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„Gefährlicher Frauenhasser" soll Prostituierte aus Fenster geworfen haben

04.07.2012 | 08:00 Uhr
„Gefährlicher Frauenhasser" soll Prostituierte aus Fenster geworfen haben
Der Angeklagte Christopher Pellini und sein Verteidiger Dr. Detlev Binder.Foto: Knut Vahlensieck

Dortmund.   Im Prozess gegen den 25-Jährigen, der laut Anklage eine Prostituierte in der Nordstadt Dortmund aus dem Fenster warf, hatte am Dienstag der psychiatrische Gutachter das Wort. Der Experte sieht den Mann als gefährlichen Frauenhasser, vor dem die Gesellschaft geschützt werden muss.

Er ist intelligent, er sieht gut aus. Ein Mann, dem die Herzen zufliegen. Und ein Mann, der für Frauen zu einer unberechenbaren, lebensgefährlichen Gefahr wird. Im Prozess gegen Christopher P. (25), der laut Anklage im Morgengrauen des 17. August 2011 eine Prostituierte aus dem Fenster warf , hatte gestern der psychiatrische Gutachter das Wort. Was er sagte, war packender als mancher Psycho-Thriller.

Dr. Reinhold Dannhorn hält den wegen versuchten Totschlags angeklagten 25-Jährigen für eine „narzisstische“ und „dissoziale Persönlichkeit“. Da bei Christopher P. auch in Zukunft ein „hohes Risiko vergleichbarer Straftaten“ bestehe, sei er ein „gefährlicher Hangtäter“. Damit liegen dem Schwurgericht im Falle einer Verurteilung die Voraussetzungen zur Verhängung der anschließenden Sicherungsverwahrung vor.

Besonders bedenklich: Christopher P. ist nach seiner letzten Haftentlassung gerade einmal zwei Monate wieder auf freiem Fuß, als er nachts um drei Uhr die bulgarische Prostituierte Temenuzka Y. auf der Straße anspricht und mit in seine Wohnung am Nordmarkt nimmt. Seit jenem 17. August ist die 25-Jährige ein Pflegefall, sitzt im Rollstuhl . Weil ihr Christopher P. erst mit Wucht ein Messer in den Bauch rammte und sie dann aus dem Fenster warf – so jedenfalls sieht es Staatsanwalt Dr. Heiko Artkämper. Der Angeklagte indes will – wieder einmal – provoziert worden sein. Die Frau habe ihn bestohlen, es sei zum Streit gekommen, dann sei sie eben aus dem Fenster gesprungen.

Keine Reue, keine Empathie

Zweimal ist Christopher P. bereits wegen Gewalttaten an Frauen verurteilt worden. Im Jahr 2006 kassierte er eine Freiheitsstrafe von vier Jahren und sechs Monaten, weil er seiner damals 14-jährigen Freundin mit einem Messer die Kehle aufgeschlitzt hatte. Seine Freundin hatte er in ein einsames Waldstück gelockt und dort verletzt. „Beides Strafaktionen des Angeklagten, weil sich die Frauen seinem Willen widersetzten“, sagte Dr. Dannhorn, der bei dem 25-Jährigen eine „massive Steigerung an Gewalt“ sieht – gepaart mit einem absoluten Mangel an Empathie, Reue und Schuldeinsicht.

Er nannte sich selbst „Jack the Ripper“

So hatte er einer Sozialarbeiterin nach der letzten Inhaftierung zwar von der Messerattacke gegen die 14-Jährige erzählt. Mit dem Zusatz, dass dies zu Recht geschehen sei. Unglaublich, wie er sich 2006 nach der Tat verhielt. Er fotografierte das blutende Opfer, schickte das Foto herum mit dem Satz „Ich wollte sie umbringen, aber das Messer ist abgebrochen“. Als Absender gab er an: „Jack the Ripper 2006“. Worte, bei dem es einem kalt den Rücken herunterläuft. Worte eines gefährlichen Frauenhassers. Christopher P. hört sie mit unbewegter Miene. Am 10. Juli soll plädiert werden.

Kathrin Melliwa

Kommentare
07.07.2012
22:19
„Gefährlicher Frauenhasser
von feierabend | #4

So? Da kenne ich aber noch ganz andere narzistische Persönlichkeiten die ihre Perversion ausleben können einfach weil sie keine Prostituierten aus dem...
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„Gefährlicher Frauenhasser" soll Prostituierte aus Fenster geworfen haben
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http://www.derwesten.de/nrz/staedte/dortmund/gefaehrlicher-frauenhasser-soll-prostituierte-aus-fenster-geworfen-haben-id6841190.html
2012-07-04 08:00
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