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Entwicklungshilfe

Regierung fordert eine Mauer rund um das „Home of Hope“

16.01.2012 | 14:03 Uhr
Regierung fordert eine Mauer rund um das „Home of Hope“
Die GAGU-Zwergenhilfe aus Schermbeck baute mit Hilfe von Gudrun Gerwien in Sierra Leone ein Haus. Jetzt muss noch eine Mauer her. Foto: André Elschenbroich

Schermbeck.  GaGu-Zwergenhilfe aus Schermbeck bitten um Spenden. Um das Kinderhaus „Home of Hope“ in Sierra Leona muss eine Mauer gezogen werden. Das ist eine Auflage der Regierung und soll das Gebäude sichern, falls jemand vermuten sollte, dass sich Reichtümer dort verbergen.

Um Spenden bittet die GaGu-Zwergenhilfe. Um das Kinderhaus „Home of Hope“ und das ganze Grundstück muss eine Mauer gezogen werden, betont Vorsitzende Gudrun Gerwien. Weiter: „Das ist eine Auflage der Regierung und soll das Gebäude sichern“, falls jemand vermuten sollte, dass sich Reichtümer dort verbergen.

Gerwien dazu: „Ich finde, der Reichtum unseres „Home of Hope“ besteht einzig in der großzügigen Unterstützung aller Förderer und Sponsoren sowie der Paten, die den Bau und somit unsere Arbeit wohlwollend begleitet haben.“

Eisen ist sehr teuer in Sierra Leona

Dennoch: Ausnahmsweise heiße es „die Mauer muss her“ und die kostet den Verein „ein kleines Vermögen“, rund 5000 €. Die Schermbecker haben gewisse Auflagen zu erfüllen. Fundamente und Pfeiler müssen her sowie ein eisernes Eingangstor (kostet allein rund 900 €). Das Problem: Eisen ist sehr teuer in Sierra Leone.

Auch die Kosten für Zement und Sand explodieren gerade in dem westafrikanischen Land. Ein Vorteil: Die Helfer vor Ort stellen die Steine selbst her. Über die Gründe für die stark gestiegenen Preise kann Gerwien nur spekulieren. Sie vermutet, dass die Regierung den Wiederaufbau nach dem Bürgerkrieg vorantreiben will. Aber sie befürchtet, dass die Menschen, für die sich die GaGus engagieren, davon kaum profitieren werden. „Da wird es eher schlimmer.“

Ohne Mauerbau erlischt die Betriebserlaubnis

Der Mauerbau muss bis Ende Januar abgeschlossen sein, sonst dürfen keine weiteren Kinder ins „Home of Hope“ aufgenommen werden und die Betriebserlaubnis erlischt. Mit dem Bau der Mauer hat der Verein schon begonnen.

Ab Sonntag, 29. Januar, reisen die GaGus wieder nach Sierra Leone. Es soll am Haus einen offiziellen Empfang mit Regierungsvertretern inklusive Einweihung geben.

Gerwien: „Es ist wie immer: Jeder Euro zählt.“ Denn leider hat das Weihnachtsdorf nicht den erhofften Erlös gebracht (WAZ berichtete). Dazu: Das neue Konzept steht. Bald wird es den Verantwortlichen vorgestellt. Infos: www.gagu-zwergenhilfe.com

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