro im abgelaufenen Jahr blieben unter dem Strich 1,15 Mio. Euro in der Kasse. OB Ullrich Sierau, Vorsitzender des Aufsichtsrates, würdigte das „ganz hervorragende Ergebnis von fast historischem Ausmaß“.

„Wir haben die Vorgabe des Gesellschafters um 0,5 Millionen Euro übertroffen“, jubelte gestern auch Geschäftsführerin Mechthild Greive . Dass das Klinikum schwere Zeiten hinter sich hat, erwähnte Ullrich Sierau: „Das Klinikum hat noch 2008 einen Verlust von fast 15 Millionen Euro geschrieben.“ Jetzt sei aber der „Turn-around“ geschafft worden. Entgegen ersten Befürchtungen sehe das laufende Jahr ebenfalls positiv aus. Aktuell liege das Geschäftsergebnis sogar über dem Vorjahresniveau, verriet Sierau. Es bleibe aber abzuwarten, ob der positive Verlauf in der zweiten Jahreshälfte anhalte.

Knackpunkt Personalkosten

Grundsätzlich werde der Markt rauer. Glücklose Kliniken verschwinden von der Bildfläche. Balve und Wimbern sind nicht mehr. Aber davon profitiert auch ein erfolgreiches Krankenhaus wie das Klinikum. „Wir hatten mehr Patienten aus dem Sauerland“, bestätigt Greive.

Klinikum gegen Personalabbau

Eine hohe Akzeptanz bei den Patienten, Anerkennung und Preise bei Medizin-Rankings. Der Gesellschafter ist zufrieden mit der Entwicklung. Sierau zitierte ein Aufsichtsratsmitglied mit den Worten: „Das Klinikum ist auf dem besten Weg, die Lieblingstochter der Stadt zu werden.“ Sierau: „Dem möchte ich mich anschließen.“

Großer Knackpunkt: Die Personalkosten. Alleine 173 Mio. Euro wendet das Klinikum im Jahr für seine Mitarbeiter auf. Die Personalkosten sind um 4,7 Mio. Euro gestiegen. Der Gesetzgeber stelle in Aussicht, dass 50 Prozent der Zusatzkosten durch Tariferhöhungen den Krankenhäusern zufließen sollen. „Leider nur einmal“, bedauert Greive. „Obwohl die Krankenkassen auf Milliarden-Rücklagen sitzen.“

"Stillstand im Rückschritt"

Personalchef Ortwin Schäfer würdigte, dass betriebliche Abläufe wesentlich verbessert worden seien, um die Wirtschaftlichkeit des Hauses zu erreichen. Dazu gehört, dass die Pflege in den letzten zehn Jahren 220 Stellen verloren hat, während der ärztliche Dienst um 30 Stellen angewachsen ist. Bei der Produktivität liege das Klinikum heute über dem Durchschnitt.

Zentral-OP des Klinikums

Befragt, wie es nun baulich weitergeht, meinte Mechthild Greive vielsagend: „Stillstand ist Rückschritt“. Nach dem kompletten Umzug in den neuen Zentral-OP stehen weitere Umbauten im Altbau an. Im Klinikum Nord werden ebenfalls Stationen umgebaut sowie ein Zentral-OP neu gebaut.

Konkret soll auch die Schaffung einer Geriatrie für Altersmedizin mit 75 bis 80 Betten werden. Vier Optionen habe die Klinik in der Hand. Wann es losgehen solle, meinte Greive: „Jetzt!“

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