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Wirtschaftliche Notwendigkeit

Eis(kalt) genießen

04.03.2010 | 08:00 Uhr
Eis(kalt) genießen

Castrop-Rauxel. Trotz kalten Temperaturen haben die Eisdielen ihre Türen durchgehend geöffnet – denn Schließen rechnet sich nicht. Den Gästen gefällt's: Das Eis schmeckt bei den langsam ansteigenden Frühlingstemperaturen gut. Für die Eislokale aber ist es zumeist eine wirtschaftliche Notwendigkeit.

So richtig Frühling ist's ja noch nicht. Ein paar Krokusse sieht man wohl sprießen, aber kalt ist es weiterhin. So langsam trauen sich die Eisfeinschmecker auch wieder in die Dielen. Ja, richtig. In Castrop-Rauxel haben die Eisdielen den Winter hindurch geöffnet. „Überwintern? 50 Jahre lang hat es geklappt, die Eislokale über den Winter zu schließen, aber heute ist das anders”, sagt Besitzer Gerhard Harten vom „Café de Fanti”.

Bärbel Krolik verkauft das ganze Jahr über Eis als Inhaberin der Kuhbar an der Oberen Münsterstraße. Foto: Thomas Gödde / WAZ FotoPool

Von Anfang an hatte die Eisdiele in der Münsterstraße ihre Türen auch im Winter geöffnet – seit Januar 2008. Damit reiht sie sich in eine ganze Liste von Eisdielen ein, die während der Wintermonate im Ruhrgebiet weiterhin Eis anbieten. Den Gästen gefällt's: Das Eis schmeckt bei den langsam ansteigenden Frühlingstemperaturen gut. Für die Eislokale aber ist es zumeist eine wirtschaftliche Notwendigkeit.

„Das ganze Jahr über ist nicht alles so rosig”, sagt Gerhard Harten. „Im Winter gibt es schon eine kleine Flaute und im Sommer kommt nicht mehr soviel zusammen, dass man über den Winter schließen könnte.” Vermietet wurde deshalb nie an Lebkuchen-Händler oder Schnäppchenverkäufer. Natürlich wird auch nur die Hälfte an Eissorten angeboten, 16 statt 30 Sorten nach original italienischem Rezept. Außerdem wurde das kalte Sortiment im Winter um heiße Waffeln mit Kirschen, Kuchen und Torten erweitert.

In der „Kuhbar” versteht der Otto-Normal-Eiskonsument nur noch „Kuh”. Alles ist hier auf die Kuh abgestimmt. Seit Februar 2009 bietet Bärbel Krolik nach „altdeutschem Rezept” Kulinarisches an. Vom Jo-Kuh-rteis über die Nudel-Kuh (Spaghetti-Eis) bis hin zum exotischen Pina-Kuh-lada-Becher. Das Lokal gehört zu einem Franchise-Unternehmen mit drei Filialen.

Das Eiscafé „San Remo” am Markt öffnet die Türen den Winter hindurch bereits seit 2007. Die Besitzer Antonio und Elena Ameixa bieten während der Winterzeit noch rund 20 Eissorten an (28 im Sommer). Die Eisspezialitäten haben eine Mischung aus italienischem und persönlich zusammengestelltem „Geheimrezept” von Antonio Ameixa zur Grundlage. Wir dürfen sogar einen Blick in die Eis-Küche werfen. Dort gibt es zwei riesige Maschinen zu bestaunen, die laut vor sich hintuckern. Eine blitzende aus Chrom und ein älteres, eierschalenfarbenes Originalmodell. „Aus der älteren Maschine schmeckt das Eis noch besser”, gibt Chefin Elena Ameixa zu. Auch beim Befüllen des Eisbehälters dürfen wir zuschauen und sehen Antonio Ameixa dabei zu, wie er beinahe liebevoll das Eis im Chrombehälter verstreicht. Malaga-Eis. Hmmm… lecker. Da bekommt man doch - trotz langer Eiszeit - wieder Lust auf Eis.

Jessica Branke

Kommentare
07.03.2010
12:35
Eis(kalt) genießen
von bennyvomharlekin | #5

Opa Friedhelm:
Wir üben Groß- und Kleinschreibung, Kommasetzung und daß mit scharfem s. und dann fallen wir über andere her!

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2010-03-04 08:00
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