Wende in Bochum - Nun soll es doch verkaufsoffene Sonntage geben
08.02.2012 | 17:58 Uhr 2012-02-08T17:58:00+0100
Bochum. Alles soll jetzt sehr schnell gehen: Nachdem sich am Dienstag der Ältestenrat mit dem Einzelhandelsverband und der IHK bei der Oberbürgermeisterin getroffen hatte, kam es zu einer Einigung über die angestrebte Sonntagsöffnung in diesem Jahr.
Der Streit um die verkaufsoffenen Sonntage in Bochum scheint aus der Welt: Der Einzelhandelsverband und die IHK vereinbarten bei der Oberbürgermeisterin, dass der Einzelhandelsverband einen neuen Antrag einreicht , der statt der abgelehnten 13 noch 11 Verkaufsonntage im Stadtgebiet beinhaltet. Dazu erklärte Marion Runge auf Anfrage: „Nach Absprache mit den Händlern verzichten wir auf den 13. Mai (Muttertag) und den 21. Oktober. Beide sollten in Weitmar-Mark stattfinden.“
Sonntagsverkauf zur Gertrudenkirmes?
„Beide Seiten sind aufeinander zugegangen“, so beurteilte OB Scholz später die Zusammenkunft. Ziel ist es, die neue Vorlage, die die Verwaltung am Mittwoch formulierte, beschleunigt in die Gremien zur Abstimmung zu bringen. „Es sollen noch einmal alle Bezirke und die Fachausschusse Wirtschaft und Ordnung und der Hauptausschuss beteiligt werden“, so erklärte Stadtsprecher Thomas Sprenger. Der Ausschussreigen beginnt am Donnerstag mit dem Bezirk Mitte, und dort soll die Debatte mit einer Tischvorlage eröffnet werden. Ziel ist es, dass der Rat am 1. März beschließen kann, damit die Getrudiskirmes am 11. März mit einem Verkaufssonntag eröffnet werden kann.
Das würde auch Wolfgang Cordes (Grüne) begrüßen. „Das ist eine Traditionsveranstaltung. Wenn ein Sonntagsverkauf gerechtfertigt ist, dann zu dieser Kirmes.“ Darüber hinaus aber werde seine Fraktion wohl auch den neuen Antrag ablehnen. Bei der letzten Abstimmung hatte sich ein Grünen-Mitglied enthalten, der Rest dagegen gestimmt. „Elf Sonntage, das halten wir für zuviel.“ Er kritisiert auch, dass bei der Zusammenkunft Gewerkschaften und Kirchen fehlten.
Bei ihrem Nein bleiben auch die Linksfraktion und die Soziale Liste.
"Wir werden die Abstimmung weiterhin freigeben"
Günter Gleisung (Soziale Liste): „Die neue, um zwei Tage verringerte, Beschlussvorlage, die in den Rat eingebracht werden soll, missachtet die vielen grundsätzlichen, sozialen, weltanschaulichen und ethischen Argumente, die ganz wesentlich zur Ablehnung der verkaufsoffenen Sonntage im Rat geführt haben.“
Uwe Vorberg (Linke) betont, das Votum des Rates würde damit missachtet und hat bereits eine juristische Überprüfung angekündigt, sollte der neue Antrag durchkommen.
Die SPD will am Montag in ihrer Fraktion darüber beraten. Dieter Fleskes: „Eine knappe Mehrheit bei uns war für den Ratsantrag, weniger als üblich. Wir werden die Abstimmung weiterhin freigeben. Ob sich an der Beschlusslage etwas ändert, lässt sich nicht vorhersagen.“

21:22
nach der 5. wiederholung kennen wir Deine meinung, also geh wieder in den wald
und nage weiter.
20:24
Das war doch abzusehen! Was nicht passt, wird passend gemacht!
Und da regen sich die Damen und Herren Politiker wochen- und monatelang über die Herren Wulff und Sauerland auf und unterstellen ihnen moralisches Versagen.
17:45
Ich persönlich ziehe verkaufsoffene Sonntage vor. Ich meine... weiß einer wieviele Jobs an einem so einen Tag hängen?
13:17
Hat früher auch schon funktioniert: "Brot und Spiele"! Hauptsache die Leute konsumieren und kommen nicht zum Nachdenken!
10:58
Zitat Adenauer:
Was stört mich mich mein Geschwätz von gestern?
22:49
..da hat man sich endlich mal mit Profil gezeigt und knickt sogleich wieder ein, jegliche Grundlagen der VWL und BWL missachtend.
Naja..von VWL und BWL versteht die Stadtspitze erfahrungsgem.eh nicht sooo viel.Bei der Fidelbude glaubt man hinsichtlich der Folgekosten ja auch an den Weihnachtsmann.
22:45
......hat sich der gesunde Menschenverstand auch in Bochum durchgesetzt.
22:33
Politik vor dem Kommerz eingeknickt, hätte der Schreiber auch titeln können. Anderseits wird wiedereinmal eindrucksvoll bestätigt wer in unserem Land wirklich das Sagen hat. Schade!
22:29
Politik vor dem Kommerz eingeknickt, hätte der Schreiber auch titeln können. Anderseits wird wiedereinmal eindrucksvoll bestätigt wer in unserem Land wirklich das Sagen hat. Schade!
22:10
Ein Beschluß ist definitiv und mit einer Korrektur gibt man sich der Lächerlichkeit preis !!!
Man scheint nicht bedacht zu haben, daß KäuferInnen im Frühling / Sommer im Grünen aufzufinden sind und eine verstaubte City gemieden wird.
Wie lange sollen € 400, Kräfte noch ausgebeutet werden und sich Kaufleute auf diese Art und Weise sanieren ???
Nocheinmal: seit Einführung des Euro und der Agenda ist die Zahl der Millionäre in NRW über 60 % gestiegen !!! Quelle : Doppelwachholder/Hagen