Das aktuelle Wetter Dortmund 8°C
Landgericht

Bande muss nach 40 Einbrüchen für Jahre in Haft

10.06.2012 | 09:00 Uhr
Bande muss nach 40 Einbrüchen für Jahre in Haft
Foto: WR

Dortmund.   Zu Gefängnisstrafen von bis zu viereinhalb Jahren verurteilte das Landgericht am Freitag eine Diebesbande, die im ganzen Revier in Arztpraxen, Geschäftsräume und Anwaltskanzleien eingebrochen ist. Vor allem in Dortmund war das Quartett aktiv.

Die Einbrecherbande , die bei ihrem Streifzug durchs Revier vor allem in Dortmund zuschlug, muss jetzt ins Gefängnis: Drei der vier angeklagten Männer verurteilte die 39. Strafkammer des Landgerichtes am Freitag (8. Juni 2012) zu Haftstrafen zwischen drei Jahren und drei Monaten und viereinhalb Jahren. Das Verfahren gegen den Vierten im Bunde wurde abgetrennt: Da bei ihm ein Drogenproblem vorliegt, wird er jetzt erst durch einen Gutachter untersucht und muss sich später vor Gericht verantworten.

In fast allen Stadtteilen aktiv gewesen

Insgesamt 70.000 Euro hat die Bande, die in wechselnder Beteiligung ihr Unwesen trieb, von August bis Dezember 2011 erbeutet. Die fast 40 Einbrüche erfolgten im ganzen Revier ausnahmslos nachts, manchmal schlugen die Diebe in einer Nacht auch gleich mehrmals zu. Unter anderem stiegen sie in eine Pizzeria im Winkelriedweg unweit des Defdahls ein: Einmal erbeuteten sie hier nur eine Flasche Grappa, beim zweiten Mal immerhin 1050 Euro Bargeld.

In der Arndtstraße in der östlichen Innenstadt nahm die Bande aus einem Stadtplanerbüro mehrere Computer und Bargeld mit, in Brackel stiegen sie in eine Tankstelle sowie in eine Anwaltskanzlei. Es gab kaum einen Stadtteil, den die Bande nicht heimsuchte.

Kathrin Melliwa



Kommentare
Aus dem Ressort
Darum bringt Dortmunds modernste Blitze (noch) keine Einnahmen
Fragen und Antworten
Sie ist Dortmunds modernste Blitzanlage: Die Überwachungskamera an der Brackeler Straße. Dummerweise verursacht sie auch die meisten Kopfschmerzen in der Stadtverwaltung. Wir erklären, was mit der Anlage nicht stimmt.
Im Ruhrgebiet verfallen die Immobilienpreise
Immobilien
Eine Studie des Onlinedienstes Immowelt zeigt: Das Ruhrgebiet hinkt dem großen Immobilienrausch in Deutschland hinterher, im Durchschnitt verlieren sie in Städten wie Dortmund und Essen sogar an Wert. Doch das muss nicht automatisch ein Nachteil sein.
"Wir wohnen hier im kleinen Horrorhaus"
Mieter
Ein Vermieter aus der Schweiz lässt seit Jahren ein Mehrfamilienhaus in der Nordstadt verkommen. Mit Geld und vereinten Kräften halten die Nachbarn das Gebäude in Schuss. Jetzt könnte das Haus ein Fall für die Justiz werden.
Watzke redet BVB-Spielern ins Gewissen - Reus fällt aus
Borussia Dortmund
Die Vorzeichen waren vor einer Mitgliederversammlung des BVB schon einmal besser. Finanziell steht der BVB gut da, sportlich miserabel. Hans-Joachim Watzke redete der Mannschaft eindringlich ins Gewissen und nahm die Spieler in die Verantwortung. Auf Marco Reus muss der BVB aber lange verzichten.
Unveränderlich: Neue Semesterticket-Preise stehen fest
Diskussion in der Uni
Im Gespräch zwischen Vertretern des Verkehrsbunds Rhein-Ruhr (VRR) und Studenten über die Preiserhöhung des Semestertickets gibt es noch immer keine Einigung. Luis Jos Castrillo, Vorstandsmitglied des VRR, hat mit Studenten der TU und FH diskutiert. Wir waren dabei.
Fotos und Videos
Kinder zeigen Musical über Müll
Bildgalerie
Fotostrecke
Das Leben im kleinen Horrorhaus
Bildgalerie
Fotostrecke
Mensch stirbt bei Feuer in Marten
Bildgalerie
Fotostrecke
Neues Wohnen im Denkmal
Bildgalerie
Fotostrecke