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Grab von Jens Pascal in Dortmund erhält Logo des BVB

13.11.2012 | 17:16 Uhr
Grab von Jens Pascal in Dortmund erhält Logo des BVB
Vater Andreas Schmidt am Grab seines Sohnes Jens Pascal.Foto: Ralf Rottmann

Dortmund.  Die katholische Kirchengemeinde Mariä Heimsuchung in Dortmund-Bodelschwingh und die Eltern des an einem Hirntumor gestorbenen Jungen Jens Pascal haben sich geeinigt: Der Grabstein für den kleinen BVB-Fan darf das Logo der Borussia tragen.

Am Ende flossen bei Nicole Schmidt die Tränen. Tränen der Trauer, denn noch einmal war die schreckliche Erinnerung an den Tod ihres kleinen Sohnes Jens Pascal hochgekommen. Aber auch Tränen der Erleichterung. Denn am Dienstag einigten sich Vertreter der Kirchengemeinde und die Eltern des verstorbenen Kindes darauf, wie der Stein auf dem Grab aussehen kann. Ein in den letzten zwei Tagen eskalierter Streit, der bundesweit Aufmerksamkeit erregt hatte, wurde versöhnlich beigelegt . Der letzte Wunsch von Jens Pascal wird in Erfüllung gehen.

Foto: WR

Herbstwind weht die letzten Blätter von den Bäumen auf dem Friedhof im Dortmunder Stadtteil Bodelschwingh. Ganz am Ende, in der Reihe der größeren Grabstellen, fällt schon jetzt ein Grab aus dem Rahmen . Viele Lichter, Kerzen und kleine Solarleuchten glimmen hier abends, und viele Erinnerungsstücke sind auf der lockeren Erde abgelegt. Kleine Teddybären, ein Spielschwert, ein Borussia-Schal und Bilder von Spielern des BVB. Es ist das Grab von Jens Pascal Schmidt, einem glühenden Anhänger der Dortmunder Fußballer. Dem kleinen Jungen, der im Mai mit nur neun Jahren an einem tückischen Hirntumor gestorben war. Der, als er realisierte, dass er nicht mehr lange zu leben hat, seinen Eltern einen letzten Wunsch zuflüsterte: Mit seinem Grabstein solle nicht nur an ihn, sondern auch an seine Liebe zum BVB erinnert werden.

Gemeinde hatte den Grabstein mit BVB-Logo zuerst abgelehnt

„Bei einem Steinmetz hatte ich einen Grabstein gesehen, der bereits einen Ball trug. Den hatten wir uns nach dem Tod unseres Sohnes für das Grab ausgesucht“, berichtet Jens Pascals Vater.

Doch: Der Entwurf mit Ball und BVB-Logo wurde von der katholischen Kirchengemeinde, die den Friedhof betreibt, auf dem Jens Pascal beerdigt ist, abgelehnt. „In der Gesamtheit dieser Gestaltung ist kein christlicher Bezug erkennbar “, sagt Michael Bodin von der Pressestelle der katholischen Kirche in Dortmund . „Der Entwurf in dieser Form ist dem Ort eines katholischen Friedhofs nicht angemessen.“

Was dann passierte, ist eine Kombination von Missverständnissen, mangelnder Kommunikation und explodierender Empörung in den sozialen Medien , wo innerhalb weniger Stunden über 100.000 Nutzer auf Facebook ihren Protest kundtaten.

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    Seite 2: Kompromiss: Christliches Symbol und Fußball

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Kommentare
23.11.2012
04:00
Grab von Jens Pascal in Dortmund erhält Logo des BVB
von lolo60 | #61

Es ist nicht zu glauben das nicht einmal der Wunsch eines todkranken Kindes,welches dann leider stirbt,von der katholischen Kirche abgelehnt wird.
Ich finde es einfach nur geschmacklos und die Begründung von dem Pressesprecher ist ein Witz.
Wenn es "von der Gesamtheit der Gestaltung keinen Christlichen Bezug" gibt,mein lieber Herr Pressesprecher,dann ruft man ganz einfach mal Erzbischof Zollitsch an oder eben den Papst und lässt ein Auge zudrücken.
Es geht hier nämlich nicht um einen betrunkenen BVB Randalierer der sich beim Treppensturz das Genick gebrochen hat sondern um den letzten Wunsch eines mittlerweile verstorbenen Kindes.
Desweiteren,wenn wir schon bei der "Gesamtheit des Christlichen Bezuges" sind:

Wenn ich als lese was für Verfehlungen sich so unter manchem Christlichen Gewand verbirgt (und es werden noch mehr Enthüllungen kommen) da frage ich mich dann auch, wo hier der Christliche Bezug ist.
Ich würde der Kirche raten, den Ball mal ganz flach zu halten.

18.11.2012
16:31
Jetzt gibt es einen Friedhof für Schalke-Fans
von buntspecht2 | #60

@59Wieso wollen die uns schon verlassen ?

16.11.2012
15:48
Jetzt gibt es einen Friedhof für Schalke-Fans
von kopfhoch | #59

Nicht zu fassen.

15.11.2012
22:59
Ihr habt Sorgen ;-)
von pemado | #58

Da regt man sich über ein eingraviertes Logo vom BVB auf...aber über diverse andere kuriose Dinge auf so manchen Grabsteinen nicht!!

Ein serbischer Mann hat ein Abbild der Vagina seiner toten Frau in deren Grabstein eingravieren lassen.
Es war der Wunsch seiner Frau, dass er niemals die intime Zone einer anderen Frau ansehen soll und sie machte vor ihrem Tod exakte Vorschriften, wie ihr Grab auszusehen habe, so der 72-Jährige.
Die Frau gab ihrem Mann mehrere Bilder ihrer Vagina, so dass ein genaues Abbild davon eingemeißelt werden konnte.

http://www.thefrisky.com/2012-10-23/wifes-dying-wish-is-to-have-vagina-replica-engraved-on-her-headstone/

Über sowas regt sich KEINER auf?!?!

14.11.2012
15:17
Genug jetzt der Blamagen
von PaulPanter | #57

Eltern und Kirchengemeinde hatten beide ihre Argumente
und jetzt ist doch ein Einvernehmen gefunden. Fakt.

Hunderttausend Leute hatten derweil nichts besseres zu tun,
als ihre völlig unmaßgebliche Meinung in einem kommerziellen
online-Netwerk, in Leserkommentaren oder als waz-Autoren
darzutun. Peinlich.

Und das alles anlässlich eines armen kleinen toten Jungen.
Traurig.

14.11.2012
13:02
Grab von Jens Pascal in Dortmund erhält Logo des BVB
von zebolon1 | #56

#53 genauso sehe ich das auch,das Grab sieht jetzt schon um es vorsichtig auszudrücken ,ein bißchen vermüllt aus.

14.11.2012
12:54
Grab von Jens Pascal in Dortmund erhält Logo des BVB
von dschidschi5 | #55

@ Rike57:
Also, ich könnte schwören, dass in der Überschrift immer noch auf den BVB hingewiesen wird...

Übrigens habe ich generell von Fussballfanatikern gesprochen, egal für welchen Verein die sind.

Und dieses ewige Argument mit dem "letzten Wunsch" ist grenzwertig – wenn man sich wünscht, dass bei der Beerdigung alle auf einem Bein tanzen, mag das ja noch gehen, aber wenn sich zum Beispiel Jemand wünscht, dass bei der eigenen Beerdigung nach der Totenrede alle Anwesenden gemeinsam Selbstmord begehen, dürfte doch mit Widerspruch zu rechnen sein – "letzter" Wunsch hin oder her.....

1 Antwort
Grab von Jens Pascal in Dortmund erhält Logo des BVB
von Rike57 | #55-1

Es ging hier Objektiv um den letzten Willen eines kleinen Jungen.
Und das Kommentare Unortudox werden, wenn die Argumente ausgehen, kennt man ja!

14.11.2012
12:51
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #54

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

14.11.2012
12:50
Grab von Jens Pascal in Dortmund erhält Logo des BVB
von bardolino | #53

Das Schicksal des Jungen ist schon traurig! Aber für mich ergeben sich trotzdem noch einige unklare Dinge:

1. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ein 9-jähriger über Grabsteine redet!

2. Ob er glühender Fan war, erscheint mir auch relativ fraglich. Denn in dem Alter macht man meistens das, was einem Eltern vorleben.

Letztlich finde ich es sehr traurig, dass von Seiten der Medien mit so wenig Distanz über diese Geschichte berichtet wird.

Ach ja, einer der Kommentatoren schreibt hier, dass der Vater im Fernsehen gesagt hätte, er wäre kein Fußball-Fan. Dann möge er mal erklären, warum auf dem Foto in der WR ein tätowierter Fußball zu sehen ist.

1 Antwort
Grab von Jens Pascal in Dortmund erhält Logo des BVB
von Burkinho09 | #53-1

Ich finde, dass die Eltern und die Kirchengemeinde im Einvernehmen und versöhnlich alles geklärt haben. Daher sehe ich auch keinerlei Klärungsbedarf mehr und alles andere ist reine Spekulation.

Mein Vater war jetzt kein besonders glühender Fußballfan und ich war das trotzdem von klein auf. Er ist nie mit mir ins Stadion gegangen, mich hat es da selber hingezogen. Von daher ist das überhaupt nicht fraglich und auch in anderen Lebenslagen tun Kinder in dem Alter (und auch schon viel früher!) oft genug nicht das, was ihnen die Eltern vorleben, sondern haben ihren eigenen Willen und wissen genau was sie wollen. Ob das immer richtig ist, ist eine andere Geschichte.

14.11.2012
12:38
Lieber Herr Krischer
von vaikl2 | #52

Hat es Ihr Blatt wirklich so dringend nötig, sich jetzt mit einem billigen Hinweis auf eine angeblich durch die WR initiierte "Konfliktlösung" von dem Vorwurf, aus einem einfachen Missverständnis zusammen mit anderen Medienhäusern einen riesigen Medienpopanz gestrickt zu haben, reinzuwaschen?

Sie mögen sich vielleicht ob dieser großen Resonanz von simpel gestrickten "Wutbürgern" heimlich ins Fäustchen lachen, aber ein journalistisches Glanzstück war das inhaltliche Weiterreichen eines "BILD der Frau"-Artikels ohne Faktenrecherche plus diverser anonymer Shitstorms nicht, im Gegenteil.

Dass die Bodelschwingher Gemeinde jederzeit zum klärenden Gespräch bereit war, man auf Seiten der Eltern daran aber anscheinend zunächst kein Interesse hatte und stattdessen - naiverweise - lieber die große Glocke läutete, unterschlagen Sie geflissentlich.

2 Antworten
Grab von Jens Pascal in Dortmund erhält Logo des BVB
von Burkinho09 | #52-1

Jede Medaille hat eben ihre 2 Seiten und oft ist es bei geneueren Hinsehen anders, wie man auf den ersten Blick vermuten konnte. Das Schwarzer-Peter-Spiel ist leider ein beliebtes Stilmittel, zu dem in den Medien gerne gegriffen wird. Da gibt es halt auf der einen Seite die "Guten" und auf der anderen Seite die "Bösen", so einfach ist das.

Ich hatte schon an anderer Stelle darauf hingewiesen, dass es besser ist miteinander zu reden als übereinander, um so eine Klärung herbeizuführen. Wie man der Aussage im Artikel von Herrn Bodin schon entnehmen konnte, hakte es anfangs auf beiden Seiten!

@Burkinho09 | #52-1
von vaikl2 | #52-2

Eine falsch verlaufene Kommunikation hakt *immer* auf beiden Seiten. Herr Bodin kann das ja auch nur bestätigen, ansonsten hätten er oder Andere aus der Gemeinde der Familie ja die Bude einrennen müssen, um sie zu einem Gespräch zu zwingen.

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