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Für Flughafen fehlt der Rückenwind aus Düsseldorf

13.06.2012 | 18:51 Uhr
In einer Pressekonferenz in der Grünen-Geschäftsstelle in Dortmund, informierten die Landtagsabgeordneten Daniela Schneckenburger und Mario Krüger über den Koalitionsvertrag mit der SPD. Zentrales Thema für Dortmund: die Betriebszeiten am Flughafen in Wickede.Foto: Helmuth Voßgraff/WAZ-Fotopool

Dortmund.  Kann der Dortmunder Flughafen alle Hoffnungen auf den Nachtflug begraben? Davon jedenfalls gehen die im Land mitregierenden Dortmunder Grünen nach Abschluss der Koalitionsverhandlungen in Düsseldorf aus.

„Der neue Koalitionsvertrag schreibt die Regelungen zum Dortmunder Flughafen aus dem alten rot-grünen Papier von 2010 unverändert fort“, betonte gestern Mario Krüger. Der Ex-Chef der grünen Ratsfraktion saß als neu gewählter Landtagsabgeordneter bei den Koalitionsverhandlungen mit am Tisch - und gestern neben der anderen grünen Dortmunder Kraft in Düsseldorf, Daniela Schneckenburger, vor Dortmunder Journalisten. Zwar sei es schwierig gewesen, so Krüger, die alte Festlegung bei der SPD auch für den neuen Vertrag durchzusetzen. Aber nun bleibe es in Sachen Flughäfen bei den Zielsetzungen aus 2010.

Deren Formulierung lässt aus Sicht der Grünen keinen Spielraum für Interpretationen zu, obwohl die vor zwei Jahren zwischen Rot und Grün ausverhandelten Positionen zum Luftverkehr in Bezug auf Dortmund eher ungenau daherkommen. SPD und Grüne hatten sich nämlich auf eine Kernruhezeit von 23 bis 6 Uhr an allen NRW-Airport festgelegt, allerdings „jenseits der Regelungen für die Flughäfen Düsseldorf, Köln/Bonn und Dortmund“. Weitere Erläuterungen gibt das Koalitionspapier nicht.

Aus Sicht der Grünen ist die Sache eindeutig und besagt nichts anderes, als dass an den bestehenden Betriebszeiten in Wickede (Flugbetrieb bis 22 Uhr mit Verspätungsregelung bis 23 Uhr) nicht gerüttelt werden darf, völlig ungeachtet der Tatsache, dass die Flughafenleitung mit dem Segen des Dortmunder Rates inzwischen eine Verlängerung der abendlichen Landezeiten bis 22.30 Uhr (Ausnahmen sogar bis 23.30 Uhr) bei der zuständigen Bezirksregierung Münster beantragt hat. Krüger: „Wir gehen davon aus, dass Münster einvernehmlich mit dem künftigen Verkehrsminister entscheidet, der wiederum Einvernehmen mit dem Verkehrsausschuss des Landtages herstellen wird.“

Flughafen Dortmund

 

Michael Kohlstadt



Kommentare
14.06.2012
15:19
Für Flughafen fehlt der Rückenwind aus Düsseldorf
von rkw1970 | #5

Wer die Aussagen von Eva-Maria gelesen hat, dem stellen sich die folgenden Fragen:
Woher hat sie Ihr pseudo-wirtschaftspolitisches Wissen?
Kann sie auch differenzieren oder ist für sie per se jede Infrastruktur an jedem Ort zu belieben Kosten richtig?
Weiß sie was ein Standortvorteil ist oder tut sie nur so?
Hat sie ihre Thesen evtl. vom Bäcker oder vom Metzger? So wie manche Männer vom Stammtisch?

14.06.2012
14:19
Dieses Millionengrab . . .
von SchwarzerRitter | #4

. . . sollte endgültig geschlossen werden! Jedes Jahr werden 20 Millionen Steuergelder verschleudert, um der Großmannssucht einiger Politiker nachzukommen!

14.06.2012
14:12
Für Flughafen fehlt der Rückenwind aus Düsseldorf
von Eva-Maria | #3

Wer die Aussagen von Herrn Krüger und Frau Schneckenburger gelesen hat dem stellen sich folgende Fragen:
Gibt es bei den Grünen in NRW eine Industriepolitik?
Gibt es bei den Grünen eine Infrastrukturpolitik?
Ist Infrastrukturpolitik ohne ein funktionerendes Netz von Flughäfen möglich?
Ist ein moderne Industriepolitik ohne funktionierende Infrastrukturpolitik möglich?
Straßen,Wasser-, Luftverkehr in all diesen Bereichenstehen die Partei die Grünen auf der Bremse.
Soll NRW zu einem großen Industrie-Museum werden? Welchen Stellenwert haben die SIcherung von Arbeitsplätzen bei den Grünen?
Auf Flughäfen reagieren die Grünen wie der Teufel auf Weihwasser.
Dortmund ist die 7. größte Stadt, daher wäre der Flughafen ein Standortvorteil.
Mit früner Politik/Ideopogien wird weder Dortmund noch NRW eine Chance haben.
Beim Bäcker oder Metzger kann man sich für diese Ideologie nichts kaufen!
Mit Dosen-und Flaschenpfand-Ideologie kann man keine Gesellschaft gestalten.

1 Antwort
Für Flughafen fehlt der Rückenwind aus Düsseldorf
von drengler | #3-1

Sie stellen aber auch Fragen! Und - wieso kann man mit Dosenpfand- und Flaschenpfandideologien keine Gesellschaft gestalten? Die Grünen machen das doch schon seit geraumer Zeit und beim grünen Kernthema Atomausstieg wurden sie 2011 nach Fukushima sogar von der CDU-Kanzlerin links überholt. Gut - die BRDDR Staatskarre ist dabei nun erkennbar in den Graben gerast - aber was soll es? Schliesslich wird gerade mit gleicher Logik und Tatkraft der Euro "gerettet". Spätestens danach gehen dann die Lichter wirklich aus.

14.06.2012
11:38
Für Flughafen fehlt der Rückenwind aus Düsseldorf
von Hagrid | #2

@ #1:
Der Flughafen ist aber kein Flugzeug, sondern steht in Konkurrenz mit anderen Flughäfen. Im Wort "Konkurrenz" ist das lateinische Verb currere laufen enthalten. Und beim Laufen ist Rückenwind schon vorzuziehen.
Die Ausweitung der Flugzeiten wäre eine weitere "Verzweiflungstat". Damit allein würden sich die "abtrünnigen" Flugfirmen wohl auch nicht zufriedengeben.

14.06.2012
10:14
Für Flughafen fehlt der Rückenwind aus Düsseldorf
von drengler | #1

Piloten wissen das: Luftfahrzeuge starten und landen immer gegen den Wind! Der anstömende "Gegenwind" gibt der Tragfläche mehr Auftrieb - der "Rückenwind" würde den Auftrieb vermindern.

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