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Dritte Jazz-Matinee ist mit Petrus im Bunde

17.06.2012 | 14:44 Uhr
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Dritte Jazz-Matinee  ist mit Petrus im Bunde
Beim „Jazz im Garten“ unterhält das Ruth-Miketta-Quintett das Publikum auf dem Hof Jünger. Die Veranstaltung des Hof Jünger war gut besucht, nachdem der Wetterbericht diesmal Sonnenschein versprochen hatte.

Bottrop. Ja, das Wetter hielt. Petrus war – nach der Wasser-Dauerdusche am Samstag - am Sonntag wieder im Bunde mit der Hof-Jünger-Riege, die die dritte Jazz-Matinee im Garten des Kirchhellener Kulturzentrums ohne Probleme am Sonntag organisierte.

Weit über 100 Besucher (auch aus der weiteren Umgebung) kamen, und sie erlebten eine „Klasse Partie“ mit dem hier an diesem Tag debütierenden Ruth-Miketta-Quintett. Standards, Bebop, Swing, Lateinamerikanisches, Exotisches, etliche Big-Band-Titel auf diese kleinere Besetzung gestutzt – ein überzeugendes Hörvergnügen im steten Wechsel für alle, die im Jazz ihre musikalische Heimat haben.

Ein Publikum, das die Jazz-Matinee zu schätzen weiß. Foto: Birgit Schweizer, WAZ Fotopool

Sie alle sind starke Persönlichkeiten: Ralf Bazzanella, Saxophon, Roland Miosga, Piano (Keyboard), Manni Miketta, Bass und Gitarre, Jens Otto, Schlagzeug, sowie Ruth Miketta, Gesang. Aber im Gesamtsound gibt jede(r) ein Stück Eigenidentität ab zugunsten der Formation. Das gelang einmal mehr. Dieses Team, übrigens sämtlich kreative Dozenten der Bottroper Musikschule, pflegt das Miteinander, ohne das es beim Jazz und seinem Improvisationspotenzial nun einmal nicht geht, bestens und ohne Scheu. Aber mit Respekt vor dem direkten Musiknachbar.

Eingerahmt von den beiden Jünger-Häusern und dem schönen Baumbestand, akustisch also etwas geschützt, gaben die fünf Mitglieder Kostproben ihres breiten Repertoires. Besonders engagiert war bei diesem Auftritt Sängerin Ruth Miketta, die Chorfreunde als vorzügliche Arrangeurin und Dirigentin seit Jahren schätzen. Als Jazz-Stimme machte sie sich zuletzt in der Öffentlichkeit eher rar. Aber ihr geschmeidiger und flexibler Gesang besitzt genug Register, um der Band ein bestimmtes Profil zu geben. Sie ist gewissermaßen das Herzstück der stilistisch vielseitig ambitionierten Gruppe.

Von „Mas que Nada“ bis zu „It’s Sand Man“ oder „I wish you love“ und anderen Ohrwürmern – die Mixtur aus swingenden Rhythmen, virtuosen Solo-Nummern und populären Songs passte. Bazzanella, Otto, zweimal Miketta und Miosga dürfen nicht nur wegen dieser erfolgreich abgewickelten Matinee ab sofort das Ehrenprädikat „Dream-Team“ tragen. Ein Gewinn waren auch die informativen Plaudereien am Mikro.

Hans-Jörg Loskill

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